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Nach 25 Jahren Ehe - Sie will ihr Leben leben

G
@Zwou

Die Jungs und ich verstehen uns gut und können über alles reden, ich war schon immer die engere Ansprechperson als ihre Mutter.

Was ich jetzt als erstes geändert habe, sie müssen nicht mehr fragen wenn sie ein Girl heim nehmen möchten. Kurze Info per Whatsapp genügt, damit ich am Morgen weiss, dass noch jemand anderes im Flur oder Bad auftauchen könnte.

Kochen, waschen und putzen können wir alle, ich überlege ob ich jetzt einen Putzplan für uns alle mache.

x 3 #121


F
Hat eigentlich Deine NochEhefrau nicht die Befürchtung bei euren Kindern, bei Freunden/Bekannten/Familie/Umfeld nur "verbrannte Erde" zu hinterlassen? Wie geht sie damit um?

x 1 #122


A


Nach 25 Jahren Ehe - Sie will ihr Leben leben

x 3


G
@Fortness

Guten Morgen Fortress

Ich hoffe du nimmst es mir nicht persönlich oder übel wenn ich auf deine Frage eine einfache Antwort gebe.
Das ist mir eigentlich ziemlich egal (sorry)

x 4 #123


G
Hallo Zusammen

Am Sonntag sehe ich meine Frau zu einem Gespräch, so wie es aussieht hat sie das Bedürfnis einige Fragen zu klären.
Ich habe sie jetzt 2 Wochen nicht mehr gesehen und sie ist wohnt seit letztem Freitag nicht mehr in unserer gemeinsamen Wohnung. Daher geht es mir fast jeden Tag etwas besser.

Wieso schreibe ich das?
Weil ich bemerke, je näher das Gespräch kommt fangen Herz und Hirn an zu streiten. Mein Hirn sagt "Ich will die Scheidung" mein Herz sagt "da geht sicher noch was, es ist nicht alles verloren" und das Herz wird immer stärker. Das macht mir grosse Sorgen, dass ich sogar einknicken könnte. Was kann ich dagegen tun?

x 2 #124


DieSeherin
Zitat von Gedankenschmied:
Was kann ich dagegen tun?

nichts - ich würde es einfach auf mich zukommen lassen und abwarten.

x 3 #125


FrankM
Wenn ich mir nicht sicher wäre, wie ich reagieren will, würde ich das Gespräch einfach absagen. Begründung: " Habe mich wegen dem schönen Wetter kurzfristig für einen Ausflug entschieden". Wichtige Besprechungspunkte kann Sie per Mail senden. Dann kannst du auch in Ruhe überlegen, wie du reagieren willst. Bei dem Egosimus den die Frau an den Tag legt, darf man, aus meiner Sicht so reagieren, einfach um sich auch zu schützen.

x 2 #126


unbel-Leberwurst
Zitat von Gedankenschmied:
Am Sonntag sehe ich meine Frau zu einem Gespräch, so wie es aussieht hat sie das Bedürfnis einige Fragen zu klären

Hat sie gesagt, worum es geht?

x 1 #127


S
Hallo @Gedankenschmied
in deiner ersten Nachricht hast du geschrieben, dass du eher geben würdest und sie würde eher nehmen. Es gibt aus meiner Sicht zwei Arten von Menschen, die eher nehmen. Die einen sind glücklich darüber und dankbar, andere hingegen können auf Dauer gar nicht genug bekommen, wollen immer mehr, erkennen die Asymmetrien nicht und empfinden wenig Dankbarkeit dafür. Ein bisschen drängt sich bei mir der Verdacht auf, dass deine Frau eher zu der zweiten Art gehört.

Im Endeffekt hat sie 25 Jahre lang bei dir erlebt, dass sie nicht viel tun muss, um etwas zu bekommen. Jetzt ist es ihr langweilig geworden und sie sucht sich eine neue Herausforderung, aber im Unterbewusstsein rechnet sie weiterhin damit, dass sie problemfrei immer wieder was gegeben bekommt. Ich mache mir weniger Sorgen darum, dass du in zwei Jahren traurig bist, sondern eher, dass deine Frau verzweifelt sein wird, wenn sie erkennt, dass die Welt nicht immer so tanzt, wie sie es haben will.

Zitat von Gedankenschmied:
Ich weiss dass ich starke Gefühle für sie habe aber ist es wirklich Liebe oder interpretiere ich diese Gefühle falsch?

