126

Nach eigenem Klinikaufenthalt Partner depressiv

Nostraventjo

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich Mal wieder zu Wort.
Eigentlich nur um meinen Kummer etwas los zu werden.
Im Grunde weiß ich ja selber was ich aktuell tun muss und so weiter.


Ich bin im Oktober 2020 in eine Tagesklinik eingewiesen worden nachdem es mir schon die letzten Jahre immer schlechter ging, ich unter dauernder Müdigkeit und Angstzuständen gelitten habe und zum Ende hin nicht mehr arbeiten gehen konnte.

Bei mir wurde nach langer Diagnose ADHS festgestellt, welche von Geburt an bestand aber nie behandelt wurde. Depressionen, Angst, Müdigkeit, Impulsivität und gesellschaftliche Probleme (einige werden sich an meine oft nicht so konstruktive Ausdrucksweise erinnern) waren Symptome.
Ich bin jetzt sehr gut auf Medikamente eingestellt und habe mich schon darauf gefreut, nach der Klinik ein neues Leben beginnen zu können mit mehr Lebensqualität.

Ruhige Kommunikation auf Augenhöhe ist mir nun möglich, ich kann konstruktiv und zielorientiert reden ohne persönlich zu werden. Ich dachte dass du's die Beziehung zu meinem Partner noch verbessert, wir sind jetzt seit neun Jahren zusammen, haben letztes Jahr ein Haus gekauft, da war noch alles soweit ok.

Auch vor meinem Klinikaufenthalt beschwor er das wir das schaffen und er mich auf jeden Fall liebt und ich mir keine Sorgen machen muss.

Während der neun Jahre hatte er immer wieder depressive Einbrüche und wollte sich trennen, ist dann aber nach Wochen reumütig zurück gekommen, ich habe ihn immer wieder zurück genommen.

Selbstwert und Grenzen konnte ich lange wegen meiner unbehandelten Krankheit nicht umsetzen. Was immer wieder zu on und Off führte.

Nun gut, die letzten drei Jahre waren sehr stabil weswegen wir dann das Haus gekauft haben. Ich hatte Vertrauen zu ihm und unserer Beziehung.

Nach Weihnachten eröffnete er mir dann das er keine Gefühle mehr hat und die Beziehung beenden wollte. Er kam mit meiner Veränderung nicht klar.
Ich war ihm zu vernünftig, er hat sich ist enttarnt gefühlt wenn ich ihn in Diskussionen spiegelte wie provokant und aggressiv er mit mir umgeht.
Das gefällt ihm nicht. Ich setze Grenzen, das gefällt ihm nicht. Ich beharre auf Dinge, sehe Fehler ein, rede ruhig, damit kommt er nicht klar.

Zudem geht ihm Corona mittlerweile sehr nahe, an seiner Arbeit gibt es viele Veränderungen, mit seiner Familie Probleme. Sprich es war ihm die letzten Wochen alles zuviel und nun ist er wieder eingebrochen und als erstes sucht er die Flucht indem er unsere Beziehung beenden will.

In diesem Haus können wir uns gut aus dem Weg gehen, haben uns jetzt noch eine Frist von sechs zwangslosen Monaten gesetzt und er sich eine Therapie gesucht, aber mir fällt es teilweise wieder ziemlich schwer mich gefühlstechnisch ab zu grenzen.
Ich fühle mich sehr einsam und bin auch wütend. Fühle mich von ihm im Stich gelassen. Ich benötige ein stabiles Umfeld nach der Klinik und tatsächlich erwartet mich ein Scherbenhaufen.

Glücklicherweise kann ich aktuell noch relativ kontrolliert damit umgehen, rational denken und vernünftig handeln, aber ich bin so dermaßen enttäuscht.

Ich habe das Gefühl jedes Mal wenn es mir besser geht wird es boykottiert.

25.01.2021 11:42 • x 1 #1


Isely

Isely


8744
2
15720
Ich kenne dich ja schon ein wenig hier vom Forum, deine Ansichten und deine Problemchen.
Aber meinst du nicht langsam auch , dass ein Partner gerade in der jetzigen Zeit nicht alles schultern kann ?

