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Mein Tagebuch als Erinnerung

PapaEmeritus
@Sincerite

Das ganze existiert ja auch auf einem Spektrum, deswegen bin ich eigentlich auch kein Freund von diesen Schlagwörtern. Ein guter Indikator ist zB fehlende Gleichwertigkeit. Der Lackmustest ist mMn die Reaktion auf Grenzen und Kritik. Mit „normalen“ Menschen kannst Du einen Streit um das Thema haben. Es kann knallen, Laut werden, aber es geht um das Thema. Am Ende gibt’s vielleicht ne Korrektur, ne Reparatur oder im schlimmsten Fall ne Trennung. Das mag alles nicht schön sein, aber menschlich kohärent. Ganz wichtig ist da die Fähigkeit zur Reflexion, Korrektur, Reparatur. Mit Empathie, Verständnis, Entgegenkommen kann man da was erreichen. Bestimmte Typen reagieren aber nicht auf das Problem, sondern darauf, dass du es dir überhaupt erlaubt hast, ein Problem anzusprechen. Es geht nie um das Thema. Es folgt Abwertung, Schuldumkehr und dieser ganze Unsinn. Konflikte ziehen sich gern mal über Wochen, und das typische prosoziale Verhalten (Empathie usw) bringen nix. Auch wenn das Ganze sich irgendwann beruhigt, folgt keine Reparatur, keine Reflexion und das Ganze geht meistens von vorn los.

x 2 #331


S
Zitat von PapaEmeritus:
Bestimmte Typen reagieren aber nicht auf das Problem, sondern darauf, dass du es dir überhaupt erlaubt hast, ein Problem anzusprechen. Es geht nie um das Thema. Es folgt Abwertung, Schuldumkehr und dieser ganze Unsinn. Konflikte ziehen sich gern mal über Wochen, und das typische prosoziale Verhalten (Empathie usw) bringen nix. Auch wenn das Ganze sich irgendwann beruhigt, folgt keine Reparatur, keine Reflexion und das Ganze geht meistens von vorn los.

Es geht um Macht. Er ließ sich auch nicht durch meine verletzten Gefühle einschränken. Auch wenn er nicht mitfühlen kann, er hatte aber kognitive Empathie.

x 2 #332


A


Mein Tagebuch als Erinnerung

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PapaEmeritus
@Sincerite

Man muss eben in seine Weltsicht integrieren, dass es Menschen gibt, die sich nicht an die typischen sozialen „Regeln“ halten, die wir als sinnvoll und vorteilhaft ansehen. Die tun so, als würden sie, beuten dich dann aber aus.

x 1 #333


S
@PapaEmeritus
ja, sie können nicht anders.

Was Narzissten NICHT können
Empathie – sich wirklich in die Gefühle des anderen hineinversetzen
Echtes Interesse am Wohlbefinden des anderen – nur am eigenen
Verletzlichkeit – sich wirklich öffnen ohne Kalkül
Sich selbst hinterfragen – wenn es dem anderen schadet
Verzicht – ihre Bedürfnisse unter die des Partners stellen

Aber Liebe braucht echte Empathie

Genau so habe ich es erlebt.

#334


PapaEmeritus
Unabhängig davon, wie man diese Menschen nennt, was auch besonders wichtig ist: Sie sind immer das Opfer.

x 2 #335


S
@PapaEmeritus
Ich glaube, das Opfer sticht bei weiblichem Narzissmus besonders hervor.

x 1 #336


PapaEmeritus
@Sincerite

Ist eben die billigste Form moralischer Überlegenheit. So entzieht man sich der Verantwortung und hat die Macht. Denn wer legt sich schon gern mit dem „Opfer“ an, wenn man die Beziehung retten will. Und als „Opfer“ bestimmt man eben, wie es weitergeht, wann geredet wird, usw. Das ist die perfekte Position, um Macht auszuüben. Abgesehen davon ist es peinlich.

x 2 #337


Worrior
Opfer sein ist eine Strategie gewiefter Manipulatoren.
"Sieh nur, was Du mir angetan hast, wozu Du mich getrieben hast"
Es soll Schuld und Scham erzeugen, klassische Schuldumkehr.
Das eigene verwerfliche Verhalten soll als eine Art Notwehr dargestellt werden.
Das ist die letzte Stufe wenn sie merken dass sie mit Ablehnung, Respektlosigkeit und Drohung nicht mehr weiter kommen.

x 2 #338


PapaEmeritus
@Worrior

Bei mir kam die Opferrolle direkt nach der Abwertung/Schuldumkehr. Also Abwertung -> meine Reaktion -> Opferrolle. Ich finds inzwischen witzig, dass das immer so ähnlich abläuft.

x 3 #339


PapaEmeritus
Guten Morgen. Heute geht’s wieder auf Arbeit. Über ne Woche keine E-Mails gecheckt, da brauch ich definitiv 1 Tag dafür, um das nachzuholen.
In den letzten Tagen hab ich manchmal merkwürdige Gedanken. So schlimm wie das Erlebte war, so leer und nichtig wirkt es heute manchmal schon.

x 2 #340


Plague
Zitat von Sincerite:
Ich glaube, das Opfer sticht bei weiblichem Narzissmus besonders hervor.

Dem würde Bärbel Wardetzki energisch widersprechen:
Der Motor des weiblichen Narzissmus ist der selbstwertdienliche Altruismus.
Betroffene sind, wenn überhaupt, dann höchstens Weltmeisterinnen der Selbstaufopferung.

x 1 #341


PapaEmeritus
Zitat von Plague:
selbstwertdienliche Altruismus


Ich nenne das inzwischen egoistischen Altruismus. Solange man das Selbstbild füttert, läufts, sobald man aber sagt Moment mal, das passt nicht so ganz, ist von dem Altruismus merkwürdigerweise nicht mehr viel übrig.

x 1 #342


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