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Nach 11 Jahren Ehe - Trennung

Nanny


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Zitat von KPeter:

Ich sehe da zwei Menschen in einer sehr großen Zerrissenheit, die bisher alle Probleme, die auf sie zu kamen, als GEMEINSAMES Problem gesehen und gelöst haben. Und plötzlich scheint das unmöglich, weil etwas zutiefst Störendes und Verstörendes zwischen euch geraten ist. Das, was man ganz allgemein LIEBE nennt, ist ja nicht einfach weg. Bei dir und auch bei deinem Mann nicht. Es ist nur das weg, was man projektbezogene partnerschaftliche Liebe nennt. Euer einziges gemeinsames PROJEKT ist die Zukunft der Tochter. Und es ist beruhigend, dass ihr das beide so seht. Das muss unbedingt so bleiben.

Was aber vor allem geblieben zu sein scheint, ist die "freundschaftliche Liebe", die sich vor allem darin äußert, dass man gern möchte, dass es dem anderen gut geht, auch wenn man sich völlig inakzeptabel verhalten hat, wie dein Mann. Und er möchte gern, dass es dir gut geht, das aber vor allem vor dem Hintergrund seiner immensen Schuldgefühle. Und auch bei dir steht zwischen den Zeilen, dass du ihm nichts Schlechtes wünschen möchtest. Denn er war ja bis vor kurzem einer der wichtigsten Menschen in deinem Leben.

Das Trennende ist also größer als das Gemeinsame. Und in dieser ambivalenten Situation sollten zwei Menschen sich nicht allzu lange aufhalten. Denn die Zerrissenheit wird größer, gemeinsame Lösungen werden nur unter größten Schmerzen geboren und die Konfrontation mit dem Leiden des jeweils anderen wird unerträglich. Das gilt für deinen Mann, der dieses Leiden ja selber verursacht hat, ebenso wie für dich, die ihn nachts weinen hören muss, weil er mit dem, was ihn umtreibt selbst überhaupt nicht umgehen kann.

Die Definition der midlife crisis ist nicht so wichtig. Wichtiger ist, was daraus zu entstehen scheint. Die Krise selber, so oft sie auch Menschen in der Mitte des Lebens erwischt, hat sehr unterschiedliche Auswirkungen. Die folgenreichste ist die Öffnung nach außen. Der aufkommende Gedanke, dass es das nun alles gewesen sein soll lässt sich eine Zeit lang zurückdrängen. Aber die Neugier nach dem, was vielleicht doch noch sein könnte, wenn man das wirklich will, drängt sich immer mehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Dann kommt der Versuch, mit jemand anderem darüber zu reden. Wenn dieser andere dem anderen Geschlecht angehört beginnt eine unerwartete Dynamik, gegen die man sich mehr und mehr wehrlos fühlt. Es scheint so, als sei es die Kameradin, und das ist natürlich naheliegend.

Die These, die hier allgemein vertreten wird, dass ein Mann sich nicht trennt, ohne dass eine andere Frau im Spiel ist, muss ich leider unterstützen. Obwohl ich Hunderte Trennungen begleitet habe, kann ich mich ebenfalls kaum an einen Fall erinnern, in dem das nicht der Fall war.

Das macht es zwar logischer, aber nicht leichter. Für dich nicht und für ihn nicht. Du kannst dir seine Gefühlslage in etwa so vorstellen, dass er von seinen eigenen Schulgefühlen erschlagen wird, den frisch entstandenen Gefühlen aber so gut wie wehrlos gegenüber steht. Er fühlt sich als Opfer all dessen, wird aber permanent mit der Tatsache konfrontiert, dass er Täter ist. Das alles hat Folgen, diese Folgen erlebst du nun jeden Tag. Und das sollte sich unbedingt ändern.