Wenn ich dich so in der Vergangenheit gelesen habe, war eure Beziehung immer eine Verkettung von Missverständnisse, oft Frust, wenig Rücksichtsnahme und Groll.

Meinst nicht euch täte mal eine Pause gut ?

Du hattest doch mehrere Threads wo sind die eigentlich hin?

25.01.2021 12:43 • x 2 #2



Nach eigenem Klinikaufenthalt Partner depressiv

x 3


Clara_

Clara_


881
1
1155
Hallo Nostraventjo,

on-/off ist eigentlich ein Zeichen, dass man nicht wirklich zusammenpasst (rede dabei aus eigener früherer Erfahrung).

Bei 9 Jahren hängt da natürlich eine ordentliche Portion Gewohnheit dabei, die es schwerer macht zu gehen. Jetzt noch ein Haus.

Zitat von Nostraventjo:
Er kam mit meiner Veränderung nicht klar.
Ich war ihm zu vernünftig, er hat sich ist enttarnt gefühlt wenn ich ihn in Diskussionen spiegelte wie provokant und aggressiv er mit mir umgeht.
Das gefällt ihm nicht. Ich setze Grenzen, das gefällt ihm nicht. Ich beharre auf Dinge, sehe Fehler ein, rede ruhig, damit kommt er nicht klar.


Lass mich raten: Er ging meistens? Waren da andere Frauen auch im Spiel?

Ich sag es dir echt ungern, aber ich bezweifle dass von seiner Seite wirklich Liebe im Spiel war. Jetzt sagt er dir das ja, aber mal ehrlich was ist denn das für eine dumme Aussage? Hätte er lieber die depressive Version von dir an seiner Seite, die er kleinhalten kann? Äußerst nett von ihm.

Liest sich äußerst ungesund und ich traue mich sogar zu wetten, dass deine Depression mit ihm zusammenhängt.


Zitat von Nostraventjo:
Ich war ihm zu vernünftig, er hat sich ist enttarnt gefühlt wenn ich ihn in Diskussionen spiegelte wie provokant und aggressiv er mit mir umgeht.
Das gefällt ihm nicht. Ich setze Grenzen, das gefällt ihm nicht. Ich beharre auf Dinge, sehe Fehler ein, rede ruhig, damit kommt er nicht klar.


Auch ein Indiz, dass seine Gefühl dir gegenüber naja sind. Corona geht vielen nahe, dennoch kein Grund sich zu trennen, auch wenn du natürlich primär für dich einen suchst. Immer sobald Frau versucht zu verstehen, warum er gerade so ist, obwohl es nur eine Erklärung gibt: Keine Gefühle.

Dass ihr jetzt ein halbes Jahr nebenher lebt wäre für mich ein absolutes Nogo! Damit fütterst du auch deine Krankheit, während er seine Defizite an dir auslebt.

Kann jeder machen wie er will, aber wenn man sich selbst nicht ehrt und schätzt wird keine Beziehung dauerhaft glücklich verlaufen. Niemals!

25.01.2021 13:04 • x 3 #3


Nostraventjo


Zitat von Clara_:
Hallo Nostraventjo,

on-/off ist eigentlich ein Zeichen, dass man nicht wirklich zusammenpasst (rede dabei aus eigener früherer Erfahrung).

Bei 9 Jahren hängt da natürlich eine ordentliche Portion Gewohnheit dabei, die es schwerer macht zu gehen. Jetzt noch ein Haus.



Lass mich raten: Er ging meistens? Waren da andere Frauen auch im Spiel?

Ich sag es dir echt ungern, aber ich bezweifle dass von seiner Seite wirklich Liebe im Spiel war. Jetzt sagt er dir das ja, aber mal ehrlich was ist denn das für eine dumme Aussage? Hätte er lieber die depressive Version von dir an seiner Seite, die er kleinhalten kann? Äußerst nett von ihm.

Liest sich äußerst ungesund und ich traue mich sogar zu wetten, dass deine Depression mit ihm zusammenhängt.




Auch ein Indiz, dass seine Gefühl dir gegenüber naja sind. Corona geht vielen nahe, dennoch kein Grund sich zu trennen, auch wenn du natürlich primär für dich einen suchst. Immer sobald Frau versucht zu verstehen, warum er gerade so ist, obwohl es nur eine Erklärung gibt: Keine Gefühle.

