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Mein Tagebuch als Erinnerung

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Zitat von PapaEmeritus:
bist du quasi mehr oder weniger gezwungen, dich zu entschuldigen.

Dann entschuldige ich mich dafür, dass ich verletzt bin? Ich glaube mittlerweile, dass du ein schlimmeres Ding abbekommen hast als ich. Und ich bin da schon sehr verquer raus gekommen.

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Liv225
Zitat von PapaEmeritus:
@Liv225 Man stößt da auch an Grenzen oder? Einerseits will man Menschen nicht verurteilen, andererseits ist da aber eben die Realität. Und wie ...

Nein, verurteilen wollte ich auch nicht. Da war ja lang das Versuchen mit Verständnis für diesen Menschen da.
Ich habe soo versucht, dahinter zu blicken. Und ihn nicht irgendwie zu titulieren, weil ja jeder seine guten und schlechten Seiten hat.
Also eigentlich!
Diese Menschen wie wir festgestellt haben, aber nicht!

Der Mensch hier konnte schon mal (sehhhr selten) sagen: „Tut mir leid, wir reden jetzt nicht mehr drüber“.

Das ist zum einen aber aufoktruiert, weil quasi bestimmt wird, dass ich dazu nun zu schweigen habe.
Zum anderen… wie @Worrior sagt
… holen sie einen dadurch nur zurück, um dann eine halbe Stunde später genau wieder damit anzufangen.

Und dann glaubt man irgendwann nichts mehr.
Aber es öffnet einem doch endlich nach einiger Zeit die Augen.

x 2 #527


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Mein Tagebuch als Erinnerung

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S
Ich weiß, @PapaEmeritus sieht das ganz anders, aber aus meiner Sicht haben sie gar kein Selbstwertgefühl und stattdessen Minderwertigkeitskomplexe, die bei jeder Kleinigkeit, sogar wenn jemand verletzt ist, angetriggert werden. Sie können einfach nicht zugeben, dass sie etwas falsch gemacht haben. Da sie nicht mitfühlen können, sind sie wie ein Elefant im Porzellanladen und verletzen. Aber sie dürfen auf keinen Fall schuld sein, weil dann die Minderwertigkeitskomplexe zu schlagen. Dann geht der Kampf los, mit Gaslighting, mit Schuldumkehr, mit Trotz, mit Schweigen, auch zwar selten mit Lügen, usw. Es ist wie ein Teufelskreis, weil dieses Verhalten wieder verletzt. Sie müssen gewinnen, egal wie. Sogar mit 300 km nach Hause fahren. Vielleicht hätte ich ihn mit dem, was ich heute weiß, erreichen können, weil ich meine Verletzlichkeiten auch heute besser kenne. Aber das fehlende Mitfühlen würde bleiben. Er hat mich sogar gefragt, was er machen soll, weil ich verletzt war. Ich habe es nicht verstanden. Jetzt verstehe ich es aber. Er ist nicht wie wir, er ist und fühlt anders als wir. Er sagte mir auch mal, man müsse immer sich selbst an erste Stelle setzen. Es implizierte, dass ich das auch tun soll. Wenn ich in ordentlichem Ton Grenzen gesetzt habe, hat er sie sofort eingehalten. Er wollte es und hat sich unter Druck gesetzt, nichts falsch zu machen. Er sagte auch mal, das sei wieder dieser eine Teil von ihm gewesen, der auch anders reagiere als andere. Bei meiner Mutter war es auch nicht offensichtlich. Aber jetzt wo ich es weiß, verstehe ich viele Dinge, die ich früher als Kind nicht verstanden habe. Mir wurde meine Wahrnehmung und meine Gefühle ausgeredet. Jede Auseinandersetzung habe ich verloren. Ich wurde mit meinem Inneren gar nicht gesehen. Ich wurde geformt, wie eine Marionette. Sie ist in mich reingekrochen um mich nach ihrem Willen zu verändern. Ich war ihr verlängerter Arm. Ich habe schon vor langer Zeit unbewusst angefangen, Schicht für Schicht ihrer Konditionierungen abzutragen und an deren Stelle meine eigenen Werte zu setzen. Dadurch, dass ich meine Gefühle zugelassen habe, das war ein ziemliches Durcheinander anfangs, hat sich wohl auch mein Empathie entwickelt. Ich merke gerade, wie sauer ich auf mein Schicksal bin. Ich mache meiner Mutter aber keine Vorwürfe mehr, weil ich ihre Geschichte kenne und sie sich auch irgendwann auf dem "Weg" gemacht hat. Leider war sie schon zu alt, um alles zu erkennen. Meine Entwicklung hat leider auch zu spät begonnen, sonst hätte ich heute eine eigene Familie. Ich finde es gerade so brutal, innerlich so verbogen worden zu sein, dass ich gar keinen Kontakt mehr zu meinem eigenen Ich hatte, es sogar selbst unterdrückt habe. Es wird langsam besser. Ich stecke mitten in diesem Prozess, der durch meinen ExF ausgelöst wurde und ich mit meiner Entwicklung so weit bin, das zulassen zu können. Letzt endlich bin ich ihm sogar dankbar dafür. Ich übe jetzt sogar, mich zu behaupten und habe sogar heute meinem Nachbarn eine Grenze gesetzt, noch nicht perfekt, aber ich habe mich zu mindest aufgelehnt. Auch hier im Forum zeige ich mich immer mehr. Zu erst habe ich den Kopf eingezogen, wenn mich jemand erwähnt hat, weil ich vielleicht wieder etwas falsch gemacht habe, aber da stehe ich auch immer besser zu mir. Ich darf ich selbst sein, auch wenn es anderen nicht gefallen sollte. Eigentlich hätte ich diesen Text in meinem Thread schreiben sollen. Tut mir leid, aber es kam jetzt gerade alles hoch in mir.

