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Mein Tagebuch als Erinnerung

HeavyDreamy
Zitat von PapaEmeritus:
Du warst schon immer einen Schritt weiter. Ich musste erst noch in das schwarze Loch schauen.


Ich hab auch erst alles lernen, bzw alles aneignen müssen und eben mit Hilfe auch von aussen.

Aber ich bin wahnsinnig dankbar dafür.
Und ich hab ja auch manchmal nen Tag, bzw gewisse Stunden, wo ich weine, einfach so, oder weil mir was nahe ging.
Aber dann is auch wieder gut.

Ich mag nicht dauerhaft im "dunkeln" leben Lachendes Gesicht

x 2 #301


PapaEmeritus
@Herbstmonat

Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin 😆

x 1 #302


A


Mein Tagebuch als Erinnerung

x 3


Herbstmonat
Made my day, lieber @PapaEmeritus. 😂

x 2 #303


PapaEmeritus
@HeavyDreamy

Das hab ich tatsächlich auch. In den Phasen, in denen es ganz schlimm war, kamen mir die Tränen, wenn jemand einfach nett war. Egal ob Mann, Frau, jung, alt. Heute geht mir das manchmal noch so, wenn ich bei meinen Nichten bin. Meine kleine Nichte war anfangs immer bisl distanziert, letztens hat sie das erste Mal ihren Kopf an meine Schulter gelegt, da hatte ich schon kurz zu kämpfen.

x 2 #304


Worrior
Zitat von PapaEmeritus:
Und ich muss das auch ausgestrahlt haben, mir haben sogar Menschen mitgeteilt, dass sie sich Sorgen um mich machen. Psychisch war ich jederzeit gefestigt, aber emotional wirklich am Ende.

Ich hatte nur einen Freund, der als ich sagte "danke Bruder, bei mir ist alles ok und bei dir?" mir sagte dass ich ein schlechter Lügner wäre.
Er wusste dass ich gerade durch die Hölle ging und machte mir klar dass ich ihm nichts vorzumachen brauchte.
Das war der Moment wo bei mir alle Dämme brachen.
Andere sagen er wäre roh und unsensibel, zynisch und sarkastisch.
Das ist er ganz und gar nicht.
Er sagte mir aber auch Dinge die ich nicht hören wollte, die mir weh taten, manchmal verfluchte ich ihn.
Doch das musste sein.
Erst dann war ich bereit meinen dinkeln Schatten zu spiegeln, all meine Schwäche, meine Unzulänglichkeiten, meine Scham, das was ich verstecken wollte, wovor ich selbst Angst hatte.
Obwohl ich ihn schon lange kannte wusste ich nichts von seiner Geschichte, warum er so ist wie er ist.
Ich bin auch einer der wenigen Menschen die sie jetzt kennt.
Wenn ich Probleme habe oder in Schwierigkeiten komme dann weiß ich wo ich ihn finde und er weiß wo er mich findet.
Das Band unserer Freundschaft wurde um so vieles mehr verstärkt.
Na ja, msnchmal ist er etwas anstrengend 😄 aber er denkt wohl genau so über mich 😉

x 3 #305


PapaEmeritus
@Worrior

Ich hab nebenbei ein kleines Gewerbe. Es ist eher ein Hobby, da da aber hier und da der ein oder andere Euro fließt, ist das quasi ein Nebengewerbe. Und da hab ich seit Jahren immer mal mit jemandem zu tun, den ich zwar nicht als Freund bezeichnen würde, aber als guten Bekannten. Selbst er hat gemerkt, dass ich mich bisl zurückgezogen hatte. In einem unserer Gespräche sprach er mich drauf an, und da platzten einige Dinge raus. Und da erfuhr ich, dass er in einer Beziehung ähnliches erlebt hat, sogar noch schlimmer als ich inkl Gewalt usw. Seit dem tauschen wir uns ab und zu darüber aus.

x 2 #306


Worrior
@PapaEmeritus
Ich glaube dass Männer oft einen gehemmten Zugang zu ihren Emotionen, ihren Gefühlen und ihrer Spiritualität haben.
Ich bin froh dass ich diesen Freund habe vor dem ich keine Scham empfinden muss.
Wir hatten Gespräche die ich wohl mit niemandem sonst geführt hätte.
Wir können uns gegenseitig öffnen und hören einander zu, ohne Scham, ohne Vorwürfe.
So einen Freund sollte jeder haben.
Oft genug mussten wir über die unmöglichsten Dinge lachen die uns selbst betrafen.