Dass ihr jetzt ein halbes Jahr nebenher lebt wäre für mich ein absolutes Nogo! Damit fütterst du auch deine Krankheit, während er seine Defizite an dir auslebt.

Kann jeder machen wie er will, aber wenn man sich selbst nicht ehrt und schätzt wird keine Beziehung dauerhaft glücklich verlaufen. Niemals!


Du hast mit sehr vielem Recht.
Mich zu ehren und zu schätzen lerne ich jetzt und dazu gehört auch, Grenzen zu setzen egal wie er sich dann verhält


Wir haben zwei Stockwerke und können uns so gut aus dem Weg gehen. Ich weiß dass ich mich jetzt auch emotional sehr distanzieren muss. Es ist nicht meine Aufgabe, für irgendwas zu kämpfen. Die letzten Monate habe ich schon extrem gekämpft und zwar für mich.

Für ihn ist es sehr ärgerlich, das ich ihn jetzt durchschaue und das auch äußere. Ich werde ihm unbequem weil er jetzt auch an sich arbeiten müsste. Es ist dann immer einfacher, sich jemand neues zu suchen. Da geht es dann auch nicht um Liebe da gebe ich dir Recht.

25.01.2021 13:19 • x 2 #4


Nostraventjo


Zitat von Isely:
Ich kenne dich ja schon ein wenig hier vom Forum, deine Ansichten und deine Problemchen.
Aber meinst du nicht langsam auch , dass ein Partner gerade in der jetzigen Zeit nicht alles schultern kann ?

Wenn ich dich so in der Vergangenheit gelesen habe, war eure Beziehung immer eine Verkettung von Missverständnisse, oft Frust, wenig Rücksichtsnahme und Groll.

Meinst nicht euch täte mal eine Pause gut ?

Du hattest doch mehrere Threads wo sind die eigentlich hin?



Huhu,
Zum Teil resultierten die Probleme schon aus meinem Defizit der falschen Wahrnehmung. Aber jede Reaktion erfolgt eben auf eine Aktion. Ich habe mir aus Angst immer viel bieten lassen.
Das tu ich nicht mehr.

Eine Pause gibt es jetzt, ich werde mich um nichts mehr kümmern was mit ihm zutut hat, er muss jetzt selber klar kommen und ich schaue nach mir. Ich mache nicht die Stunden Fehler wie früher und ignoriere mich selbst nur damit er bleibt.

Das hier ist ein neuer Account, der andere ist gelöscht.

25.01.2021 13:22 • x 2 #5


Nachtgedanke


18
1
37
Zitat von Nostraventjo:
Er kam mit meiner Veränderung nicht klar.
Dass ein anderer Mensch Dich liebt ist keine Frage davon, wie toll oder mental gesund Du bist . Es ist eine Frage der Passung .

Passung zwischen Menschen entsteht oft , weil die Defizite zusammen passen . Wenn Du Dich nun verändert hast, dann fehlt ihm das Gegenstück . Wenn damit ihm nun die Gefühle verloren gehen, dann ist das zu respektieren . Genauso wie Dein Wunsch nach persönlicher Veränderung zu respektieren war und ist.

25.01.2021 13:37 • x 6 #6


Nostraventjo


Zitat von Nachtgedanke:
Dass ein anderer Mensch Dich liebt ist keine Frage davon, wie toll oder mental gesund Du bist . Es ist eine Frage der Passung .

Passung zwischen Menschen entsteht oft , weil die Defizite zusammen passen . Wenn Du Dich nun verändert hast, dann fehlt ihm das Gegenstück . Wenn damit ihm nun die Gefühle verloren gehen, dann ist das zu respektieren . Genauso wie Dein Wunsch nach persönlicher Veränderung zu respektieren war und ist.


Ja gut, wenn er ein Mensch ist, der als Gegenstück eine eingeschüchterte, ängstliche Frau ohne Selbstbewusstsein braucht, die alles tut damit er bleibt und keine Grenzen setzt, dann passt es wohl wirklich nicht mehr.

Sorry, aber ich habe mich nicht grundlegend geändert, ich habe mich aus einer Jahrelangen Depression gelöst.

