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Mein Tagebuch als Erinnerung

Aiyla
@Sincerite
Dann gilt es schnell eine neue Quelle der Zufuhr zu finden. Mit den gut ausgebauten/trainierten Strategien gelingt dies oft sehr gut. Erst mit Gebrechen und dem Alter und den damit unwirksamer werdenden Strategien wird es schwerer...

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S
Zitat von Worrior:
Das ist leider so, diese Menschen müssen erst brechen bis sie verstehen.
Sie müssen bereit sein ihr altes "Ich" loszulassen.
Das bedeutet aber auch ihrem Schatten entgegenzutreten.
Das können sie nicht, sie sind zu schwach, es würde sie zerstören.
Meist wollen sie das auch alles gar nicht.
Denn bisher sind sie ja ganz gut damit gefahren und erfahren jede Menge Mitgefühl und Verständnis.

Ja ganz genau. Aber jeder ist erst bereit sich zu hinterfragen und ggfs. sich Hilfe zu suchen, wenn er an seinem persönlichen Tiefpunkt ist. Nur wenn der bisherige Weg nicht mehr funktioniert und schmerzt, ist man bereit sich seinen Urschmerzen zu stellen. Ob sie das zerstören würde, weiß ich nicht. Auf jeden Fall würde es ihr Ego und ihre Attrappe zerstören. Das stimmt, N. möchten sich eigentlich nicht verändern, weil sie sich mit dem "besser als andere zu sein" ganz gut fühlen.

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A


Mein Tagebuch als Erinnerung

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S
Zitat von PapaEmeritus:
Diese Menschen leiden nicht, sie lassen andere leiden. Die haben kein Defizit an Einsicht, sondern ein Defizit an sozialer Verantwortung. Er argumentiert, dass viele manipulative Menschen nicht neurotisch sind oder unter Ängsten leiden. Sie kämpfen schlichtweg aktiv und egoistisch um Macht, Dominanz und den eigenen Vorteil.

Aus meiner Sicht ist die Ursache dafür, die fehlende Empathie. Das wirkliche Mitfühlen würde automatisch solches Verhalten begrenzen. Ist nur meine Meinung.

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S
Zitat von Aiyla:
Dann gilt es schnell eine neue Quelle der Zufuhr zu finden. Mit den gut ausgebauten/trainierten Strategien gelingt dies oft sehr gut. Erst mit Gebrechen und dem Alter und den damit unwirksamer werdenden Strategien wird es schwerer...

sehe ich auch so...

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S
Ich habe ein Video von einem Narzissten in Heilung gesehen. Der sagte, dass unter der Leere bei ihnen die Gefühle seien. Die lernt er jetzt erst alle kennen und versteht jetzt erst, was die anderen Menschen in seiner Umgebung immer so mit einander gemacht haben. Er hatte wohl richtig schlimme Tiefpunkte, Arbeit verloren, Familie verloren und Alk.. Das erst hat ihn dazu gebracht, in Therapie zu gehen.

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PapaEmeritus
@Sincerite

Wie gesagt, du weißt, ich bin da sehr schmerzfrei, es soll jeder glauben, was er will. Nach dem was ich erlebt hab, kann ich es eben nicht so sehen, wie mir manche das erzählen wollen. Und das fällt mir tatsächlich nicht leicht. Ich bin kein misstrauischer oder zynischer Mensch. Im Gegenteil, ich glaube fest ans Gute im Menschen, andernfalls müsste ich mich daheim einschließen. Aber ich glaube eben nicht mehr, dass jeder Mensch gut ist. Und manche verstecken ihre wahren Absichten eben hinter eine Maske aus Empathie, Interesse und Hilfsbereitschaft.

Und wenn Menschen, die gern mal dazu neigen, die Realität zu verdrehen, und sich selbst als Opfer darzustellen, in Therapie irgendetwas davon erzählen, wie sehr sie leiden, wäre ich ganz skeptisch. Aber nur meine Meinung.

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Aiyla
@Sincerite
Empathie wird bei N. als selektives Werkzeug genutzt. Empathiefähigkeit ist vorhanden wird aber instrumentalisiert, d.h. je nach Nutzen an oder ausgeschaltet

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S
Zitat von PapaEmeritus:
Aber ich glaube eben nicht mehr, dass jeder Mensch gut ist. Und manche verstecken ihre wahren Absichten eben hinter eine Maske aus Empathie, Interesse und Hilfsbereitschaft.