x 3 #307


PapaEmeritus
@Worrior

Ich hab dieses mal tatsächlich sehr offen mit einigen Menschen gesprochen. Viele können das alles nicht wirklich verstehen. Man hat ja selbst lange Probleme, das Geschehene einzuordnen, oder zu artikulieren, was mit einem geschieht. Ich hab das nie jemandem vorgeworfen, ich hab irgendwann einfach aufgehört.

x 2 #308


Worrior
@PapaEmeritus
Es war für mich eine Offenbarung dass mich jemand verstand.
Seit vielen Jahren waren wir befreundet und ich glaube dieses Vertrauen musste sich erst aufbauen.
Hätte nie gedacht dass unsere Freundschaft noch derart in die Tiefe gehen würde.
Ich kann sonst mit niemandem so reden.
Wir hatten halt auch schon so einiges zusammen erlebt, das schweisste zusammen.
Der Witz ist als wir das erste mal, vor vielen, vielen Jahren aufeinander trafen standen wir eher misstrauisch gegenüber.

x 3 #309


PapaEmeritus
@Worrior

Kenn ich. Ich hatte über knapp 15 Jahre eine sehr enge Freundin. Sie war anfangs die beste Freundin meiner Partnerin. Konnte sie nie wirklich leiden. Als dann die Beziehung vorbei war, sind wir uns immer mal über den Weg gelaufen aufgrund wohnlicher Nähe. Und so ist dann über die Zeit eine sehr enge Freundschaft entstanden. Wir hatten ähnliche Probleme in der Liebe, im Leben, wir hatten sogar mal zur gleichen Zeit ne depressive Phase und haben einen Klinikaufenthalt gemacht. Während das für mich aber der Anfang zu einem besseren Leben war, kam sie nie wirklich aus der Geschichte raus. Dazu kamen dann noch gesundheitliche Probleme, und wie so was enden kann, brauch ich dir sicher nicht erklären. Ich hab mir da auch oft Vorwürfe gemacht, und hatte so eine diffuse Art von Schuld. Hätte man mehr machen können, warum hat man nix gemerkt, aber selbst ihr Ehemann hat nix gemerkt. Sie war in ihren Entscheidungen immer sehr resolut… . Gerade was emotionale Dinge anging, hatte sie immer die richtigen Worte und das fehlt mir heute noch. Ich besuch sie noch regelmäßig auf dem Friedhof und rauch eine auf ner Bank vor dem Grab. Das war immer unser Ding, rauchen und Cappuccino trinken. Auch wenn das nicht das gesundeste Hobby war.

x 1 #310


Worrior
Nach einer Trennung quälen den/die Verlassene(n) viele Fragen.
Nur wenige schaffen einen sauberen Abgang.
Wie kam es soweit?
Was wäre gewesen wenn ich so oder so gehandelt hätte?
War das alles echt?
Was habe ich ihm/ihr bedeutet?
Die Liste der Frage lässt sich beliebig fortsetzen.
Man fühlt sich um den sauberen Abschluss, das alles erklärende Gespräch, betrogen?
Wie konnte derjenige so einfach gehen und weitermachen als wäre nichts?
Vielsagend ist aber die Art und Weise wie sie gingen.
Wie sie so leicht und kalt über was hinweggingen was einem so viel bedeutet hat.
Wie die den Schmerz ignorierten den sie verursacht haben.
War ich zu wenig oder zu anstrengend, bin ich so leicht ersetzbar?
Hätte ich noch mehr geben müssen?
Sie wählten Ablehnung, Respektlosigkeit, Lüge, Verrat, Verleumdung und Betrug.

Wenn man ihr Handeln, ihre Taten, wertet wie sie gingen zeigt dies wie sie mit etwas Echtem, etwas Tiefem, umgegangen sind.

Irgendwann, es beginnt leise, wartet man nicht mehr auf Antworten und man braucht es auch nicht mehr zu verstehen.
Ihr Handeln, ihr Abgang, hat alles beantwortet.
Sie werden sich nicht dafür entschuldigen oder zugeben wenn sie bereuen würden.
Das brsucht man auch nicht denn man hat etwas viel wertvolleres gewonnen.
Akzeptanz und innerer Frieden, ihre Erklärungen, ihre Worte, braucht man nicht mehr, es bedeutet nichts.

#311


A


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