Lena M.
Gast
bin heute wieder ein bisschen gefasster. Trotzdem denke ich permanent darüber nach: Kann es wirklich sein, dass er einfach bei seiner Meinung bleibt?
Wir sind vor 5 Monaten zusammengezogen. Das "Problem" mit unterschiedlichen Nähebedürfnis/Prioritäten/Zukunftsvorstellungen war uns bekannt, schon einmal hatten wir nach 8 Monaten eine kritische Zeit und beinahe-Trennung. Aber wir sind auf seinen Willen hin zusammengezogen, waren optimistisch. Er meinte, dass er beim Zusammenziehen noch an alles geglaubt hat, ihm scheinbar aber jetzt was an Gefühlen fehlt. Dass er es aber in "schlechteren" Phasen einfach verdrängt hat, weil es auch immer wieder gute Momente gab. Dass ein weiterer Versuch nur ein Aufschieben der wirklichen Trennung wäre, dass er sicher ist, dass wir beide Partner finden, die besser zu dem passen, was wir uns wünschen. Dass er die Entscheidung nicht nur für sich, sondern auch für mich getroffen hat.
Verdammte schei., er wirkt eifnach so sicher! Ok, er sagt, klar hat er Restzweifel (aber die gebe es wohl immer) und es sei ihm alles andere als leicht gefallen, aber er weiß doch, dass es richtig war.
Manchmal kommt trotz so deutlicher Worte doch noch die Hoffnung durch, dass er es sich einfach leichter machen will dadurch. Dass er klare Ansagen macht, um keine Zweifel (auch für ihn) zu lassen. Aber wie kann ich denn ernsthaft nach den Worten noch hoffen? Es tut so weh, das zu schreiben, weil es mir bewusst macht, wie klar durchdacht die Entscheidung ist.
Es wird mir hier jetzt wohl niemand sagen, dass das auch "Selbstschutz" für ihn sein könnte und er still für sich doch noch u.U. an der Entscheidung zweifelt...?
) endgültig vorbei ist. Das Loch, das sich Hoffnung nennt, wird so sehr zugemauert, dass ich kaum noch etwas sehen kann. Und trotzdem, hab ich den Eindruck, sucht sich die Psyche - wenn sie will!- immer und immer wieder die kleinsten möglichen Schlupflöcher, um sich in dir breit zu machen.

Ein Bekannter von mir hat sich vor 2 Wochen von seiner Freundin getrennt und dann versucht um zu bringen um dann von ihr gefunden zu werden --> da ist mir zum ersten Mal aufgefallen dass ich eigentlich ganz gut damit umgehe, auch wenn das natürlich das negativste Beispiel von Depression nach der Trennung ist.