Zitat von Lug:Wie lange läuft eure dreier Beziehung schon? Was sagen denn die Kinder und Freunde dazu? Wahrscheinlich ist das schon ganz normal dass er zwei Frauen hat und immer abwechselnd bei einer wohnt und mit der anderen was hat.
es sind fast 5 Jahre, die Familie, Freunde sagen zu dem hin und her nichts, freuen sich aber mit ihm, dass er offensichtlich mit mir glücklich scheint. Es weiß ja keiner, dass er sich immer wieder mit der EF trifft, so wie keiner wußte, dass er sich mit mir traf, als er bei EF wohnte, wie gesagt , er redet da nicht viel, er vertraut sich auch keinem an
Zitat:Wieviele Jahre ist das schon so? Wenn man das lange genug macht ist das normal. Naja natürlich musst du dir Sorgen machen. Du weisst aus Erfahrung mit ihm dass er da wieder anbandelt mit der Frau und ihr bald wieder die Plätze tauscht. Das Problem ist ja dass er euch beide haben will und er wird auf keine von beiden freiwillig verzichten.
funf Jahre sind eine lange Zeit und eigentlich hätte ich den 2. Versuch gar nicht starten sollen, weiß ich jetzt, und kann nicht erklären, warum ich es getan habe
Zitat von Blanca:Und was für eine Konsequenz ziehst Du aus diesem Nichtwissen?
ich habe schlicht und ergreifend darüber nicht nachgedacht, erst jetzt wird mir alles klar und ich begreife nicht, was ich da all die Jahre gehofft, gelebt, getan habe.

Konsequenz wäre schon längst gewesen, zu gehen.
mir wird bewußt, dass er sich eigentlich nie wirklich für mich entschieden hat. wir sind beim ersten mal nur zusammen gezogen, weil seine EF ausgezogen ist und er die große Wohnung nicht allein halten konnte, er wollte aber auch nicht allein wohnen, was jetzt im Nachhinein die bessere Variante gewesen wäre, man sich langsam besser kennengelernt hätte, um zu sehen, ob es funktionieren kann. So aber sind wir, beide mit langen Ehejahren vorher zusammen gezogen und es stellte sich auch schnell heraus, dass es nicht gut funktionierte, jeder hatte seine Vorstellung vom Zusammenleben, wir waren da ja schon keine 22 mehr.
und beim zweiten mal war es nicht anders, er kam zu mir, weil seine EF wieder ausgezogen war und die Wohnung zu groß war und hat mich mit Versprechungen und Beteuerungen und Liebe überschüttet.
Und dann ist alles in die Schlabberbahn gerutscht, in der wir jetzt dahindümpeln, eigentlich leben wir nur ein schönes ruhiges Alltagsleben, kochen schön zusammen, gehen in den Garten, gehen mal einkaufen, besuchen Verwandtschaft und hören mal zusammen Musik, ab und zu mal eine kleine Fahrradtour...sonst nichts. Mir fällt immer mehr auf, dass es sonst nichts gibt. Ich habe immer mal Vorschläge gemacht, was wir zusammen tun könnten, dafür hatte er meist keine Lust, machen wir ein ander mal, sagt er oder meint, ist nicht schlimm, gehst alleine hin. Ich merke, dass mir das nicht reicht, ich stecke oft zurück, wenn ich merke, dass er etwas nicht mag, was ich aber gern tue, dann lass ich es und so lebe ich eigentlich gar nicht mein Leben, sondern ... keine Ahnung welches, nicht meins. Manchmal hab ich das Gefühl, ich habe den Platz seiner Frau eingenommen. Nein, das will ich nicht mehr.
Es passt einfach nicht. Ja, ich muss meinen Weg gehen, mein Leben leben und das geht nicht mit ihm, bei vielem was ich tue denke ich darüber nach, wie es für ihn am besten ist und passe mich an. Wie hier schon jemand schrieb, ich sage oft ja, obwohl ich eigentlich nein rufen möchte. Mir ist klar, dass ich gehen muss, darum schrieb ich im Titel schon "...und jetzt suche ich das Ende".
Es ist schwer etwas Gewohntes zu verlassen, ja, dieses Alltags-dahingeplätscher ist angenehm, bequem, aber füllt mich nicht aus und macht mich unterschwellig unzufrieden. Das was wir gemeinsam haben, das was passt, reicht nicht für eine dauerhafte Beziehung und schon gar nicht, wenn ich das Vertrauen nicht haben kann, dass er offenund ehrlich zu mir ist.
Ich werde mit ihm reden und hoffe, dass wir zu einer vernünftigen Lösung kommen. Das wird schwer, weil ich ja beim ersten Zusammenleben schon versucht habe mit ihm Gespräche zu führen. Das war anstrengend, weil er meist geschwiegen hat, raus gegangen ist oder sich herausgeredet hat. Vielleicht ist jetzt ein Gespräch auf Augenhöhe möglich, ist ja bißchen Zeit vergangen.