Da bin ich bei dir, auch mit meiner Sichtweise. Aber vielleicht brauche ich auch meine Sichtweise, um meine Eltern in Frieden gehen lassen zu können. Zu glauben, dass sie Monster gewesen sind, würde mich zu sehr erschüttern.

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PapaEmeritus
@Sincerite

Du kennst meine Meinung. Wenn dir diese Sichtweise was gibt, freut mich das. Ich hab das in der Familie zum Glück nicht in dieser Schwere erlebt, aber ich kenne Menschen, denen das passiert ist, und die haben teilweise schon in jungen Jahren den Kontakt selbst zu Mutter und/oder Vater abgebrochen.

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S
Zitat von Aiyla:
Empathie wird bei N. als selektives Werkzeug genutzt. Empathiefähigkeit ist vorhanden wird aber instrumentalisiert, d.h. je nach Nutzen an oder ausgeschaltet

Ja ich weiß, und gerade sehe ich das auch bei meiner Mutter. Sie hat mich damit wieder ins Vertrauen geholt, dass sie es doch nur gut meint. Sie hat alles, was sie erkannt hatte und nicht gut war, nicht weiter gegeben. Aber alles hatte sie eben nicht erkannt. Ich denke, dass die Empathie bei N. kognitive Empathie ist. Mein EF hat mich mal mit seiner kognitiven Empathie für einen Kellner nur so zu mir total erstaunt, da konnte ich mit meiner echten Empathie gar nicht mithalten und habe mich sogar geschämt. Er war so perfekt in seinen Beobachtungen.

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S
Wenn die echte Empathie bei einem Gegenüber nicht vorhanden ist, dann hat man keine Chance.

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PapaEmeritus
@Sincerite

Ich habe schon Stimmen gehört, die davon ausgehen, dass bestimmte Persönlichkeitstypen das typische prosoziale Verhalten, von dem wir davon ausgehen, dass jeder Mensch bis zu einem gewissen Maß darüber operiert, nachahmen. Entweder natürlich, oder erlernt. Unabhängig davon, ob das stimmt, oder möglich ist, ist das schon bisl ne gruselige Vorstellung.

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S
@PapaEmeritus
Ja, so was habe ich auch gelesen. Bei meinem EF habe ich erlebt, dass er bei unserem 2. Versuch kaum noch was gesagt hat. Er wollte keine Fehler machen. Ich glaube, er wusste, dass er oft daneben lagt. Scheinbar wollte er uns nicht aufgeben. Hat er aber nicht durchgehalten. Man kann sich nicht durchgehend verstecken. Er war kein offensichtlicher N. Meine Mutter auch nicht.

#433


PapaEmeritus
@Sincerite

Dieses Bild vom offenen manipulativen Menschen dient oft eher der Vereinfachung. Das Problem ist ja nicht nur, was passiert, sondern was eben nicht passiert. Keine Gleichwertigkeit, keine Symmetrie, es wird systematisch verhindert, dass man eine gemeinsame Ebene bekommt. Dazu eben noch die Dinge, die passieren wie Abwertung, Opferrolle usw. Und am Ende weißt du nicht mehr, was passiert und kannst nur ganz schwer artikulieren, was überhaupt mit dir geschieht.
Was mich an diesen ganzen „verletztes Inneres“ Theorien auch so stört ist, dass sie nicht falsifizierbar sind. Der Mensch ist tief im inneren ganz verletzt und traumatisiert. In der Realität zeigt er aber absolut kaltes und destruktives Verhalten. Das zeigt dann nur, wie tief die Verletzung sitzt. So eine Argumentation ist Unsinn. Die kann man weder beweisen noch widerlegen, und ist aus der Theorie entstanden, dass jeder Mensch im Kern irgendwo gut ist. Ich denke eben, dass es diesen Kern nicht gibt.

#434


S
Zitat von PapaEmeritus:
Ich denke eben, dass es diesen Kern nicht gibt.

Vielleicht siehst du das ja auch richtig. Es gibt ja auch unterschiedliche Arten von N. Aber was ich auf jedenfall glaube, ist, dass die fehlende wirkliche Empathie, das fehlende wirkliche Mitfühlen, die Ursache allen Übels ist. Empathie ist Grundlage für Liebe und diese Empathie verhindert bewusstes verletzen, sie ermöglicht echte Reue, sie bremst einen, nur sein eigenes Ding durchzuziehen und sie verhindert dieses Machtgefälle. Meine Empathie reguliert mein Verhalten anderen gegenüber. Wenn sie leiden, dann leide ich auch. Ich will nicht, dass jemand wegen mir leidet. Außer ich kann es nicht ändern, weil ich eine Grenze ziehen muss.

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A


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