Zitat von Ziri:Außer, ich nehme ihm einfach zuviel ab. Der Zug ist nun leider abgefahren, da ich nichts rückgängig machen kann.
euer letztes gespräch war doch schon mal ein guter anfang
ich glaube durchaus, dass du einige sachen rückgängig machen kannst - der krankheitsverlauf deines mannes scheint ja auch "besser" geworden zu sein (darauf komme ich, weil du sagtest, er brauche keinen rollstuhl mehr).
Könntest du dir vorstellen, dass ihr euch auf ein ritual "runder tisch", oder "familienkonferenz" einigen könntet. dass ihr euch am anfang einmal die woche (später genügt vielleicht 2 mal im monat) zusammensetzt und grundsätzliche sachen besprecht? es ist ja immer schwierig, wenn sich rollen in der partnerschaft, durch so ein außergewöhnliches ereignis voon außen komplett verschieben - und dann manifestieren!?
Zitat von Ziri:Ich war sehr oft verzweifelt, weil er sich selbst am Haushalt fast nicht beteiligte. Schob viel auf seine Krankheit. Habe mir gesagt, es ist auch für ihn nicht einfach plötzlich im luftleeren Raum zu stehen.
und genau da könnt ihr an setzen! im anderen verstehen zu erreichen. wie geht es jedem von euch mit diesen veränderten rollen. es ist ja für beide gleichermaßen schwierig, wenn sich nach so langer zeit verantwortungen, aufgaben, zuständigkeiten verändern.
ich finde es übrigens ganz toll, dass du dich sehr behutsam mit den reaktionen hier auseinandersetzt und auch grenzen aufzeigst. nach so einer langen partnerschaft finde ich es nämlich ganz besonders wichtig, alle aspekte der situation gut abzuwägen!