Die Person die ich jetzt bin, hat er damals kennen und "lieben" gelernt.
Diese Person ist aber durch Traumata und Stress mit einem ADHS-Kind kaputt gegangen.

Es ist definitiv nicht so, das er einen ganz neuen Menschen vorgesetzt bekommen hat. Zumal er ja in Grunde auch nur daraus profitieren würde.

Aber letztlich ist der Grund auch egal das ist mir bewusst. Wenn er das für sich so sieht dann kann ich daran nichts ändern. Und ich werde mich nicht mehr verändern nur damit es ihm in den Kram passt.

25.01.2021 13:52 • x 2 #7


DieSeherin

DieSeherin


3820
4720
weißt du, natürlich kann es sein, dass ihr schon seit neun jahren versucht habt, etwas passend zu machen, was einfach nicht passt, aber das hier, erschreckt mich schon ein wenig:

Zitat von Nostraventjo:
Ich fühle mich sehr einsam und bin auch wütend. Fühle mich von ihm im Stich gelassen. Ich benötige ein stabiles Umfeld nach der Klinik und tatsächlich erwartet mich ein Scherbenhaufen.

Zitat von Nostraventjo:
Es ist nicht meine Aufgabe, für irgendwas zu kämpfen. Die letzten Monate habe ich schon extrem gekämpft und zwar für mich.


ich hatte nämlich bisher schon den eindruck, dass du in der ganzen zeit der beziehung schon "herausfordernd" warst und er ganz schön viel energie in dich/euch gesteckt hat!? dass er jetzt echte erschöpfungszustände zeigt, finde ich recht verständlich - verstehst du ihn denn nicht? willst du nicht für ihn da sein?

25.01.2021 14:27 • x 4 #8


Nostraventjo


Zitat von DieSeherin:
weißt du, natürlich kann es sein, dass ihr schon seit neun jahren versucht habt, etwas passend zu machen, was einfach nicht passt, aber das hier, erschreckt mich schon ein wenig:




ich hatte nämlich bisher schon den eindruck, dass du in der ganzen zeit der beziehung schon "herausfordernd" warst und er ganz schön viel energie in dich/euch gesteckt hat!? dass er jetzt echte erschöpfungszustände zeigt, finde ich recht verständlich - verstehst du ihn denn nicht? willst du nicht für ihn da sein?


Vielen Dank für deinen Beitrag.
Natürlich will ich für ihn da sein.
Zumal ich das einfach jetzt auch wesentlich besser kann als vorher.
Sicherlich war ich mit einer nicht diagnostizieren ADHS teilweise sehr anstrengend. Das steht auch außer Frage.
Allerdings wurde mein Vertrauen auch schon nach kurzer Zeit missbraucht. Da hätte ich im Grunde schon die Reißleine ziehen sollen wenn ich da nicht schwanger geworden wäre.

Ich war sehr oft für ihn da und habe mich vergessen und bin immer kränker geworden. Ich habe ihn jedes Mal zurück genommen, ihm jede Respektlosigkeit verziehen. Ich habe die Fehler immer bei mir gesucht. Und natürlich trage ich meinen Teil bei.

Aber ich denke, das ich auch durch sein Verhalten über die Jahre so krank geworden bin. Das Schreiben mit anderen Frauen, die Lügen, kaum Zärtlichkeit usw... Ich dachte immer es wird irgendwann besser. Und ja, ich wollte für ihn da sein nach der Klinik, aber er möchte jetzt nicht mehr.

Ich kann mir viel vorwerfen, aber nicht dass ich für ihn nicht da war. Gerade weil ich soviel für ihn da war war ich irgendwann an dem Punkt wo ich mich selbst verloren habe

25.01.2021 14:38 • x 4 #9


Nostraventjo


Zitat von DieSeherin:
weißt du, natürlich kann es sein, dass ihr schon seit neun jahren versucht habt, etwas passend zu machen, was einfach nicht passt, aber das hier, erschreckt mich schon ein wenig:




ich hatte nämlich bisher schon den eindruck, dass du in der ganzen zeit der beziehung schon "herausfordernd" warst und er ganz schön viel energie in dich/euch gesteckt hat!? dass er jetzt echte erschöpfungszustände zeigt, finde ich recht verständlich - verstehst du ihn denn nicht? willst du nicht für ihn da sein?


