Zitat von Salamander:@Ricky
Soso. Paygap gibt es also nicht.
Studie der Europäischen Kommission (2014) ist wahrscheinlich emanzenmäßig gefälscht.
Ist vermutlich auch feministisch gelogen, dass die "typischen Frauenberufe" im Verhältnis zu den "technischen" Männerberufen schlechter bezahlt werden.
Die "typischen Frauenberufe", wie Du sie nennst, werden aber für Männer nicht besser bezahlt. Und darum geht's. Das ist also kein Gender Paygap, sondern ein Sozialer Paygap, der ALLE betrifft.
Zitat:Ebenso wie der Umstand, dass ein großer Teil der Frauen trotz besserer Schulabschlüsse wegen Kindern und Co. nur in Teilzeit arbeitet bzw sich gleich zu Beginn für Berufe entscheidet, die schlechter bezahlt, aber gut in Teilzeit möglich sind.
Und das war gleich warum das Problem der Wirtschaft?
Zitat:Weil...ja, warum eigentlich?
Vielleicht weil so'n echter Alphamann eine Riesenangst hat, seine Anziehung zu verlieren, wenn er einen Kinderwagen schiebt und Brei kocht?!
Vielleicht weil es nach wie vor gesellschaftlich so propagiert und von der eigenen Elterngeneration vorgelebt wird?!
Bitte... was für ein halbgares Argument.
Zitat:Wenn ich als Frau (nach des Alphamannes Wunsch) meine Weiblichkeit akzeptiere, einen Frauenberuf wähle und mich um die Kinderbetreuung kümmer, dann will ich, verdammt nochmal, eine angemessene Entlohnung dafür.
Und zwar eine, die mich nicht auf Gedeih und Verderb an einen Ehering und irgendeinen Alphamann bindet, der mich sofort verlässt, wenn ich nicht gut "funktioniere".
Solange ich als Witwenrente mehr bekomme als alleinige Rente bzw ich auf einen Versorgungsausgleich wegen der Teilzeitarbeit angewiesen bin, ist das aber nicht so.
Nochmal: Deine Argumentation um "Frauenberufe" hinkt schlichtweg. Denn der Mann verdient in denen nicht mehr. Und genau DAS wird auch gezeigt. Und nur weil Du von der Natur aus in der Lage bist zu gebähren, berechtigt Dich das erstmal zu gar nichts. Mal davon ab, dass es genügend "Männerberufe" gibt (Bau etc.), die Frauen niemals anfassen und ebenfalls schlecht entlohnt werden. Wir haben halt in der westlichen Welt das Problem, dass Geldsysteme und deren Erhaltung viel mehr Wertigkeit besitzt als Kranke und Alte zu pflegen. Aber nochmal: Das ist kein Genderproblem. Denn die Mädels, die in den Gefilden mitmischen sehen das leider genau so wie ihre männlichen Mitstreiter. Die sind nämlich alle froh, wenn sie ihre hohen Gehälter bekommen für eben diese Erhaltung.
Zitat:Und das, lieber Ricky, ist eine strukturell angelegte Ungleichheit, weil Kindererziehung und die Erhaltung der Gesellschaft durch Kinder und deren Versorgung leider nicht als systemwirksame Arbeit anerkannt wird, weil dadurch kein anrechenbares Kapital erzeugt wird bzw. in Deutschland u.A. durch die Deckelung der Elterngelder i.d.R. der Besserverdiener (meist der Mann) weiter arbeiten muss, anstatt die Kinderbetreuung zu übernehmen.
Und das, meine liebe Salamander, hat rein GAR NICHTS mit Gendering zu tun, sondern mit dem Sozialsystem, weil und jetzt zum dritten und letzten Mal, ändert sich auch für die Herren nicht, die da arbeiten. Ob Du's glaubst oder nicht, aber ich arbeite nämlich in einem sozialen Beruf und meine weiblichen Kolleginnen verdienen bei gleicher Qualifikation genau dasselbe. Und ich verdiene da nicht mehr, weil ich nen P. zwischen den Beinen habe. Sorry, das stimmt so einfach nicht.
Psst, liegt vielleicht auch daran, dass alle Menschen heute immer noch denken: "Och, Kranke und Alte pflegen, das kann doch jeder Idiot. Aber so ne Abhandlung über Finanzen bei den Banken, dazu musste halt was im Kopf haben." Und das geht eben NICHT nur von Männern aus. Aber ich seh schon, wo da von Deiner Seite aus der Wind weht. "Das böse Patriarchat hat dafür gesorgt, dass es sich so entwickelt, weil man Frauen systematisch unten halten will"... wozu dann die ganzen Frauenquoten etc.? Hmm... weil Frauen sich alle nicht selbst entscheiden können? Und dann wird MIR die Opferrolle zugesprochen, die Du hier gerade ganz klar einnimmst?