Zitat von Harry_50: Sehr realitätsfern diese Frau. Diese Aussage mit dem vollen Programm usw. ist ja in meinen Augen ein Provokation, die ihres Gleichen sucht.
Auch wenn eine Trennung, vor allem nach so vielen Jahren, grundsätzlich traurig ist, finde ich es aber grundsätzlich erstmal nicht realitätsfern.
Es ist in der Lebensmitte sehr häufig so, dass nachdem man sich über viele Jahre für die Familie, den Partner und vielleicht auch sonst zurückgenommen hat, der Wunsch aufkommt, nochmal mehr für sich zu tun.
Und oft ist Partnerschaft dann nur noch Gewohnheit geworden. Ohne große Höhen und Tiefen.
Wenn da BEIDE nicht rechtzeitig erkennen, dass sie für ihre Beziehung etwas tun müssen, um wirklich in Kontakt zu bleiben, dann kann ein neuer Mensch schnell an das andocken, was vermisst wird.
Es ist einfach, den schwarzen Peter demjenigen zuzuschieben, der gehen will.
Ich kenne so einige Frauen, die über Jahre versucht haben, den Partner darauf hinzuweisen, dass etwas fehlt.
Aber der TE hat selbst geschrieben, dass er Harmonie-süchtig ist.
Das ist sehr schwierig für eine dauerhafte Partnerschaft.
Immer den Deckel drauf machen, Augen zu und hoffen, dass es gut wird, wenn man nichts sagt, macht nichts besser.
Das hat der TE ja auch selbst schon erkannt.
Und während einer Trennung kommt einem der bisherige Partner in der Regel sehr fremd vor.
Die Vertrautheit, die im Hinterkopf noch da ist, darf so nicht mehr sein.
Das stürzt beide in eine große Krise.
Der Frau macht es natürlich leicht, nun jemand zu haben, der erstmal ablenkt, aufregend neu ist.
Ob das dauerhaft ist, weiß niemand.
Aber einseitig auf der Frau herumzuhacken, ist auch wenig reflektiert.