Ja, sag ihm ruhig, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Entwickle Perspektiven, mache Pläne, suche nach Lösungen und konfrontiere ihn damit. Da es das WIR bei der Lösungssuche zur Zeit nicht geben kann, muss er dein ICH neu kennen lernen. Er darf erfahren, dass du nicht nur hilflos, überfordert und Opfer seiner Entscheidung bist, dazu noch gehandicapt; sondern er sollte damit konfrontiert werden, dass du auch ohne ihn leben kannst, dass du eigene Lösungen entwickeln kannst und dass du selbstbestimmt handeln kannst, wenn eine gemeinsame Zukunft sowieso ausgeschlossen zu sein scheint. "Wenn nicht mit dir, dann ohne dich!"

Ein Tipp: solche wichtigen Sätze (oder der Beginn eines Gespräches darüber) kann man vor einem Spiegel üben. Es kann hilfreich sein, sich dabei selber anzuschauen und festzustellen, dass man auch Selbstbewusstsein in sein Gesicht zurück zaubern kann, das anscheinend verschwunden war. Man kann durch bestimmte Atemtechniken sogar seiner Stimme mehr Überzeugungskraft verleihen. Und dann bietet sich bestenfalls die Gelegenheit, den Menschen, der einen verlassen will, damit zu konfrontieren, dass du nicht nur Opfer bist, sondern auch bereit, Täter zu werden und ihn mit bestimmten Entscheidungen zu konfrontieren. Dabei sollen keine Brücken abgebrochen werden, aber das willst du ja eh nicht.

Ich habe den Eindruck, dass bei euch noch einiges in Bewegung ist, das man noch nicht einschätzen kann.



Da je für den ausführlichen Text.
Auf der einen Seite, sehe ich dass er geht. Auf der anderen wünscht mein Herz sich natürlich das Gegenteil.

Es ist für mich jetzt gerade wirklich schwer ihm Verständnis entgegen zu bringen obwohl er es mir nicht entgegen bringt. Meint ja, dass es ihn wütend macht, wenn ich darum kämpfe eine Familie zu bleiben. Aber das mache ich schon nicht mehr. Gegen etwas neues, unbekanntes hat vertrautes, leider mit etwas Stress (Kind, Wohnung, ich) keine Chance.

Natürlich finde ich es gut, dass er sich weiterhin um das Wohl sorgt. Wobei ich nicht weiß ob es da eher das Wohl der Kleinen ist.
Gestern Abend haben wir sehr viel Spaß gehabt. Er hat mich angelächelt, in den Arm genommen. Da war er wieder mein Mann. Nur um eine Stunde später wie der Fremde zu sein.

Eben kam er nach Hause. So böse hat er mich nur am Montag angesehen. Obwohl ich noch nicht einmal Hallo gesagt habe.
Keine Ahnung, was ich nun wieder falsch gemacht habe.

19.11.2020 17:02 • #61


DieSeherin

DieSeherin


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Zitat von Nanny:
Keine Ahnung, was ich nun wieder falsch gemacht habe.



du, alleine deine answesenheit lässt ihn immer ein schlechtes gewissen haben - und das soll jetzt keine entschuldigung für ihn sein, sondern eine erklärung

19.11.2020 17:07 • x 1 #62



Nach 11 Jahren Ehe - Trennung

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Nanny


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Zitat von DieSeherin:


du, alleine deine answesenheit lässt ihn immer ein schlechtes gewissen haben - und das soll jetzt keine entschuldigung für ihn sein, sondern eine erklärung



