Zitat von Isely:Da gibt doch es doch selbst zu, dass genau diese Lebenseinstellung die du zur Zeit hast , wegen deinem Traumata entstanden ist.
@Isely .
Es ist auf jeden Fall schon auch ein Stück daran "beteiligt", dass kann ich nicht gänzlich leugnen. Die damalige Scheidung und der ganze davorliegende Ärger (ich hatte herausgefunden, dass meine Exfrau damals längere Zeit eine Affäre hatte, vor dem Coming out war die Ehe auch schon unterirdisch schlecht) haben mich sicherlich auch ein Stück weit geprägt. Das fließt sicherlich mit ein.
Aber wenn Du schon auch von Traumata sprichst, dann gehören die Frauen nach der Ehe-Ära auch ganz gewaltig dazu. Die Konditionen, warum sich zwei Menschen zusammenschließen und zusammenleben, hatten sich enorm geändert und ich bemerkte auch, dass die Ansprüche an eine Partnerschaft nicht nur sehr gestiegen waren, sie wurden (und sind) in meinen Augen auch teilweise sehr skurril und weltfremd. Ich fühlte mich darin einfach nicht wohl, was dann wohl auch erklärt, nach dem ich mit meiner ersten und bisher einzigen Ehefrau, inklusive der Zeit vor der Ehe (wir kannten uns schon aus der Sandkiste!) bald deutlich über 25 Jahre zusammen war, so waren es danach nur noch Halbjahresbeziehungen, selten länger als ein Jahr. Da zeigte sich dann auch, dass ich für dieses Denken, dieses Leben in Partnerschaften, einfach nicht geeignet bin. Ich habe mich darin unwohl gefühlt.
Um beim Thema zu bleiben, die heutigen Frauen sind (für mich) moderner und selbstständiger, aber zugleich auch sehr viel fordernder und härter im Umgang und im Durchsetzen ihrer Ziele. Ich vermisse da auch ein Stück weit Weiblichkeit, dass geht beim Aussehen und der Kleidung los (bezogen auf die Optik) und zieht sich über die Entwicklungsfreude der Damen fort bis hin zur Partnerplanung, die teilweise vergleichbar ist mit der Planung bei einem Immobilienkauf. Ich denke bei vielen Frauen an das Verhalten einer Joan Collins (ältere Semester kennen die Frau bestimmt noch), mir hat eine Linda Evans immer besser gefallen, weil sie sanft, gütig und liebevoll war, zugleich aber auch immer gekämpft hat, ohne die Taktlinie zu überschreiten.
In der heutigen Zeit sehe ich viele Frauen der Marke Collins (ja, meine Liebschaften, besonders die Affärenfrauen, gehören auch dazu), aber die sind im Bett auch herrlich erfrischend und fordernd, aber machen auch viel mit und sind nicht langweilig.
Die Frauen der Kategorie Evans sind eher was für eine Ehe oder feste Partnerschaft, aber dazu gehören heutzutage meiner Erfahrung nach nur noch sehr sehr wenige Damen. Mit einer solchen Frau könnte ich mir eine Partnerschaft eventuell vorstellen. Aber ich komme auch wunderbar gut alleine zurecht, ich muss keine Partnerin haben, um glücklich zu sein. Eher ist es so, dass eine vorhandene Partnerschaft eher das
Unglück mancher oder gar vieler Menschen ist.
Ich bitte zu entschuldigen, dass ich den Vergleich der alten Diven/Schauspielerinnen hier zur Schau stelle, dieser passt jedoch hervorragend, auch in Bezug auf das Thema.