x 4 #528


PapaEmeritus
@Sincerite

Genau, das ist leider die Realität in solchen Dynamiken. Diese Menschen üben so einen Druck auf dich aus, dass die Gefahr groß ist, dass du deine Grenzen zurücknimmst und dich entschuldigst, oder irgendwann gehst. Ich hab mich irgendwann dazu entschieden, zu gehen.

Ich kenne deine Meinung, und du weißt, dass ich sie akzeptiere, auch wenn ich es anders sehe 😆
Diese Menschen fühlen sich wirklich grandios, überlegen etc. Kritik wird dann als direkter Angriff erlebt, und muss niedergeschlagen werden. Hinter dieser Grandiosität sitzt aber kein verängstigtes, verletztes Kind, sondern nix. Diese Grandiosität und Anspruchshaltung ist also nicht da, um etwas zu kompensieren oder zu schützen, sondern um etwas zu ersetzen.

#529


PapaEmeritus
Zitat von Liv225:
Ich habe soo versucht, dahinter zu blicken



Meiner Meinung nach gibt es kein dahinter.

#530


Liv225
Zitat von Liv225:
Diese Menschen wie wir festgestellt haben, aber nicht

@PapaEmeritus
Ja, stand da auch ^^

#531


PapaEmeritus
@Liv225

Richtig. Das kommt raus, wenn man nur mit einem Auge liest, und auf dem Auge auch noch blind ist. Ich dachte nämlich, ich bin alleine mit dieser Meinung…

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Liv225
@PapaEmeritus
🙂🙂
Nicht schlimm, ich wollte es nur nochmal klarstellen.

x 1 #533


PapaEmeritus
@Liv225

Danke 🙃 Mal schauen, ich hoffe ja, dass es mir zum „Jahrestag“ nochmal ne ganze Ecke besser geht, das wäre dann so in 2 Monaten.

x 2 #534


Liv225
@PapaEmeritus

Der Jahrestag zur Trennung?
-Das war hier eher schleichend mit immer weniger Kontakt.


Auf jeden Fall wird es Dir besser gehen.
Denk doch mal: ein ganzes Jahr ohne „Rückfall“ und bei Dir geblieben.

#535


S
Zitat von PapaEmeritus:
ich hoffe ja, dass es mir zum „Jahrestag“ nochmal ne ganze Ecke besser geht, das wäre dann so in 2 Monaten.

Am besten machst du ab jetzt 2 Monate Partie Zwinkerndes Gesicht So geht die Zeit schneller rum Zwinkerndes Gesicht

#536


PapaEmeritus
@Sincerite

Ich bin ein sehr introvertierter Mensch, ich geh nicht auf Parties 😆😆😆 ich hab ne Konzertfreundin, paar Kumpels und meine Famile, das war’s.

@Liv225

Ich hatte tatsächlich eigentlich keinen einzigen Rückfall, wo ich von mir aus den Kontakt gesucht habe. Der Mensch hat es noch 1 mal versucht, war erstmal wieder nett. Da wusste ich aber bis zu einem gewissen Maß schon, was passiert. Trotzdem bin ich nochmal kurz wieder drauf eingegangen, weil die Worte wieder die netten Worte vom Anfang waren, aber es war irgendwie nix mehr nettes dahinter, sondern der Mensch wollte mich wieder in diese quälende Schwebe ziehen, die du ja sicher auch kennst. Und da hab ich das dann nach einer Weile beendet.

#537


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Zitat von PapaEmeritus:
Ich bin ein sehr introvertierter Mensch, ich geh nicht auf Parties ich hab ne Konzertfreundin, paar Kumpels und meine Famile, das war’s.

Das muss ja nicht so bleiben Zwinkerndes Gesicht

x 1 #538


PapaEmeritus
@Sincerite

Introversion ist ein stabiler Trait, den verändert man nicht 😆

x 1 #539


Liv225
@PapaEmeritus
Ruhiger ist gut. Finde ich…
Lieber Qualität, als „lauter Rummel“.


Sehr cool.
Und wenn Du antworten kannst ohne Dich zurückholen zu lassen, dann hast Du vielleicht noch manche Gedanken, die Du noch ordnest, wie Du geschrieben hast.
Aber ansonsten bist Du „save“.

Und das ist doch ein tolles Gefühl.

#540


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