Vielen Dank für deinen Beitrag.
Natürlich will ich für ihn da sein.
Zumal ich das einfach jetzt auch wesentlich besser kann als vorher.
Sicherlich war ich mit einer nicht diagnostizieren ADHS teilweise sehr anstrengend. Das steht auch außer Frage.
Allerdings wurde mein Vertrauen auch schon nach kurzer Zeit missbraucht. Da hätte ich im Grunde schon die Reißleine ziehen sollen wenn ich da nicht schwanger geworden wäre.

Ich war sehr oft für ihn da und habe mich vergessen und bin immer kränker geworden. Ich habe ihn jedes Mal zurück genommen, ihm jede Respektlosigkeit verziehen. Ich habe die Fehler immer bei mir gesucht. Und natürlich trage ich meinen Teil bei.

Aber ich denke, das ich auch durch sein Verhalten über die Jahre so krank geworden bin. Das Schreiben mit anderen Frauen, die Lügen, kaum Zärtlichkeit usw... Ich dachte immer es wird irgendwann besser. Und ja, ich wollte für ihn da sein nach der Klinik, aber er möchte jetzt nicht mehr.

Ich kann mir viel vorwerfen, aber nicht dass ich für ihn nicht da war. Gerade weil ich soviel für ihn da war war ich irgendwann an dem Punkt wo ich mich selbst verloren habe. Ich hatte auch extreme Erschöpfungszustände vor der Klinik. Ich hab mich immer mehr zum ihn gekümmert als um mich selbst.

25.01.2021 14:40 • #10


DieSeherin

DieSeherin


3820
4720
Zitat von Nostraventjo:
Aber ich denke, das ich auch durch sein Verhalten über die Jahre so krank geworden bin. Das Schreiben mit anderen Frauen, die Lügen, kaum Zärtlichkeit usw... Ich dachte immer es wird irgendwann besser. Und ja, ich wollte für ihn da sein nach der Klinik, aber er möchte jetzt nicht mehr.


ach mensch mädel, das fasst doch alles so zusammen, dass ich mich wundere, dass ihr überhaupt noch mal ein halbes jahr rumexperimentieren wollt

trennt euch mit würde und anstand und kümmert euch jeder erst mal um sich selber

25.01.2021 14:40 • x 2 #11


Nostraventjo


Zitat von DieSeherin:

ach mensch mädel, das fasst doch alles so zusammen, dass ich mich wundere, dass ihr überhaupt noch mal ein halbes jahr rumexperimentieren wollt

trennt euch mit würde und anstand und kümmert euch jeder erst mal um sich selber


Ich muss dir da beiflichten so denke ich im Grunde jetzt auch.
Ich war immer aufrichtig in meinen Gefühlen auch wenn ich natürlich sehr anstrengend war. Auch in der Therapie wurde mir gesagt dass mein Fokus immer viel zu wenig auf mir lag und ich keine Grenzen setzen kann und mich selbst nicht liebe. Das es viel mit der Partnerschaft zutun hat und ich mich abgrenzen muss. Meine Therapeutin hat vorhergesagt das er sich trennen wird aber ich wollte es nicht glauben.

25.01.2021 14:46 • x 2 #12


Karili


667
1
1802
Wer eine Therapie und Behandlung beginnt, wird in der Regel darauf hingewiesen, dass es im Umfeld zu (starkem) Gegenwind und Boykott kommen kann. Wenn sich nämlich einer im System bewegt, schlägt es Wellen.

Ich würde mich sehr konkret fragen was für dich nach dem Klinikaufenthalt an erster Stelle steht. Du mit deinem neuen Bewusstsein und gesunderem Gefühl, oder das Aufrechterhalten einer Beziehung, mit der Vorgabe möglichst wieder so zu werden wie du vorher warst. Weitere Fragen gibt es meiner Ansicht nicht.

Versuchst du einen Kompromiss, bist du schnell wieder dort wo du warst. Stellst du Forderungen an ihn, wird es möglicherweise zu einem Dauerkonflikt führen, der dich zermürbt. Gibt er vor, dass er dich plötzlich doch so magst wie du aktuell bist, wäre ich vorsichtig. Es gibt einfach den Einsatz von Krankheit als Manipulation. Wenn er dir gegenüber keine Gefühle mehr hat, weil du anders, gesünder, bist, dann sollte dir das extrem zu denken geben.

