Zitat von kuddel7591:
Zitat:"Ich, ich, ich" (als "Kanonade") - das halte ich auf gar keinen Fall für angebracht. Mit einem "Du hast....", "Du bist..." ist es natürlich noch komplizierter. So hat jeder seine eigenen Vorstellungen
einer solchen Gesprächsführung.
Antwort @Gartenfee17
Zitat:Es ist das, was jeder Therapeut versucht, dir beizubringen. Ich-Botschaften statt -Du-hast-Vorwuerfen. Sonnenkind bemüht sich darum. Nun, hat nicht geklappt. Lag wohl eher am nicht Empfang bereiten Gegenüber.
@Gartenfee17
das ist es doch - das ICH-Gefühl zu entwickeln, ist schwierig. Das "du bist/du hast" loszuwerden, ist noch schwieriger. Sender-Empfänger-Prinzip....wie kommt das jeweils an? Richtig....oft nicht so, wie gewollt.
Dass ein "Ich-Gefühl" Egoismen mit sich bringen soll - nicht falsch verstehen - ist klar. Therapeuten arbeiten darauf hin - ich weiß als Patient, wie schwer der Umgang mit dem "Ich-Gefühl" werden kann.
Logisch ist, dass sich ein Therapeut auf den Patient bezieht, um ihm etwas zu übermitteln. Den Rücken stärken....logo. Das geht nur über das "Ich (bin wichtig)!" Grundsätzlich ist das richtig - kommt aber beim Gegenüber nicht immer "wie gewünscht/gewollt" an. Das hat aber nix mit
"Empfangsbereitschaft" der Sachverhalte zu tun - wie die TE sie übermitteln will. Wie kommen
die "Egoismen" an, die durch das "ICH" ja gewollt sind - das Gegenüber die Egoismen ggf.
rausfiltert, aber nicht die Sachverhalte.
Zitat @Löwin45
Zitat:Ja klar gibt es Dinge die Betrogene Betrügern vorwerfen - die Frage ist nur "wie".
Das WIE ist die Krux. Und wenn Betrogene Tatsachen ansprechen, die nicht mal als Vorwurf
"gedacht" sind, kommen Tatsachen dennoch gar nicht so selten als "Vorwurf" an.
Ist hier im Forum das gleiche. Wer Bestandteile von Affären angesprochen, lesen einige Vorwürfe
daraus. Andere erkennen daraus allerdings, dass es sich um Tatsachen handelt - bei genau dem gleichen Text.
Eben...eine andere Gesprächsebene zu erreichen, sollte Ziel sein. Aber...wie soll das Gegenüber
"abgeholt" werden?
Zitat @Isely
Zitat:Können viele Männer nicht, darum oft auch diese Affären.
das ist es - nicht können, nicht wollen, "nicht mein Ding", nicht "mannhaft"....also Fremdgehen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass FRAU da durchaus "mithalten" kann, weil JEDER Versuch, etwas anzusprechen, im Sande verlief.
Verh. Frau verlässt Mann 1 für Mann 2 - die Frau betrügt Mann 2....weil alle Versuche von Gesprächen mit BEIDEN Ehemännern nichts brachten. Wat denn nu? Es gibt nix, was es nicht gibt.
Da nutzt auch kein "Ich-Bezug" etwas, denn die verh. Frau war in therapeutischer Behandlung. Und trotz therapeutischer Behandlung hat die verh. Frau ..... Ja, vllt. ein Einzelfall.
Dass sich Betrüger/innen "neu bewerben" müssen, sehe ich als logische Konsequenz, wenn sie zurück zum EP wollen. Sich neu zu bewerben, hat nix mit büßen zu tun...sondern viel eher mir Reue
zeigen. Betrüger/innen sind halt in der Defensive - im übertragenen Sinne...und müssen "liefern"
@Mia2
Bei Vorwürfen gehe ich deshalb, weil sie nichts bringen...nicht bei mir. Solche Situationen sind immer eskaliert. Zu argumentieren, statt "vorzuwerfen" - das bin ich dabei. Argumente brauchen keine
"Vorwürfe". Und argumentativ geht es nicht minder zur Sache und ist für mich sinnvoller, als sich in Eskalation durch Vorwürfe zu "üben".