kuddel7591
Gast
Zitat von Ricky:Zitat von kuddel7591:Es geht um Verantwortlichkeit - und mit "hätte, könnte, würde, wäre" ist niemandem gedient, der jeweiligen Verantwortung gerecht zu werden - ob sich selbst oder anderen Menschen gegenüber. Dass etwas "so sein KANN", nutzt auch niemandem! Was die breite Masse macht oder nicht macht, ist auch irrelevant.
Ob jemand seinen Partner mit jemand anderem teilen kann - nicht was auf Basis einer Freundschaft beruht - muss jeder mit sich und ggf. mit dem Partner ausmachen. ICH werde nicht mehr teilen...das hat mich "meine" Affäre gelehrt - die Affäre an sich, NICHT die AF!
Natürlich hat das was damit zu tun. Mal kurz das Wort "Verantwortung" in den Raum zu werfen, hilft da herzlich wenig. "Verantwortung" bedeutet nämlich erstmal per definitionem "Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass (innerhalb eines bestimmten Rahmens) alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht".
Was aber das "Notwendige" und noch viel wichtiger das "Richtige" ist, ist bei jedermann und jederfrau anders definiert. Damit beginnt dein Satz längst zu wackeln. Da kanns Du noch so viel "in Anführungszeichen setzen", noch so sehr GROß SCHREIBEN und noch so sehr am Ende Ausrufezeichen setzen!Zitat:Was eigene Prinzipien angeht, wird das "Maß" sehr unterschiedlich sein. Wer lose damit umgehen will, wer es NICHT schafft, lose damit umzugehen - sich der jeweiligen Verantwortung und möglichen Konsequenzen sich und anderen gegenüber bewusst zu sein/zu werden, verbirgt sich dahinter.
Eigene Verantwortung hängt immer von eigenen Prinzipien ab. Und die sind komplett anders besetzt. Du hast ganz andere Prinzipien als ich. Du trägst vermutlich auch ne andere Veranwortung als ich.Zitat:Was Ideologien - auf Dinge dieses Forum bezogen - angeht ...wer den eigenen folgt, weil sie bisher als hilfreich angesehen wurden, wird evtl. wieder zu ihnen zurückkehren und sich dann wohl kaum noch mal von ihnen "verabschieden" wollen...es sei denn, es sind notorische Fremdgänger/innen.
Das hieße in Deinen Augen also als Beispiel: Ein/e Mann/Frau geht fremd, merkt aber, dass es doch ein Fehler war, weil Spaß nur im Vordergrund war. Man geht zurück in die Beziehung, aber nach fünf Jahren fehlt immer noch was. Man trennt sich aus Angst nicht, geht also nochmal fremd. Damit ist man dann "notorische/e Fremdgänger/in"?
Diese Form der Reflektion haben diverse Menschen einfach gar nicht.Zitat:Natürlich können konträre Ideologien "trennen"...muss aber nicht unbedingt eine Folge sein.
Klar... Träume können Verbindendes sein. Aber ob Ängste Verbindendes bedeuten können?
Das war ein Sprichwort das BeinHart hier anführte des Dramatikers Eugen Ionescu. Für dieses Zitat muss man den Zeitraum des Nationalsozialsmus mitbedenken, um den es u.a. ging, wenngleich er meinte, es gehe um generell Massenbewegungen. Ängste verbinden Menschen sogar sehr eindeutig, ansonsten gäbe es die AfD-Wähler und Pegida-Strömer etc. gar nicht.
@ Ricky
nochmals...meine Einstellungen, meine Auffassungen, meine "Ideologien" sind evtl. nicht kompatibel.... wie Deine auch nicht kompatibel sein müssen. Das ist auch GUT so....weil wir sonst einen "Einheitsbrei" rühren würden.
Ob meine Einstellungen, meine Auffassungen, meine Ideologien für Dich oder andere Menschen wackeln oder nicht, damit komme ich klar
Es geht in diesem Forum darum, die Dinge zu diskutieren, die Frau/Mann wichtig erscheinen. Dass nicht bis ins Allerletzte alles ausdiskutiert werden kann, liegt auf der Hand. Es sollte ausreichend sein, dass sich die Leser/innen ggf. Gedanken machen über das, was ihnen wichtig erscheint.
Ob jemand etwas reflektiert oder nicht, ob jemand dazu in der Lage ist oder nicht - das wird
jede/r mit sich selbst ausmachen.
"Ideologien trennen uns, Träume und Ängste verbinden uns" - ein Thema, was ganz sicher
weitreichendere Bedeutung hat...aber auf politische Ebenen / gesellschaftliche Ebenen übertragen, ist das eher ein OFF-Topic-Thema....