Heut Abend war hier die Hölle los. Erst kam er schon total grimmig rein. Ganz anders als gestern. Ich dachte sonstwas falsch gemacht zu haben.
Als die Kleine im Bett lag, fragte er mich ob ich wissen will, was los ist.
Zitternd und wirklich ängstlich nickte ich.
Da erzählte er mir, dass er mit der Kollegin gebrochen habe bzw. Sie mit ihm. Da sie in einer intakten Ehe lebt. Irgendwas war noch mit, dass er sich gestern zu spät bei ihr gemeldet hätte und sie deshalb sauer auf ihn war. Heut haben sie geredet und eben klar gemacht, dass sie nicht will.
Da saß er nun vor mir, weinte und meinte, dass er jetzt weiß, wie es mir geht. Warum er mir dass alles erzählte, weiß ich nicht. Ich saß nur da und hörte fast nur zu. Zunächst klang es ja besser. Dann meinte er, dass es ihm so weh täte, weil er womöglich mehr für sie empfunden hat als er dachte.
Er fühle sich nun als Verräter. Wir saßen am Ende nebeneinander.
Aber eigentlich war ich im Boden

19.11.2020 19:37 • #63


Wollie

Wollie


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und was will er jetzt von dir ? Trost oder sogar Mitleid ? das ist an dieser Stelle völlig fehl am Platz und aus seinen Äusserungen scheint ja doch mehr gelaufen zu sein und die Kollegin hat jetzt doch einen Cut gemacht........und dass er dir damit noch mehr weh tut scheint ihn nicht zu interessieren......und wie soll es jetzt weitergehen seiner Meinung nach ? er war derjenige der gehen wollte.......

19.11.2020 21:18 • x 1 #64


Dracarys


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Wie geschmacklos, der Ehefrau den eigenen Liebeskummer wegen einer anderen zuzumuten.
Du hättest Dir das energisch verbitten müssen und ihn rauswerfen sollen.
Was soll das Ganze?
Sollst Du ihn jetzt dankbar in die Arme schließen?

19.11.2020 21:43 • x 8 #65


Nanny


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Zitat von Wollie:
und was will er jetzt von dir ? Trost oder sogar Mitleid ? das ist an dieser Stelle völlig fehl am Platz und aus seinen Äusserungen scheint ja doch mehr gelaufen zu sein und die Kollegin hat jetzt doch einen Cut gemacht........und dass er dir damit noch mehr weh tut scheint ihn nicht zu interessieren......und wie soll es jetzt weitergehen seiner Meinung nach ? er war derjenige der gehen wollte.......



Er wird auch weiterhin gehen. Er hat ja trotzdem keine Gefühle für mich.
Wir, die Maus und ich, fahren morgen erstmal zu meiner Mum. Für wie lange, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall nicht wie sonst. Wir sind auch zuvor schon allein gefahren. Aber da haben wir täglich telefoniert und vor allem Abends uns mit Videotelefonie eine gute Nacht gewünscht.
Darauf muss er jetzt verzichten. Wobei dass wohl gerade derzeit nicht unbedingt das Problem sein dürfte.

19.11.2020 22:31 • x 2 #66


Nanny


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Zitat von Dracarys:
Wie geschmacklos, der Ehefrau den eigenen Liebeskummer wegen einer anderen zuzumuten.
Du hättest Dir das energisch verbitten müssen und ihn rauswerfen sollen.
Was soll das Ganze?
Sollst Du ihn jetzt dankbar in die Arme schließen?


Er geht ja trotzdem. An seinen Gefühlen für mich hat sich ja nichts geändert. Ich war nur so überrumpelt.

19.11.2020 22:32 • #67


PuMa

PuMa


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Mein Gott, da wird man sauer beim Lesen. Nicht wegen dir, sondern deinem Trottel von Ehemann.

Er benutzt dich als seelischen Mülleimer. Hör auf so etwas zu zulassen. Du bist nicht sein Tagebuch. Soll er mir einem Kumpel über so etwas reden. Unfassbar. Liebes, dass nächste mal wenn er meint auf die Tränendrüse zu drücken, verlässt du den Raum.

Zitat von Nanny:
Eben kam er nach Hause. So böse hat er mich nur am Montag angesehen. Obwohl ich noch nicht einmal Hallo gesagt habe.
Keine Ahnung, was ich nun wieder falsch gemacht habe.


Sauer auf dich ist er nicht wirklich, eher sauer auf sich selbst. Und du bist nur in dem Moment sein Blitzableiter.

