Hey Jogi, ja das ist ein sch. Gefühl, dass kennen viele von uns. Aber es ist richtig, jetzt wieder das Steuer in die Hand zu bekommen und das zahlt sich aus. Bzgl. irgendwelcher "Kürzungen" beim Unterhalt etc. würde ich abwinken. Das mag in Einzelfällen in hochstrittigen Scheidungen gehen, der Regelfall ist es nicht. Wenn man einen teuren Rosenkrieg vermeiden kann, sollte man das tun. Daher auch die Scheidungsfolgenvereinbarung. Damit seid ihr - dank der Bindungswirkung vor Gericht - innerhalb von 15 Minuten geschieden. Weil es einfach nichts zum Streiten gibt. Der Richter trägt den Sachverhalt, stellt vielleicht noch 1 - 2 Fragen seit wann ihr getrennt seid und dann wird der Beschluss verkündet. Fertig.
In vielen Forenbeiträgen von hochstrittigen Trennungen kann man nachverfolgen, dass viele Demnächst Ex-Frauen in der Trennungszeit sehr wankelmütig werden. Was heute noch als fest versprochen gilt, wird morgen wieder mit einer Wutrede aufgekündigt. Deshalb wichtig sie jetzt so schnell wie möglich zum Abschluss zu bekommen. Oftmals sind dann langwierige Trennungsmediationen notwendig, nur um dann wieder nur auf den Minimalkonsens zu kommen.
Da Du Schützenkönig werden willst, scheinst Du auch nicht unvermögend zu sein. Und lass Dir versichert sein: Hier wird Deine Nochfrau aktiv werden, um sich ein großes Stück des Kuchens abzuschneiden. Auch wenn Du gut verdienst, wirst Du hier noch manchmal die Faust in der Tasche ballen. Denn das Deutsche Familienrecht ist für Männer nicht sehr vorteilhaft und macht sie sehr oft einfach nur zu Zahleseln.
Deine Nochfrau kann übrigens bis zu 2 Jahren mit Spasstoni zusammenleben, bevor es den Trennungsunterhalt verwirkt. Auch das wird sehr oft ausgenutzt. Du solltest - sollte dies eintreten - Deinen RA darauf ansprechen, ob es hier schon neue Rechtsprechung gibt. Denn in diese Falle laufen viele Ex-Frauen gerne, da man ja "die große Liebe jetzt im gemeinsamen Haus" leben will. Und das wirkt sich halt aus

.
Ich kann Dir nur raten, Dich weiter um Dich und die Kinder zu kümmern. Sport machen, Aktivitäten wahrnehmen und weiter souverän bleiben. Keine Bettelei, keine Briefe. Auch wenn man genau diese Dinge tun will wenn man Abends allein im Wohnzimmer sitzt und der Mensch den man so gut kannte, allein die Treppe zum Schlafzimmer hochgeht und man dann dort die Tür ins Schloss fallen hört.