Liebe ist auch oft eine Entscheidung, und es wird zwar eine Zeit dauern, aber du wirst erkennen, dass sie nicht mehr der Mensch sein wird, auf den du deine Liebe projizieren wirst.
Zitat von Gedankenschmied:
Ist es die Verbundenheit der vergangenen 28 Jahre? Ist es weil sie die Mutter unserer wundervollen Söhne ist? Ist es Gewohnheit? Ist es nur Verlustangst? Ist es die Angst vor dem allein sein? Ist es die Angst vor dem bevorstehenden Prozess?

Klare Antwort: Ja

Zitat von Gedankenschmied:
Ich weiss auch, dass es in der Beziehung ein starkes Ungleichgewicht zu meinen Ungunsten gab und ich jahrelang gehadert habe.


Du hast gehadert, weil du eine gewisse Vorstellung von einem Beziehungsmodell hast, die ich übrigens teile. Beziehung bedeutet für dich, man arbeitet daran, es muss nicht immer alles perfekt sein, sondern es ist ein gemeinsames Entwickeln, Kompromisse eingehen und füreinander einstehen. Davon hat deine Frau profitiert und du hast deutlich mehr gegeben. Und ich sehe überhaupt kein Problem, dass du eine glückliche Partnerschaft auf Augenhöhe finden wirst, als jemand, der viel geben kann, als deine Frau, die sich eher auf das Nehmen konzentriert.

Zitat von Gedankenschmied:
Sie ist sich auch sehr bewusst, dass sie am Ende als Verlieren dastehen könnte, trotzdem musste sie jetzt diesen Schritt aus einer inneren Beengtheit gehen.

Sie sagt zwar, dass sie das Risiko sieht, dass sie am Ende als Verliererin dastehen könnte, aber glaubt es nicht wirklich. Noch lebt sie in dem Gefühl, ihr als Frau steht die Welt offen und die Männer werden schon Schlange stehen, die sie wieder wie eine Prinzessin behandeln. Irgendwann wird die Realität bei ihr einsetzen, dass es als über 50-jährige Frau nicht mehr ganz so aussieht wie in den 20er Jahren. Und ich möchte nicht in ihrer Haut stecken, wenn diese Erkenntnis einsetzen wird.

x 4 #128


G
@sieblar

Danke für dein ehrliches und ausführliches Feedback.

Nachdem ich jetzt einige Wochen darüber nachgedacht habe, komme ich exakt zur gleichen Erkenntnis.

Heute war mein erstes Gespräch mit dem Psychologen und irgendwann sagte er etwas, dass mir zu denken gab.
Frei übersetzt meinte er, dass ich in den 28 Jahren Beziehung unbewusst und nicht vorsätzlich zu meinem aktuellen Verhalten konditioniert wurde und dass es für mich ein langer Weg sein wird, dies für eine nächste Beziehung zu korrigieren. Daher solle ich mir genügend Zeit lassen um zu mir selbst zu finden.

x 2 #129


G
@unbel-leberwurst

Ich habe nicht nachgefragt und nur gespürt, dass sie Redebedarf hat.

Da mittlerweile 2 Wochen seit unserem letzten Gespräch vergangen sind, ist das für mich ok.
Ich von meiner Seite habe auch 2 Themen und das sind die schriftliche Trennungsvereinbarung die ich aufgesetzt habe und der Fakt, dass ich die Scheidung möchte. Es geht mir also nicht darum ihre Sorgen oder Anliegen abzuholen, sondern die weiteren Schritte von meiner Seite zu besprechen.

x 5 #130


S
Zitat von Gedankenschmied:
Weil ich bemerke, je näher das Gespräch kommt fangen Herz und Hirn an zu streiten. Mein Hirn sagt "Ich will die Scheidung" mein Herz sagt "da geht sicher noch was, es ist nicht alles verloren" und das Herz wird immer stärker. Das macht mir grosse Sorgen, dass ich sogar einknicken könnte. Was kann ich dagegen tun?


Dem Herzen zuzuhören ist aus meiner Sicht nie ein Fehler. Das Herz komplett auszuschließen, ist für mich mittlerweile ein großer Fehler. Nur was ist Herz und was ist Bedürftigkeit, das gilt es zu unterscheiden. Einzuknicken wäre eine Entscheidung, aber man kann sich die Zeit nehmen, die man braucht, um eine gute Entscheidung zu treffen, an der Hirn und Herz ihren Anteil haben.
Ich glaube, bei euch ist nur etwas in Schieflage geraten, was Einfluss auf euer beider Sein hat. Vielleicht spürt sie unbewusst, dass sie auch Selbständigkeit braucht, um komplett zu sein. Das wäre auch innerhalb der Beziehung möglich, wenn euch bewusst würde, worin die Schieflage besteht.

