Zitat von tlell: Sie kann nichts entscheiden, was du nicht willst. Später schreibst du die Beziehung wäre damals schon am Ende gewesen, wenn du nicht mitgemacht hättest. Warum macht man sowas mit frag ich mich? In welcher Schieflage war denn da schon die Beziehung, wenn du nur mitgehtst statt mitzuleben! Ich vermiss auf weiten Strecken dich selber. DU liest dich sortiert, empathisch, reflektiert und dann sowas?
Diesen Fragen schließe ich mich an.
Für einige User ist „weil es halt die große Liebe war“ Erklärung genug. Für mich liest es sich aber als völlig unausgewogene Beziehung und nicht nach Partnerschaft auf Augenhöhe. In die - da bin ich bei @Brightness2 - leider auch 2 Kinder mit involviert sind. Auf die bei der Hauruck-Auswanderung nach Schweden und zurück weder Deine Nochfrau noch Du Rücksicht genommen haben. Das meine ich nicht als Vorwurf, sondern es ist mein Fazit.
Ist vergossene Milch, ja. Aber für mich ist diese Aktion nichts, wofür Deine Frau alleine verantwortlich ist, da musst Du Dir auch schon nen Schuh anziehen. Du hast es mitgetragen.
Ich bin völlig bei Dir, dass Du in einer traurigen Situation bist. Du hast vieles mitgemacht, obwohl Du es eigentlich nicht wolltest - und gedankt wird es Dir nicht.
Leider ist es bei Trennungen fast immer so: Das vielzitierte „Sparbuch der Liebe“, auf das man einzahlen kann und das Gewinn abwirft, gibt es nicht. Jede/r die/der ungewollt verlassen wird, lernt das bitter.
Du bist jetzt im „Ist“. Das macht erforderlich, dass Du auf Dich und Deine Kinder guckst und wie Du Dein Leben künftig gestalten kannst, so dass es Euch Drei (wenn Ihr zusammen seid) gut geht. Das Nestmodell hört sich erst immer einmal gut an, funktioniert aber meines Erachtens nur, wenn die Eltern sehr tolerant und friedlich miteinander umgehen.
Plus dass genügend Geld zur Verfügung steht, denn es bedeutet letztlich 3 Wohnorte. 3 Waschmaschinen (okay, oder nur eine, wenn man ausschließlich im „Nest“ waschen will), 3 Kühlschränke, 3 Internetanschlüsse tbc. Außerdem frage ich mich immer, wie man die Kinder, vor allem, wenn sie älter werden, aus dem Leben in der eigenen Wohnung raushalten will. Ich fand das Nestmodell theoretisch immer ganz gut, praktisch wäre es definitiv nix für mich.
Momentan seid Ihr im Trennungsjahr, da gelten ja noch etwas andere Regeln als nach einer Scheidung. Grundsätzlich würde ich an Deiner Stelle aber fordern, dass das Eigenheim geregelt wird: Verkauf, Auszahlung ihrerseits oder ne ortsübliche Miete/angemessene Nutzungsentschädigung. Darauf würde ich mich fokussieren und da würde ich auch nicht nachlassen.
Eure Kinder haben den Verlust ihres Zuhauses, ne Auswanderung und den Rückzug in das nächste Zuhause überstanden. Die werden auch damit klar kommen, wenn sie noch einmal umziehen müssen.
Um die Paar- und die Elternebene zu trennen und damit ihr beide (oder letztlich Ihr Vier) im neuen, getrennten Leben ankommt, halte ich es für sehr wichtig, dass Ihr da eine Lösung findet, wo sich niemand über den Tisch gezogen fühlt und sowohl Deine Ex als auch Du ein unabhängiges Leben führen könnt.
Dass Dich das alles emotional sehr mitnimmt, steht auf einem anderen Blatt. Das wird wahrscheinlich auch noch ein wenig dauern…
