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Meine letzte Beziehung und wieso tut es weh

PapaEmeritus
@Sincerite

Ich denke, dass die Situation hier eben genau andersherum dargestellt wird. Du sprichst ein Problem an, wirst darauf hin selbst zum Problem gemacht, und kannst reden, erklären, rechtfertigen, dich, entschuldigen wie du willst, es ändert nix.

Ich hab in meinem Fall zb NIe eine Entschuldigung bekommen, nicht mal eine „falsche“.

Und zwecks deinem letzten Satz mit dem „absichtlich verletzen“ sage ich mir immer: Wenn ein Mensch dir zeigt, wie er ist, glaube ihm beim ersten Mal.

x 1 #136


S
@PapaEmeritus
Ich verstehe, was du meinst. Deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass es wahrscheinlich nichts mit dieser Geschichte zu tun hat. Aber vielleicht ja doch. Wenn man sich für alles entschuldigen muss, dann steht man vermutlich nicht mehr hinter jeder Entschuldigung. Egal. Ich habe mit leeren Worthülsen sowieso ein Ding am Laufen Zwinkerndes Gesicht

x 1 #137


A


Meine letzte Beziehung und wieso tut es weh

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A
@den4iiik Ich hab, wenn ich deine Zeilen lese, wirklich dauernd den Austro-Pop- Klassiker „Blume vom Gemeindebau“ von Ambros im Ohr.

Und da heißts an einer Stelle - in der Originalversion: „Kann die Alte wirklich so gut bla…?“

„Bitte bitte lass mich net so knien, ich kann ja nicht meinen guten Ruf verlieren.“ 😅 Trallalla

Und da gehts nur um eine schöne Maid - und nicht darum: „Ich schlage mein sechsjähriges Kind mit dem Gürtel.“…

OIDA. Was reitet dich denn da bei dem Rabenviech?

#138


PapaEmeritus
@Sincerite

Ich bin ja der Meinung, wenn man sich dafür entschuldigen muss, dass man eigenen Wünsche, Vorstellungen, Ansprüche an Respekt usw hat, nur damit mein Gegenüber mich wieder lieb hat, dann sollte man sich umdrehen und davon laufen. Das wäre auch mein Rat an den TE. Sowas geht nie gut aus. Und man muss das auch nicht dutzende Male erlebt haben. Ich greif auch nicht 37 Mal auf heiße Herdplatte, um zu erfahren, dass es wehtut.

x 1 #139


S
@PapaEmeritus
Da stimme ich dir zu. Aber warum entschuldige ich mich für Dinge, die keiner Entschuldigung bedürfen? Mich entschuldigen, damit ich wieder lieb gehabt werde, mache ich nicht. Das, was ich sage, meine ich auch. Das was ich kann, ist: ich sehe jetzt zwar keinen Fehler bei mir, aber es tut mir leid, dass du dich verletzt fühlst oder warum verletzen dich meine Bedürfnisse....Aber ich weiß, mit solchen Menschen, die du meinst, hätte so etwas sowieso keinen Sinn.

x 1 #140


PapaEmeritus
@Sincerite

Bin ich absolut bei dir. Aber in bestimmten Dynamiken wirst du eben teilweise so unter Druck gesetzt, dass du dich dann entschuldigst, damit zB das Schweigen oder das Abwerten aufhört, weil du hast den Menschen ja als absolut liebenswert kennengelernt. Das ist oft das Problem, und wahrscheinlich war es auch eins der Probleme des TE. Du musst eben nur den Zeitpunkt finden, auszusteigen. Und das ist nach dem ersten Durchlauf. Leider scheitern da viele und bleiben hängen.

x 1 #141


S
@PapaEmeritus
Wenn so ein Sog entsteht, dass man meint, sich für etwas entschuldigen zu müssen, ohne dass man Schuld hatte, dann ist vermutlich bei dem Gegenüber eine Opfertaktik, die auch unbewusst ablaufen kann.

#142


D
Nur in diesem Zusammenhang habe ich mich damals automatisch entschuldigt, obwohl ich aus meiner Sicht niemals die Absicht hatte, ihr in irgendeiner Weise weh zu tun. Ich konnte die ständigen Beleidigungen und Respektlosigkeiten einfach nicht mehr ertragen. Am Ende entschuldigte ich mich sogar dafür, meine eigenen Grenzen zu haben, weil diese für sie offenbar nicht akzeptabel waren.

Jedes Mal, wenn sie mich beleidigte oder anschrie, geriet ich in einen Verteidigungs- oder Rechtfertigungsmodus. Dabei konnte ich keine Reue dafür empfinden, dass ich zu meiner Familie und den Kindern meines besten Freundes stehen wollte. Einen ganzen Monat lang musste ich meine Entscheidung, dorthin zu fahren, immer wieder rechtfertigen und stundenlang erklären. Doch all diese Erklärungen waren bedeutungslos. Aus ihrer Sicht war jede meiner Handlungen ein Angriff gegen sie.

