×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

665

Mein Tagebuch als Erinnerung

S
Zitat von QueenA:
Oder nicht genug Liebe?

Wie meinst du das? Entweder liebe ich, oder nicht. Ein bisschen Liebe kenne ich gar nicht.

x 3 #406


Aiyla
@QueenA
Das ist wunderbar und es ist Dir von Herzen zu gönnen. Jeder wünscht sich ein solches Ende.
Aber hier, so denke ich, ist die Rede von etwas Anderem.

x 4 #407


A


Mein Tagebuch als Erinnerung

x 3


Aiyla
@Worrior
Ein Teil von mir wünscht sich so sehr, dass Du Unrecht hast. Ein anderer Teil von mir versteht genau was Du meinst.

x 4 #408


PapaEmeritus
Ich kann aber diese Vorstellung, dass der/ die andere tief drin auch leidet, verstehen. Das gibt dem eigenen Leid einen gewissen traurigen Sinn. Die Vorstellung, dass der andere Mensch aber vielleicht gar nicht leidet, sondern vielleicht sogar einen Nutzen daraus zieht, dass man selbst leidet, ist nicht sonderlich schön… .

x 2 #409


QueenA
Zitat von Sincerite:
Wie meinst du das? Entweder liebe ich, oder nicht. Ein bisschen Liebe kenne ich gar nicht.

@Sincerite

Ich finde es schön, dass du entweder liebst oder nicht liebst.
Mit nicht genug Liebe meinte ich eher die Frage, ob Liebe allein manchmal ausreicht, um eine Beziehung zu tragen.

Ich habe für mich gelernt, dass man einen Menschen durchaus lieben kann und es trotzdem an anderen Dingen scheitert. Zum Beispiel an gemeinsamen Lebenszielen, Verlässlichkeit, Kommunikation, Nähe-Distanz-Bedürfnissen oder schlicht daran, dass zwei Menschen zwar Gefühle füreinander haben, aber nicht wirklich zueinander passen. Deshalb denke ich heute manchmal, dass Liebe wichtig ist, aber nicht immer ausreichend.

x 2 #410


Worrior
Zitat von Sincerite:
Warum?

a) Sie wollen es nicht.
b) Es wird Dir nicht gelingen.
c) Sie werden Dich dafür strafen sobald es keinen Nutzen mehr für die hat.

x 2 #411


QueenA
Zitat von Aiyla:
@QueenA Das ist wunderbar und es ist Dir von Herzen zu gönnen. Jeder wünscht sich ein solches Ende. Aber hier, so denke ich, ist die Rede von etwas ...

@Aiyla
Da hast du vermutlich recht. Meine Geschichte mit FG war da deutlich weniger schmerzhaft. Deshalb schaue ich wahrscheinlich auch anders darauf.

x 3 #412


Aiyla
@QueenA
Du wirst sicherlich in Deiner Arbeit noch über Menschen mit entsprechenden Strukturen "stolpern" und dann vielleicht erahnen können (nur erahnen, weil die professionelle Distanz Dich im Beruflichen schützt) wovon hier die Rede ist...

x 4 #413


Worrior
Zitat von PapaEmeritus:
Weil es ausgenutzt wird. Und je empathischer, loyaler und verständnisvoller du bist, umso mehr wirst du leiden.

🎯👍
Das ist leider so, diese Menschen müssen erst brechen bis sie verstehen.
Sie müssen bereit sein ihr altes "Ich" loszulassen.
Das bedeutet aber auch ihrem Schatten entgegenzutreten.
Das können sie nicht, sie sind zu schwach, es würde sie zerstören.
Meist wollen sie das auch alles gar nicht.
Denn bisher sind sie ja ganz gut damit gefahren und erfahren jede Menge Mitgefühl und Verständnis.

x 2 #414


S
Zitat von PapaEmeritus:
Das wahre Gesicht ist das, was Du bei Anwertung und Schuldumkehr siehst. Da ist aber kein bedürftiges, sich wertlos fühlendes Wesen, sondern jemand, der sich für absolut grandios hält,

Es ist nur ihre Attrappe von einem Menschen, was sie zeigen. Dahinter ist nichts. Kein anderer erwachsener Mensch. Deshalb tun sie alles, damit die Attrappe nicht einstürzt. Das würde eine n.tische Krise bedeuten.