Zitat von Nanny:
Meint ja, dass es ihn wütend macht, wenn ich darum kämpfe eine Familie zu bleiben. Aber das mache ich schon nicht mehr. Gegen etwas neues, unbekanntes hat vertrautes, leider mit etwas Stress (Kind, Wohnung, ich) keine Chance


Siehst du, wenn er es selbst schon sagt, kämpf nicht um ihn. Dann lass es bitte.

Zitat von Nanny:
Irgendwas war noch mit, dass er sich gestern zu spät bei ihr gemeldet hätte und sie deshalb sauer auf ihn war. Heut haben sie geredet und eben klar gemacht, dass sie nicht will.


Da fehlt die Hälfte.
Wäre es nur einseitig und sie hätte einfach nur deinem Mann einen Korb gegeben, würde sie nicht sauer sein. Dass sind Emotionen die nicht von ungefähr kommen.

Dass bestätigt nur meinen Verdacht. Verzeih...
Nun ja, es ändert nichts an der Tatsache. Ich hoffe du kannst ein wenig zur Ruhe kommen bei deiner Mutter. Pass gut auf dich auf.

PS:
Zitat von Nanny:
Ein Jahr hast du zu kämpfen gehabt? Das ist lang und wird schwer.


Ja und nein. Die Psychologin meinte damals, man muss jede Jahreszeit einmal durch leben, bevor man so eine Beziehung oder Ehe verarbeitet hat. Dass ist also ein ganz normaler Zeitraum.
Und rückblickend betrachtet, vergeht die Zeit wahnsinnig schnell.

Anfangs zieht sich jeder Tag wie ein Kaugummi. Dass geht jedem so mit Liebeskummer. Aber es endet... Du wirst irgendwann wieder ordentlich schlafen können und die Tränen werden weniger. Dann wenn du es gar nicht mehr so merkst.

20.11.2020 09:52 • x 5 #68


DieSeherin

DieSeherin


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puh, irgendwie tut er mir zwar leid, aber nur, weil ich seine innere zerrissenheit kenne - dass er seinen kummer versucht auch noch auf deinen schultern abzuladen ist echt sowas von unempathisch! (hat mein exmann damals auch mal gemacht, als er zoff mit meiner nachfolgerin hatte)

es ist wahrschinlich nach so langer zeit unglaublich schwierig, sich abzugerenzen, weil da ja so viele gefühle in einem tobe, man den anderen ja nicht nur noch liebt, sondern er ja auch lange der beste freund war!

ich wünsche dir, dass du bei deiner mutter zur ruhe kommst und ihr euch gegenseitig helft beim heilen

20.11.2020 10:28 • x 1 #69


Nanny


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Zitat von DieSeherin:
puh, irgendwie tut er mir zwar leid, aber nur, weil ich seine innere zerrissenheit kenne - dass er seinen kummer versucht auch noch auf deinen schultern abzuladen ist echt sowas von unempathisch! (hat mein exmann damals auch mal gemacht, als er zoff mit meiner nachfolgerin hatte)

es ist wahrschinlich nach so langer zeit unglaublich schwierig, sich abzugerenzen, weil da ja so viele gefühle in einem tobe, man den anderen ja nicht nur noch liebt, sondern er ja auch lange der beste freund war!

ich wünsche dir, dass du bei deiner mutter zur ruhe kommst und ihr euch gegenseitig helft beim heilen



Wie kommst du darauf, dass da noch Gefühle sind?

20.11.2020 10:33 • #70


Pampelmuse

Pampelmuse


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Zitat von Nanny:
Wie kommst du darauf, dass da noch Gefühle sind?

Die andere ist sauer, weil er sich nicht früh genug gemeldet hat. Warum? Also hat sie etwas erwartet. Warum hat sich Dein Mann nicht früh genug gemeldet (oder entschieden)? Weil er zerrissen ist und offensichtlich auch nicht mal so eben flux wechseln konnte - denke ich. Also hat er auf jeden Fall Gefühle.
Ich kenne die Situation. Ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft und schau nach Dir!

