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Meine Gedankenfundkiste

Stella31
Zitat von Hypatia:
Dann werte ich mich selbst ab, um nicht wieder einzutauchen, dabei kenne ich die Antwort: Selbstfürsorge statt Abwertung. So einfach. So klar für jemanden von außen.

Kenne ich gut!
Selbstfürsorge hört sich so toll an und ist in manchen Situationen so schwer zu verfolgen.
Es ist so leicht im Außen zu sein, anstatt bei sich!

Zitat von Hypatia:
Ich glaube, das war der schwerste Entzug. Keine Resonanz mehr. Ich will gar nicht darüber reden, was das innerlich für mich heißt. Aber auch das führt zu: ich will zurück

Interessanter Gedanke!
Ich denke oft, dass mir Nähe fehlt, Zärtlichkeit, miteinander reden, lachen, planen, lieben.
Alleine Resonanz schon zu vermissen, ist ja irgendwie verständlich und traurig zugleich.

• x 1 #61


Hypatia
Zitat von Stella31:
Alleine Resonanz schon zu vermissen, ist ja irgendwie verständlich und traurig zugleich.

Ja, über die Traurigkeit hinter diesem Gedanken habe ich auch schon nachgedacht. Bin ich jetzt so bedürftig 😄? Aber nein, das ist es nicht. Ich glaube es ist etwas völlig Natürliches. Menschen verkümmern ohne Resonanz. Vielleicht wäre auch soziale Interaktion ein anderer Begriff.

Also jetzt mal so dahin gesagt, ohne zu wissen was für dich der traurige Gedanke daran ist.

• x 1 #62


A


Meine Gedankenfundkiste

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Stella31
Zitat von Hypatia:
Also jetzt mal so dahin gesagt, ohne zu wissen was für dich der traurige Gedanke daran ist.

Mein Gedanke dahinter ist Einsamkeit, die sich bei mir immer wieder breit macht, wenn ich mir bewusst mache, ohne Partner zu sein.
Das Gefühl, da ist einfach niemand zuhause, der sich für mich interessiert.
Obwohl ich mehrere Menschen habe, die sich sehr für mich interessieren, aber es ist nicht dasselbe.
Alleine morgens eine liebe Nachricht zu bekommen, fehlt.
Und da gibt's noch so viel mehr.

• x 1 #63


Hypatia
Zitat von Stella31:
Mein Gedanke dahinter ist Einsamkeit, die sich bei mir immer wieder breit macht, wenn ich mir bewusst mache, ohne Partner zu sein. Das Gefühl, da ...

Ohja. Ja. Das verstehe ich. Einsamkeit kann sehr belastend sein. Wobei ich ja in meinem Eingangspost schrieb ich wäre nicht einsam. Aber allein schon, dann und wann. Aber eben mehr im Sinne von verlassen.

Manchmal denke ich über Menschen nach, die das als Lebensweg wählen. Also Mönche oder Einsiedler. Aber auch die füllen ihr Herz anders. Mit Gott/Buddah/Gemeinschaft/Arbeit/etc. . Aber ich glaube der Unterschied ist die Entscheidung. Wenn man aber gar nicht ohne Partner sein möchte, dann ist das halt schwer. Weil Selbstliebe allein nunmal keinen Menschen ersetzt.

Datest du? Oder suchst du aktiv? Du musst natürlich nicht antworten.

• x 1 #64


Hypatia
Und ja: ich vermisse die Guten-Morgen-Nachrichten. Ich habe sie geliebt.

• x 1 #65


Stella31
Zitat von Hypatia:
Wenn man aber gar nicht ohne Partner sein möchte, dann ist das halt schwer. Weil Selbstliebe allein nunmal keinen Menschen ersetzt.

🎯


Zitat von Hypatia:
Datest du? Oder suchst du aktiv?

Zur Zeit nicht, weil ich absolut genervt bin von den Datingapps.
Da tummeln sich überwältigend viele Gruseltypen.
Ich mache lieber per Freizeitapps die Dinge, die mich interessieren.
Wenn das mal jemand bei ist, der mich interessiert, kann man sich auch treffen.
Aber siehe meinen Post in "was denkst du gerade" habe ich grad heute auch da mal wieder negative Erfahrungen gemacht.

• x 2 #66


Hypatia
Diese Woche war ja besonders auf der Arbeit. Die Situation hat ziemlich viele Menschen aufgewühlt. Ich selbst war mit einem Kollegen essen und natürlich war das ein Thema. Eigentlich dachte ich, ich hätte das sehr gut unter Kontrolle und man merkt das nicht so. Aber plötzlich schaut er mich an und sagt: du siehst traurig aus. Was beschäftigt dich?

Ich habe viele nette Kollegen und nein, ich kann meine Gefühle nicht immer gut verstecken. Allerdings habe ich auch gelernt, dass es mich krank macht, wenn ich es tue. Ich persönlich, schätze auch Menschen, die sie auch ausdrücken können, ohne Vorwurf, fast sachlich. Ich versuche das mittlerweile auch und habe sehr, sehr gute Erfahrungen damit.

Aber er hat etwas getan, was ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Er hat mich gelesen. Wie ein Buch. Und das was er nicht verstanden hat, hat er erfragt. Entspannt. Zugewandt. Interessiert. Als wüsste er genau was ich brauche. Das war absolute emotionale Souveränität.

Keine Ahnung. Das war meine Begegnung der Woche. Und auch wenn wir sonst nur blödeln, bleibt mir das im Gedächtnis. Ich hatte ihn unterschätzt.

• x 2 #67


Hypatia
Oh diese Wellen. Diese fürchterlichen Wellen.

Da bin ich endlich im Einklang mit mir. Ich kann auch sehen, welche Bedürfnisse ihn getrieben haben könnten. Ich werde fast versöhnlich. Aber dann kommt etwas anderes. Etwas, das ich früher oft hatte, aber die letzten 5 Monate ganz wenig. Da dominierte eher tiefe Traurigkeit und Abwertung meiner selbst. Doch jetzt ist da Wut. Nicht mehr gegen mich, sondern gegen ihn. Und die einfache Frage, die in meinem Kopf tönt, lautet: Benimmt man sich so? Tut man das, wenn man Wert auf Höflichkeit legt? Ist Fairness nicht ein Teil davon? Und die Bedürfnisse des anderen? Gelten hier andere Regeln? Wo sind Integrität und Authentizität hin, wenn es etwas kostet?

Aber was verschwende ich meine Energie daran. An etwas, das an Unhöflichkeit schwer zu überbieten ist. Whatever. Und ja, ich finde, ich habe das einfach nicht verdient.

Ich brauche eindeutig mehr Hobbies 🙄. Ich hab angefangen ein Buch zu schreiben. Das wäre doch wirklich sinnvoller, als diese blöde Ambivalenz für jemanden lösen zu wollen, der seinen Weg halt anders wählt. Nicht mehr mein B.ier und nicht nur mein Verlust. So long, and thanks for all the fish. #42

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