Zitat von gast78:ich denke, du definierst dich nur durch deinen mann und somit kannst du ihn nicht freigeben, auch wenn dir so ziemlich klar ist, wo seine gefühle derzeit sind.
urlaube und alles was ihr (eher ER!) leisten könnt, das ist doch dein mann und nicht du.
wer und was bist du? womit lebst du noch? warum meinst du recht zu haben, einen so an die wand zu drücken, damit dein wohlergehen weiterhin gedeihen kann?
wie fühlst du damit? was ist das für eine liebe zu deinem mann, mit der du ihn letztendlich ungücklich machst?
diese und ähnliche fragen versuche für dich zu beantworten und dann schaue für 10 minuten im spiegel!
bist du das?
Nu mach mal halblang. Sie ist seit 21 Jahren mit diesem Mann zusammen und seit immerhin 17 Jahren seine Ehefrau. Beide haben einander mal lebenslange Treue
versprochen.
Wenn der Mann nach soviel Jahren plötzlich meint, das alles mal eben so vom Tisch wischen zu dürfen, nur weil er sich fremdverliebt hat, ist das schon schlimm genug. Doch mit seinem Wunsch nach einer Parallelfamilie ist er in Deutschland schlicht im falschen Kulturkreis und vor allem hätte er sich das überlegen sollen,
bevor er sich auf die TE eingelassen und mit
ihr die
erste gegründet hat. Und ihre ehelichen Kinder sind noch klein, es ist also noch gar mal so lange her.
Du tust gerade so, als liege sie ihm nur auf der Tasche. Anders als die Gründung von Parallelfamilien dürfte ihre eheliche Rollenverteilung aber von vornherein abgesprochen gewesen sein und gesellschaftlich unüblich war sie in den 1990ern auch noch nicht, jedenfalls bei Paaren mit deutlichem Gehaltsunterschied.
Ehe bedeutet Committment und so wie sie ins kalte Wasser
gesprungen ist und ihre eigene Berufslaufbahn
aufgegeben hat, um sich voll und ganz der Familienarbeit zu widmen, so hat auch er sich
verpflichtet, die Versorgerrolle zu übernehmen. Und bei der Konstellation bedeutete das damals noch ganz selbstverständlich: Lebenslang.
So, und wenn dem Herrn diese
Verbindlichkeit nicht passt, dann hätte er eben weder heiraten, noch eine Familie gründen dürfen. Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert und Ehepartner sind keine Puppen, mit denen man eine Zeitlang spielt, um sie dann in irgendeinen Schrank zu stellen, wenn man keine Lust mehr darauf hat. Eben
das kann und darf man in Affairen tun. Genau
dafür sind sie gedacht!
Mag ja sein, daß er mit der anderen Frau seinen zweiten Frühling erlebt hat, aber der TE damit zu kommen, er wolle Kinder mit der anderen in die Welt setzen, ist ja wohl nicht nur eine Unverschämtheit gegenüber der TE, sondern auch gegenüber dem bereits vorhandenen - und noch recht jungen - Nachwuchs.
Wie hätte er denn auf all diesen Hochzeiten rumtanzen wollen? Mag ja sein, daß er genug verdient, zwei Familien zu finanzieren. Aber woher gedachte er denn neben seinem Beruf noch Zeit für zweierlei Frauen und Kinder lockerzumachen? Welches seiner Kinder hätte er denn zuerst besucht, wenn mehrere Halbgeschwister mal gleichzeitig krank wären?
Sorry, aber das schlägt doch wirklich dem Fass den Boden aus...
warum hätte die TE sich auf so einen
Blödsinn einlassen sollen?
Natürlich hat sie um ihre Familie gekämpft, es ist ihr gutes Recht, denn
sie ist seine
Frau und ihre Kinder waren nun mal als
erste da, und zwar im Rahmen einer
Ehe, die schon bestanden hat, als die Geliebte vermutlich noch ein Schulkind war!
Gerade in offenen Beziehungen muß von Anfang an klar sein, wo es mit der Offenheit beginnt und wo es aufhört. Und wenn die eigene Familie bedroht wird, dann hört es nun mal ganz klar auf, aber sowas von!
Die Fremdverliebtheit dieses Mannes wird sich schon noch legen. Aber wie die TE mit seinen spinnerten Vorstellungen umgehen will, das ist eine ganz andere Frage...