Zitat von PapaEmeritus:
und andere nur als Objekte sieht.

weil sie keine Empathie haben


Zitat von PapaEmeritus:
warum mehr Empathie etc das Verhalten nur noch schlimmer macht? Wenn diese Menschen so verletzt sind, warum bringt dann das typische prosoziale Verhalten nix, sondern macht es nur noch schlimmer? Weil es ausgenutzt wird

Genau, es wird ausgenutzt. Sie suchen sich auch extra empathische Partner. Sie sind innen leer und versuchen die Leere durch die Gefühle der anderen zu füllen. Manche N. sollen dafür auch das Leiden von anderen benutzen. Sie brauchen nur. Sie sind auf dem emotionalen Stand eines Kindes. Das hat auch kein Mitleid mit einem Regenwurm, den es gerade ganz neugierig auseinander nimmt.

Zitat von PapaEmeritus:
Da ist mMn kein verletzter innerer Kern,

Das sehe ich anders. Aber dieser Kern wir versteckt auch vor sich selbst. Deshalb der ganz Überbau. Aber retten kann man nicht. Nur sie selbst. Sie müssten bereit sein, durch die Schmerzen zu gehen und emotional nachzureifen.

Es gibt ja auch unterschiedliche N`s, unterschiedliche Arten und unterschiedliche Ausprägung. Ich weiß nicht, ob ich deine Erfahrung seelisch überlebt hätte.

x 1 #415


Worrior
Zitat von Aiyla:
@Worrior Ein Teil von mir wünscht sich so sehr, dass Du Unrecht hast. Ein anderer Teil von mir versteht genau was Du meinst.

Irgendwie wünsche ich mir sogar selbst ich hätte Unrecht.

x 3 #416


Aiyla
@Worrior
Das habe ich mir fast gedacht 😉

x 2 #417


S
Zitat von PapaEmeritus:
Die Vorstellung, dass der andere Mensch aber vielleicht gar nicht leidet, sondern vielleicht sogar einen Nutzen daraus zieht, dass man selbst leidet, ist nicht sonderlich schön… .

Ja, sie ziehen Nutzen daraus, weil sie nicht alles, so wie wir fühlen. Aber sie leiden an Einsamkeit, an innerer Leere und an dem ständigen Verlassen werden. Einsamkeit entsteht, wenn man mit sich selbst nicht verbunden ist. Allein sein ist nicht einsam sein. Wenn sie verlassen werden, fehlt ihnen ihre Zufuhrquelle. Sie trocknen quasi aus.

#418


S
@QueenA
danke, jetzt verstehe ich dich und ich kann es nachvollziehen. Schade, dass es bei euch so war.

x 1 #419


PapaEmeritus
Diese ganzen Theorien, über die man stolpert, sind ja nur die eine Seite. Es gibt dahingehend aber auch andere Ansätze, die ich persönlich viel überzeugender finde. Ich kann da nur Personen wie Robert Hare, Robert Plonim oder George Simon empfehlen. Letzterer behandelte 30 Jahre lang Menschen, die immer wieder ähnliche Dinge erzählten, das, was wir heute als Gaslighting, Schuldumkehr und Abwertung kennen. Diese Menschen wurden von klassischen Therapeuten oft nicht ernst genommen, da man ihnen selbst Neurosen unterstellte, oder sie würden das Verhalten in ihrem Partner etc „triggern“. Ihm fiel auch auf, dass bei manipulativen Menschen das Suchen nach einer Wunde nur dazu führte, dass diese Menschen in der Therapie die psychologischen Fachbegriffe lernten, um ihr Verhalten im Alltag noch besser zu entschuldigen und ihre Opfer noch geschickter als „unverständnisvoll“ hinzustellen. Er schloss daraus: Diese Menschen leiden nicht, sie lassen andere leiden. Die haben kein Defizit an Einsicht, sondern ein Defizit an sozialer Verantwortung. Er argumentiert, dass viele manipulative Menschen nicht neurotisch sind oder unter Ängsten leiden. Sie kämpfen schlichtweg aktiv und egoistisch um Macht, Dominanz und den eigenen Vorteil. Dass das alles nur Kompensation für ein fragiles Ego ist, oder der Schutz eines verletzten Inneren, wird deswegen so laut postuliert, weil es angenehm ist.

x 2 #420


A


x 4