20.11.2020 10:42 • x 3 #71


DieSeherin

DieSeherin


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Zitat von Nanny:
Wie kommst du darauf, dass da noch Gefühle sind?


ich meinte schon die gefühle zwischen den beiden! nur sind das nicht die gefühle, die man sich vom anderen wünscht! er hat zwar nicht mehr genug "liebesgefühle", aber bestimmt große verantwortungs- freundschafts- und sentimentale gefühle... und ganz bestimmt ein schlechtes gewissen.

und du hast doch bestimmt auch eine unzahl verschiedener gefühle, oder?

seine passen bloß nicht mehr mit deinen zusammen!

20.11.2020 12:43 • x 2 #72


Nanny


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Zwei Antworten auf eine Frage, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Ich habe jetzt die Tasche gepackt und zwar etwas mehr, weil ich nicht genau weiß, wie lange wir bleiben. Zu lange geht natürlich auch nicht, weil ich die Maus nicht zu lange aus der Kinderbetreuung nehmen möchte. Für sie soll es so normal, wie noch möglich sein. Außerdem habe ich das Gefühl, es tut ihr gut nicht die ganze Zeit in dieser unglücklichen Atmosphäre zu sein sondern mit den Kindern zu toben.

20.11.2020 13:32 • x 1 #73


nimmermehr

nimmermehr


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Zitat von Nanny:
Zwei Antworten auf eine Frage, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Ich habe jetzt die Tasche gepackt und zwar etwas mehr, weil ich nicht genau weiß, wie lange wir bleiben. Zu lange geht natürlich auch nicht, weil ich die Maus nicht zu lange aus der Kinderbetreuung nehmen möchte. Für sie soll es so normal, wie noch möglich sein. Außerdem habe ich das Gefühl, es tut ihr gut nicht die ganze Zeit in dieser unglücklichen Atmosphäre zu sein sondern mit den Kindern zu toben.



Kannst du nicht in die Nähe deiner Mutter ziehen und da die Kleine in einer Kita unterbringen? So ein Kitawechsel ist gar nicht so schlimm, mein Sohn musste mit 4 auch die Kita wechseln wegen Umzug. Habe damals auch erst überlegt, ihn weiter in der anderen Kita zu lassen, bis Schulbeginn, aber die neue Kita war auf der anderen Straßenseite und zu der anderen musste man 30 Min. Fahren. Nach 2 Wochen war er schon eingelebt komplett und nach 3 Wochen war es so als sei er schon immer dort gewesen.

Der Vorteil ist halt, wenn Du den Wechsel vor Schulbeginn machst, dann kennt das Kind meist schon andere Kinder vor Ort, wenn es dann dort in die Schule kommt. Der Wechsel zur Schule ohne bekannte vertraute Gesichter ist erfahrungsgemäß schwerer für die Kinder als ein Kindergartenwechsel. Wenn sie im Kindergartenalter schon wechselt, hat sich schon Freunde vor Ort bei Schulbeginn und letzterer wird deutlich leichter. Also, wenn du einen Umzug nur davon abhängig machst, überleg dir das noch mal, in dem Alter jetzt schließen sie noch relativ leicht neue Freundschaften und vergessen vorherige Spielkameraden nach einer Weile, je älter sie werden, desto fester werden die Bindungen, die sie schließen, dann wird das Rausreißen immer schmerzhafter.

20.11.2020 13:57 • x 3 #74


DieSeherin

DieSeherin


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Zitat von nimmermehr:
Kannst du nicht in die Nähe deiner Mutter ziehen und da die Kleine in einer Kita unterbringen?


sie hatte schon erklärt, dass es sehr schwer ist, eine barrierefreie wohnung zu finden! geht nicht nur um das kind.

20.11.2020 14:03 • x 2 #75



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