Es folgten Drohungen und Beleidigungen, während ich immer wieder um Verständnis bat. Gleichzeitig wusste ich ganz genau: Wenn ich mich diesmal nicht durchsetze, werde ich mich selbst völlig verlieren. Für sie löste meine Entscheidung angeblich Schmerz, Wut und Hass aus. Einen solchen Hass, wie ich ihn damals von ihr erlebt habe, hatte ich zuvor noch nie gesehen.

Es hatte mir bereits gereicht, meine Familie ihretwegen anzulügen und wegen angeblicher Bauchschmerzen mehreren Familienfeiern fernzubleiben, nur weil sie es auf keinen Fall wollte. Nun erwartete sie erneut, dass ich dasselbe tue – oder sie um jeden Preis mitnehme. Und trotzdem entschuldigte ich mich immer wieder dafür, dass ich ihr angeblich wehtat, obwohl ich ihr niemals bewusst Schmerz zufügen wollte.

Sie schwor mir damals, dass ich irgendwann auf Knien zu ihr zurückkommen und Reue für meine Entscheidung zeigen würde. Doch das tat ich nicht. Deshalb wurde meine Entscheidung in ihren Augen zu einer Entscheidung gegen sie. Sie sagte sogar, dass sich niemand gegen sie entscheiden dürfe, weil dieser Mensch dann keinen Platz mehr in ihrem Leben hätte.

Niemals hätte ich gedacht, dass sie so weit gehen würde. Noch weniger hätte ich erwartet, dass sie wegen eines einzigen „Nein“ so schnell jemand Neues in ihrem Leben haben würde. Doch selbst die Trennung schien ihr nicht zu genügen. Danach hatte ich oft das Gefühl, dass sie sich an meinem Leid, meinem Hinterherlaufen und meinem Versuch, die Beziehung zu retten, regelrecht erfreute. Dieses Gefühl hat mich lange begleitet

x 2 #143


D
Ich war einfach ratlos, es brachte nichts und auf Knie wollte ich nicht gehe oder meine liebsten aufgeben. Da hat mein Kopf einfach nicht mehr mitgemacht. Jetzt denke ich mir auch, wieso zu Teufel habe ich mich entschuldigt? Was habe ich falsch getan…. Wow

#144


S
@den4iiik
Das liest sich furchtbar. Gut dass es zu Ende ist. Ich finde es gut, dass du reflektierst, auch über dich selbst. Eine Beziehung sollte beiden gut tun, mit Respekt, Wohlwollen, liebevollem Verhalten, Empathie, gleiche Augenhöhe alles gegenseitig. Eine Beziehung sollte ein "Zuhause" sein und kein Kampf. Verletzungen können immer mal passieren, aber die tuen dann ehrlich leid.

#145


D
Über ein Jahr lang hat sie mich vor dem Kindesvater verheimlicht. In zwei Jahren hat sie mich niemandem aus ihrer Familie vorgestellt. Das hat ebenfalls wehgetan, aber für sie war das offenbar normal – so wie vieles andere auch.

Am Ende zählten immer nur ihre Wünsche und ihre Entscheidungen.

Jeder Satz, den ich hier schreibe, ist nur meine Sicht der Dinge. Eigentlich ist sie nicht einmal diese Zeilen wert – und trotzdem schreibe ich sie.

Ich habe sie zwei Monate lang angefleht, mich bei WhatsApp wieder zu entblocken. Nichts ist passiert. Jetzt, wo ich verschwunden bin und keinen Kontakt mehr suche, bin ich plötzlich entblockt. Dazu kommen merkwürdige Videos im Status, die wahrscheinlich gezielt für mich bestimmt sind.

Genauso wie die Besuche auf anderen Seiten – nach dem Motto: „Hier bin ich. Hoffentlich triggere ich dich.“

#146


D
@Arnika ja kann Sie, aber das war’s auch schon. Diese Zeit im Vergleich zu den restlichen 23,5 Stunden lohnt sich glaube ich nicht auf Dauer.

#147


StillesGewissen
Zitat von den4iiik:
Vor knapp zwei Jahren kam ich mit meiner Ex-Freundin zusammen. Wir lernten uns beide in einer schwierigen Lebensphase kennen. Ich befand mich damals in einer psychosomatischen Klinik

Toxisch, mach das nie wieder. Es ist in so einer Lebensphase unverantwortlich sich jemandem zuzumuten. Das Gleiche gilt für deine Ex. Ich hoffe ihr lernt beide daraus.

x 1 #148


PapaEmeritus
@den4iiik

Das ist eben leider der normale Ablauf. Du wirst respektlos behandelt, sobald du dich wehrst, bist du das Problem. Da kannst du nur aussteigen, was du ja anscheinend zum Glück gemacht hast. Gib dir Zeit, es wird aber alles wieder gut. Es sollte dir eben nur nicht nochmal passieren, das liegt dann aber an dir.

x 2 #149


S
Zitat von den4iiik:
Ich habe sie zwei Monate lang angefleht, mich bei WhatsApp wieder zu entblocken.

Warum hast du das gemacht? Wieso gehst du auf die untere Stufe und bettelst? Wo ist dein Selbstwertgefühl? Deine Selbstachtung? Wir haben auch eine Verantwortung uns selbst gegenüber, wie wir mit uns selbst umgehen.

x 1 #150


A


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