Elwood1974
Mitglied
- Beiträge:
- 19
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 6
- Mitglied seit:
einen Tag vor meinem 47.Geburtstag hat mir mein Frau offenbart, dass ihre Gefühle für eine Fortführung der Ehe nicht reichen würden, sie Abstand benötigt und ist nach einem tränenreichen Gespräch zu ihren Eltern gefahren. Dort ist sie bis dato, hat in den vier Tagen jedoch schon eine Wohnung gefunden, einen Mietvertrag unterschrieben und wird schon im September dort einziehen.Wir sind knapp 14 Jahre ein Paar und seit 5 Jahren verheiratet. Der Schritt kam für mich völlig überraschend. In den letzten Wochen habe ich zwar gemerkt, dass sie recht wortkarg war und sie mehrfach darauf angesprochen, jedoch ohne konkrete Antwort. Da sie in den letzten Wochen/Monaten wirklich enormen Stress hatte (selbstständig/Probleme mit Angestellten/ OP der Mutter / 7-Tage-Woche,davor Lockdown, etc. pp.) nahm ich an, das dies der Grund sei. Sie ist übrigens 36 Jahre; wir sind ohne Kinder. Im Gespräch sagte sie dann, sie möchte mir nichts vormachen, sie fühle nicht mehr was ich fühle, sie sei gefühlskalt und ein A. und weiß nicht, was mit ihr los sei. Vielleicht könne sie gar nicht wirklich Lieben. Sie möchte diesen Schritt gehen, um auf eigenen Beinen zu stehen, Klarheit zu bekommen und sehen was es mit ihr macht. Ich selbst bin innerlich vollständig zusammengebrochen; jedwede Versuche, sie zu überzeugen, eine so lange Beziehung nicht vorschnell wegzuwerfen, sondern gemeinsam daran zu arbeiten, waren erfolglos. Ich pendele zwischen Trauer und Angst, kann nichts essen und nicht schlafen. Zu allem Überfluss wurde ich noch von unserem Hund, der wohl die Spannung spürt, ins Gesicht gebissen. Habe Ihre Entscheidung aber akzeptiert (musste das). Bei meinen Nachfragen kam immer wieder zu Tage, dass in ihr eine "Waage" sei, die pendelt; sie sei innerlich zerrissen sei. Sie ist sich nicht wirklich sicher, ob der Schritt richtig sei, muss es aber tun, um zu erfahren, was es mit ihr macht. Sie sei sich auch bewusst, was sie verliert. In meinen Worten: eine langjährige höchstvertraute, innige Beziehung, in der man sich zu jedem Zeitpunkt auf den anderen vollständig verlassen konnte und eine gemeinsame Existenz aufgebaut hat. Kein Außenstehender versteht das Manöver, weder ihre noch meine Angehörigen noch gemeinsame Freunde. Jeder schüttelt den Kopf. Da ich nebenbei einen Teil ihrer selbstständigen Tätigkeit mitgemacht habe, das buchhalterische / kaufmännische, werden diese Aufgaben künftig von ihr zu bearbeiten sein, was sicher nicht einfach wird.
Wer hat vielleicht Ähnliches erfahren und vielleicht eine kleine Hoffnung für mich, der ich arg verzweifelt bin.