Ich weiß, @PapaEmeritus sieht das ganz anders, aber aus meiner Sicht haben sie gar kein Selbstwertgefühl und stattdessen Minderwertigkeitskomplexe, die bei jeder Kleinigkeit, sogar wenn jemand verletzt ist, angetriggert werden. Sie können einfach nicht zugeben, dass sie etwas falsch gemacht haben. Da sie nicht mitfühlen können, sind sie wie ein Elefant im Porzellanladen und verletzen. Aber sie dürfen auf keinen Fall schuld sein, weil dann die Minderwertigkeitskomplexe zu schlagen. Dann geht der Kampf los, mit Gaslighting, mit Schuldumkehr, mit Trotz, mit Schweigen, auch zwar selten mit Lügen, usw. Es ist wie ein Teufelskreis, weil dieses Verhalten wieder verletzt. Sie müssen gewinnen, egal wie. Sogar mit 300 km nach Hause fahren. Vielleicht hätte ich ihn mit dem, was ich heute weiß, erreichen können, weil ich meine Verletzlichkeiten auch heute besser kenne. Aber das fehlende Mitfühlen würde bleiben. Er hat mich sogar gefragt, was er machen soll, weil ich verletzt war. Ich habe es nicht verstanden. Jetzt verstehe ich es aber. Er ist nicht wie wir, er ist und fühlt anders als wir. Er sagte mir auch mal, man müsse immer sich selbst an erste Stelle setzen. Es implizierte, dass ich das auch tun soll. Wenn ich in ordentlichem Ton Grenzen gesetzt habe, hat er sie sofort eingehalten. Er wollte es und hat sich unter Druck gesetzt, nichts falsch zu machen. Er sagte auch mal, das sei wieder dieser eine Teil von ihm gewesen, der auch anders reagiere als andere. Bei meiner Mutter war es auch nicht offensichtlich. Aber jetzt wo ich es weiß, verstehe ich viele Dinge, die ich früher als Kind nicht verstanden habe. Mir wurde meine Wahrnehmung und meine Gefühle ausgeredet. Jede Auseinandersetzung habe ich verloren. Ich wurde mit meinem Inneren gar nicht gesehen. Ich wurde geformt, wie eine Marionette. Sie ist in mich reingekrochen um mich nach ihrem Willen zu verändern. Ich war ihr verlängerter Arm. Ich habe schon vor langer Zeit unbewusst angefangen, Schicht für Schicht ihrer Konditionierungen abzutragen und an deren Stelle meine eigenen Werte zu setzen. Dadurch, dass ich meine Gefühle zugelassen habe, das war ein ziemliches Durcheinander anfangs, hat sich wohl auch mein Empathie entwickelt. Ich merke gerade, wie sauer ich auf mein Schicksal bin. Ich mache meiner Mutter aber keine Vorwürfe mehr, weil ich ihre Geschichte kenne und sie sich auch irgendwann auf dem "Weg" gemacht hat. Leider war sie schon zu alt, um alles zu erkennen. Meine Entwicklung hat leider auch zu spät begonnen, sonst hätte ich heute eine eigene Familie. Ich finde es gerade so brutal, innerlich so verbogen worden zu sein, dass ich gar keinen Kontakt mehr zu meinem eigenen Ich hatte, es sogar selbst unterdrückt habe. Es wird langsam besser. Ich stecke mitten in diesem Prozess, der durch meinen ExF ausgelöst wurde und ich mit meiner Entwicklung so weit bin, das zulassen zu können. Letzt endlich bin ich ihm sogar dankbar dafür. Ich übe jetzt sogar, mich zu behaupten und habe sogar heute meinem Nachbarn eine Grenze gesetzt, noch nicht perfekt, aber ich habe mich zu mindest aufgelehnt. Auch hier im Forum zeige ich mich immer mehr. Zu erst habe ich den Kopf eingezogen, wenn mich jemand erwähnt hat, weil ich vielleicht wieder etwas falsch gemacht habe, aber da stehe ich auch immer besser zu mir. Ich darf ich selbst sein, auch wenn es anderen nicht gefallen sollte. Eigentlich hätte ich diesen Text in meinem Thread schreiben sollen. Tut mir leid, aber es kam jetzt gerade alles hoch in mir.