Magnolia,
danke für deine tolle, mutmachende Antwort!
Es ist tatsächlich so, dass ich es nicht wirklich kenne Single zu sein und es ist eine Umstellung. Ich habe mich ja auch nie wieder als Single gesehen...
Ich denke, dass ich mich schon finden werde, ich komme so im Alltag auch wirklich gut klar - ich bin durch die Arbeit abgelenkt, ich versuche viel mit Freunden / Bekannten zu unternehmen und habe mir in letzter Zeit auch oft was Gutes gegönnt (Massa., Spa etc.)
Ich werde jetzt mit Kickboxen anfangen, um mich auszupowern und ein bisschen Frust loszuwerden.
Ich lasse mich auch sonst nicht hängen, ich glaube nicht, dass Fremde mir ansehen würden, dass ich innerlich so leide.
Ich gebe wirklich mein Bestes und versuche auch weiterhin optimistisch zu sein.
Ich habe zum Glück auch während der 8-jährigen Beziehung nicht den Fehler gemacht meine Freunde oder mich selbst zu vernachlässigen. Ich habe immer weiterhin meine Interessen verfolgt, meine Freundschaften gepflegt, bin auch alleine mit Freundinnen in den Urlaub gefahren (das war für ihn auch nie ein Problem, weil die Vertrauensbasis zwischen uns wirklich gestimmt hat) und mich nicht von ihm abhängig gemacht...
Allerdings ist jetzt ein großes Loch da, was scheinbar nicht zu füllen ist: Ich habe meinen besten Freund verloren, meine Vertrauensperson und den Menschen, der mir am nächsten gestanden hat und mir am meisten bedeutet hat.
Es ist ja nicht so, als würde ich ihn nur als meinen Liebhaber vermissen, also dass er mich in den Arm nimmt oder küsst - sondern am meisten vermisse ich die Gespräche mit ihm, das Gefühl zu wissen, dass da jemand ist, der mich blind versteht.
Klar, ist es einfach zu sagen, dass ich jetzt unsere Beziehung idealisieren würde, aber ich bin ein rationaler Mensch und auch ehrlich. All die Dinge, die ich jetzt über unsere Beziehung sage , habe ich auch vorher schon gesagt... Und auch bevor ich diese Beziehung mit ihm eingegangen bin, habe ich mir genau das gewünscht, was wir hatten. Man hat ja nunmal Erwartungen an eine Beziehung und an einen Partner (ich zumindest) und die hat erfüllt - da kann jetzt jeder drüber denken, was er will .
Mich tröstet dann vielleicht der Gedanke, dass ich einmal einen tollen Mann gefunden habe, dass es vielleicht auch ein zweites Mal klappen wird.
Ich bin allerdings definitiv nicht bereit dafür... Dafür vergleiche ich noch viel zu sehr.
Da frage ich mich allerdings, ob es ihm nicht genauso gehen muss? Wenn er sich jetzt "austobt" und am laufenden Band neue Mädels kennenlernt , kann er mich da komplett ausblenden?
Und ja, leider nagt es an mir zu wissen, dass er sich jetzt "ausprobieren" muss und dass da andere Mädels involviert sind. Ich weiß, dass es mich nichts anzugehen hat und es macht mich auch wütend genug, dass ich sagen kann, dass ich ihn gehen lassen muss.
Denn: Wenn ihm diese Erfahrungen mit anderen Frauen wichtiger sind, als all das was wir hatten und hätten haben können - dann war es ihm das offensichtlich wert.
Ich kann ihm diese Erfahrungen nicht geben , ich weiß auch nicht, warum Männer die unbedingt brauchen , aber da bin ich dann jetzt raus...
@ Charlie:
Ich glaube auch nach wie vor noch daran, dass Menschen ihr Leben lang zusammenbleiben können - ich fände es sehr traurig , wenn es anders wäre. Ich werde mir das auch weiterhin für mein Leben wünschen !
Heute ist Tag 2 der KS und er hält sich (zum Glück) auch daran.
Wie geht es mir damit? Mmmh, es geht. Ich bin eigentlich eher gefrustet, dass ich es ja schon mal über 3 Wochen geschafft habe, bis er es " kaputt" gemacht hat und einfach bei mir aufgekreuzt ist... Jetzt ist ja wiedermal erst Tag 2 ...
Ich weiß , dass ich das schaffe, denn ich war bislang immer stark genug um ihm nicht zu schreiben, ihn nicht anzurufen..
Aber was ist denn jetzt mit seinem anstehenden Geburtstag in 4 Wochen? KS strikt durchziehen - oder ein neutrales "Herzlichen Glückwunsch" ?