#131


G
Guten Tag Zusammen

Heute Morgen hatte ich das Gespräch mit meiner Frau.

Ich hatte ja die Befürchtung, dass ich unsicher bezüglich einer Scheidung werden könnte, wurde ich nicht im Gegenteil.

Ehrlich gesagt bin ich auch jetzt noch, einige Stunden später, fassungslos wie meine Frau so egoistisch und rücksichtslos gegenüber mir agiert und immer noch das Gefühl hat, wir könnten in 12 Monaten eine Eheberatung aufsuchen und dort weiter machen wo wir vor ca. 6 Wochen aufgehört haben, wo gefühlt noch alles in Ordnung war.
Ich habe ihr heute deutlich kommuniziert, dass ich eine Scheidung will und habe auch nie eine Andeutung gemacht, dass wir irgendwann wieder zusammenkommen könnten.
Im Gegenteil ich habe jede ihrer Andeutungen, und das waren eine Menge, in diesem Zusammenhang jeweils sofort widersprochen um ja keine Hoffnung aufkommen zu lassen.

Was mir aber noch echt nachläuft, auf eine Aussage von ihr hin habe ich explizit nochmals nachgefragt und da hat sie mir gesagt, dass sie mit ihrem neuen Freund das Komplettprogramm durchgezogen hat denn sie könne ja nicht Abstinent leben. Auf meine Nachfrage hin weshalb sie dann in aller Welt noch das Gefühl hat, dass wir noch jemals zusammen kommen könnten meinte sie, dass dies auch andere Paare geschafft haben.

Soviel zum heutigen Tag, meine Leidensfähigkeit bei dieser Frau ist definitiv zu Ende.

x 8 #132


Harry_50
Sehr realitätsfern diese Frau. Diese Aussage mit dem vollen Programm usw. ist ja in meinen Augen ein Provokation, die ihres Gleichen sucht. Bleib standhaft.

#133


G
@Harry_50

Der Ausdruck "das Komplettprogramm" kommt so von mir damit ich keine Detais schreiben muss 😤

x 1 #134


Stella31
Zitat von Harry_50:
Sehr realitätsfern diese Frau. Diese Aussage mit dem vollen Programm usw. ist ja in meinen Augen ein Provokation, die ihres Gleichen sucht.

Auch wenn eine Trennung, vor allem nach so vielen Jahren, grundsätzlich traurig ist, finde ich es aber grundsätzlich erstmal nicht realitätsfern.

Es ist in der Lebensmitte sehr häufig so, dass nachdem man sich über viele Jahre für die Familie, den Partner und vielleicht auch sonst zurückgenommen hat, der Wunsch aufkommt, nochmal mehr für sich zu tun.

Und oft ist Partnerschaft dann nur noch Gewohnheit geworden. Ohne große Höhen und Tiefen.
Wenn da BEIDE nicht rechtzeitig erkennen, dass sie für ihre Beziehung etwas tun müssen, um wirklich in Kontakt zu bleiben, dann kann ein neuer Mensch schnell an das andocken, was vermisst wird.

Es ist einfach, den schwarzen Peter demjenigen zuzuschieben, der gehen will.
Ich kenne so einige Frauen, die über Jahre versucht haben, den Partner darauf hinzuweisen, dass etwas fehlt.

Aber der TE hat selbst geschrieben, dass er Harmonie-süchtig ist.
Das ist sehr schwierig für eine dauerhafte Partnerschaft.
Immer den Deckel drauf machen, Augen zu und hoffen, dass es gut wird, wenn man nichts sagt, macht nichts besser.
Das hat der TE ja auch selbst schon erkannt.

Und während einer Trennung kommt einem der bisherige Partner in der Regel sehr fremd vor.
Die Vertrautheit, die im Hinterkopf noch da ist, darf so nicht mehr sein.
Das stürzt beide in eine große Krise.
Der Frau macht es natürlich leicht, nun jemand zu haben, der erstmal ablenkt, aufregend neu ist.
Ob das dauerhaft ist, weiß niemand.
Aber einseitig auf der Frau herumzuhacken, ist auch wenig reflektiert.

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A


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