robertbariton
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Zitat von Bloodyheart:Hallo Robert, ich sitze hier und habe vor einer guten Stunde deine Geschichte gelesen und mich seitdem durch die Kommentare hier gewühlt. Obwohl ich eigentlich schon längst mit meiner Tagesplanung hinterherhinke wollte ich dir trotzdem unbedingt schreiben, denn beim Lesen habe ich deinen Schmerz immer wieder gespürt und es hat mich innerlich fast zerrissen. Es tut so weh so viel in einer Beziehung zu geben und dann im Nachhinein da zu sitzen, alleine, zu reflektieren was schief gelaufen ist und dabei fest zu stellen, dass die andere Person einen wohl nie so sehr geliebt hat wie ...
Vielen Dank für deinen Beitrag! Du scheinst nachvollziehen zu können was ich fühle... wie einige andere hier auch! Ja, ich muss mir jeden Tag vor Augen halten was wirklich alles gewesen ist und aufpassen dass ich nichts schön rede....
Ich gebe mir an vielem die Schuld... Ich kann manchmal auch launisch sein... bin selbst manchmal total unsicher... und da wäre es schön jemand zu haben der einem die Sicherheit vermittelt... die man manchmal für sich nicht aufbringen kann... Mein Therapeut sagt berechtigterweise dass zu einem Streit immer 2 gehören... und dass nicht ich die ganze Schuld trage...
Als meine Ex hier zu mir zog.... mahnten alle meine Verwandten, "Robert" jetzt pass auf das Mädchen auf... sie hat alles für dich aufgegeben... nur um bei dir zu sein... und seit diesem Augenblick habe ich mich verantwortlich gefühlt... verantwortlich dafür dass es dem Pferd gut geht, verantwortlich dass es ihr gut geht! Ich sah mich immer als Gastgeber... und ich war so wahnsinnig aufgeregt als wir damals mit dem Pferd im Hänger über 6 Stunden hierher gefahren sind. Ich bin zwar schon mit Hänger gefahren aber mit einem Pferd ist das eine sehr aufregende Angelegenheit. Ich war so froh und stolz dass ich das geschafft hatte...hatte von Anfang an gefühlsmäßig so viel investiert...bin immer wieder aus meiner persönlichen Komfortzone gekommen um alles "Gut und richtig" zu machen.
Immer wenn Gedanken an die Vergangenheit kommen, fange ich mittlerweile an zu rechnen. Das hilft etwas. Aber auch wenn die Gedanken dann kurzfristig verschwinden... bleibt dieses schreckliche Gefühl... sie ist bei jemand anderem... schreibt ihm süße Liebesnachrichten... sie lächelt IHN an... sie konnte so süß lächeln... ich war so total stolz auf sie wenn sie abends (in den guten 1,5 Jahren) vom Stall heimkam und mir erzählte was sie alles mit ihrem Pferd erreicht hatte... wie schön es war... und wie gut sie sich fühle...
Kennt jemand das Lied aus Aschenbrödel? Das hatten wir zu unserem Lied erklärt... und plötzlich höre ich es überall im Radio... im Chor singen wir dieses Lieg derzeit ständig...
Alles scheint irgendwie daran zu erinnern....
Ich fahre immernoch jeden Abend Fahrrad und das hilft mir... aber ich bekomme diese Schuldgefühle nicht weg... und ich sitze manchmal da und wünschte mir ich könnte sie nur noch ein einziges mal umarmen... sie festhalten...
wie ein Süchtiger...