Wie bei Menschen nach eigenem Klinikaufenthalt wegen einer Sucht, beginnt der wirklich harte Teil der Veränderung nach der Entlassung. Man trifft die alten Leuten, man weiß, dass man trotz des alten Dämons überleben kann ud verfällt schnell in den alten Stupor und Trott. Deshalb noch einmal meine Frage:

Was steht für dich nach dem Klinikaufenthalt an erster Stelle . Du mit deinem neuen Bewusstsein und gesunderem Gefühl, oder das Aufrechterhalten einer Beziehung, mit der Vorgabe möglichst wieder so zu werden wie du vorher warst.

25.01.2021 16:47 • x 7 #13


Nostraventjo


Zitat von Karili:
Wer eine Therapie und Behandlung beginnt, wird in der Regel darauf hingewiesen, dass es im Umfeld zu (starkem) Gegenwind und Boykott kommen kann. Wenn sich nämlich einer im System bewegt, schlägt es Wellen. Ich würde mich sehr konkret fragen was für dich nach dem Klinikaufenthalt an erster Stelle steht. Du mit deinem neuen Bewusstsein und gesunderem Gefühl, oder das Aufrechterhalten einer Beziehung, mit der Vorgabe möglichst wieder so zu werden wie du vorher warst. Weitere Fragen gibt es meiner Ansicht nicht. Versuchst du einen Kompromiss, bist du schnell wieder dort wo du warst. ...


Karili, GENAU das mit der Therapie und dem Boykott hat meine Therapeutin auch gesagt.

25.01.2021 17:04 • x 1 #14


Nostraventjo


Zitat von Karili:
Wer eine Therapie und Behandlung beginnt, wird in der Regel darauf hingewiesen, dass es im Umfeld zu (starkem) Gegenwind und Boykott kommen kann. Wenn sich nämlich einer im System bewegt, schlägt es Wellen. Ich würde mich sehr konkret fragen was für dich nach dem Klinikaufenthalt an erster Stelle steht. Du mit deinem neuen Bewusstsein und gesunderem Gefühl, oder das Aufrechterhalten einer Beziehung, mit der Vorgabe möglichst wieder so zu werden wie du vorher warst. Weitere Fragen gibt es meiner Ansicht nicht. Versuchst du einen Kompromiss, bist du schnell wieder dort wo du warst. ...


Ich muss sagen dass ich natürlich erstmal in die Klinik bin um primär Beziehung und Familie zu retten und weil es mir nervlich so bescheiden ging, das ich schon unschöne Gedanken hatte weil Freude für mich schon lange nicht mehr greifbar war unter der Angststörung.

Während der Therapie wurde ich aber sehr stabilisiert auch was den Selbstwert anging.
Das ich wahnsinnig viel mache und gemacht habe und mein Partner sich ist zu wenig einbrachte speziell was unseren Sohn anging.

Ich habe versucht ihn nicht so arg zu belasten aus Angst dass er dann geht weil er wieder einen Zusammenbruch hat. Ich habe also sehr viel gemacht aus Verlustangst und mich total verausgabt.

Mir ist die Liebe zu mir sehr wichtig mittlerweile. Ich habe soziale Kontakte aufgebaut und kann mich wieder leiden. Auch durch meine Medikation.

Ich weiss einfach nicht warum ich das so lange mitmache.
Er hat viele gute Seiten, hilft und man kann sich auf ihn verlassen. Er ist meist umsorgend und denkt materiell selten an sich.

Aber manchmal hat er eine sehr respektlose Art, vergreift sich im Ton, ist genervt, lässt unmögliche Kommentare los und merkt nicht dass sie verletzend sind.

Er wird schnell laut und Gespräche sind selten ruhig möglich da sein inneres Kind schnell zum Vorschein kommt und dann patzig und beleidigt und abwehrend reagiert.

Ich finde sein Verhalten oftmals sehr schwierig. Und es wird mir langsam einfach auch zuviel mich damit dauernd zu befassen da ich schon ein Kind habe und eigentlich noch einen souveränen Partner bräuchte.

25.01.2021 22:55 • x 3 #15



x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag