Kala1980
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Inzwischen sind ein paar Stunden vergangen und ich konnte meine Emotionen etwas "bändigen". Nun ist alles etwas abgeflacht und ich sehe und denke wieder klarer.
Fakt ist zum einen, dass mein Partner eingeweiht war, dass ich mich mit ihr treffe und er hat dem Ganzen zugestimmt (hätte er etwas zu befürchten gehabt, hätte er wohl interveniert).
Das Treffen gestern war ziemlich surreal - ich war vollends darauf aus, dass mein Partner mich immer noch belügt und betrügt und dabei habe ich meine Menschenkenntnisse und mein Bauchgefühl ziemlich vergessen (okey, ich habe so oder so durch das Ganze irgendwie den Kontakt zu mir verloren). Ich habe die mir die AF immer als coole und taffe und aufgestellte Frau vorgestellt - sie ist alles andere als das. Ich schätze sie eher als kühlen Menschen mit wenig Herzlichkeit und Lebensfreude dafür mit einer ganzen Menge Arroganz ein.
Es gibt sehr viele Ungereimtheiten, welche darauf hinweisen, dass sie auf dem "Zerstörungskurs" ist. Heute Nachmittag habe ich ein Bad genommen und mir das Gespräch mit ihr noch einmal vor Augen geführt. Gemäss ihrer Aussage ist die Affäre bis vor ein paar Tagen gegangen mit allem drum und dran. Als mein Partner und ich im Dezember unsere Beziehung beendeten, wurde ihm ja klar, dass dies alles ein Fehler war. Er hat mir versichert unzählige Male mit ihr gesprochen zu haben (auf freundschaftlicher Basis) und ihr erläutert zu haben, dass er unsere Beziehung unbedingt retten will und mich liebt. Gemäss ihrer Aussage hätte er niemals etwas in diese Richtung erwähnt. Ich weiss aber mit 100% Sicherheit, dass sie davon in Kenntnis gesetzt wurde und auch wusste, dass wir immer noch zusammen wohnen.
Auch hat mir mein Partner ja schon vor längerer Zeit erzählt, dass sie sich einen anderen Job suchen würde (resp. in der alten Firma bleiben möchte) um künftig nicht in der selben Firma wie wir zu arbeiten. Ihre Version der Geschichte ist, dass sie nicht in unsere Firma kommt (sie hätte das gestern morgen entschieden), ihr Vorhaben aber mit absolut niemandem besprochen habe und ich quasi die erste bin, welche davon erfahren sollte (daneben dann noch die Bemerkung, dass sie auf die Barrikade gegangen wäre, wenn sie auch in der selben FA arbeiten würde, wie mein Partner und ich).
Sie hätte jetzt für sich die Entscheidung getroffen, dem Ganzen ein Ende zu setzen und ihm quasi den Schuh zu geben. Sie wäre aber absolut nicht böse auf ihn und er könne jederzeit auf sie zählen.
Die ÖV - Branche, in welcher mein Partner und ich künftig arbeiten werden (und sie auch fast angefangen hat, jetzt aber kurz vor Stellenantritt einen Rückzieher macht), hat sie schlecht gemacht und mich mit einer gewissen Arroganz belächelt, da ich erst seit einem Jahr Bus fahre und sie mit Bussen gross geworden ist und ihr ganzes Leben lang noch nie etwas anderes gemacht hat. In dieser Männerwelt (Reisebusbranche) kenne sie sich halt aus und da sei sie zu Hause - der ÖV sei nichts für sie.
Rückblickend ist es ist mir auch, als wollte sie mich gezielt erniedrigen und aufstacheln - so quasi nach dem Motto: Wenn sie ihn nicht haben kann, soll ihn niemand haben. Es hat auch noch andere Ungereimtheiten gegeben, von welchen ich 100% weiss, dass es sich nicht so zugetragen hat, da ich indirekt daran beteiligt war.
Gestern hat sie mit ihrer Taktik voll ins Schwarze getroffen, heute sehe ich das Ganze etwas nüchterner.
Ich habe heute noch viel und lange mit meinem Partner geschrieben und ich bin froh, können wir das Ganze bald noch persönlich besprechen. Für ihn ist nun endgültig klar, dass es auch keinen "beruflichen Kontakt" mehr mit ihr geben wird. Er ist regelrecht schockiert mit was für Instrumenten sie aufgefahren ist und ist nun endgültig erwacht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass im Geisteszustand, in welchem mein Partner bis vor kurzem war, er nichts Verwerfliches an dieser Frau fand und dachte, dass man eine normale Kollegialität auf Berufsbasis weiterführen kann. Einfach naiv und blauäugig.
Sooooo und für mich ist es nun definitiv höchste Zeit, mich wieder um mein eigenes Leben zu kümmern. Ich habe in den letzten Wochen den Sport vernachlässigt (obwohl ich sonst sehr sportlich bin), weil ich einfach keine Kraft mehr hatte und dem negativen Gedankenkarussell verfallen war. Konnte nicht mehr essen (bin noch magere 49kg), usw. Wie die Beziehung zu meinem Partner in Zukunft verlaufen wird, kann ich noch nicht sagen (er hat noch eine Menge an sich zu arbeiten) - ich muss jetzt zuallererst auf mich schauen. Es hilft mir zu wissen, dass ich ihn nicht zum leben brauche, weil ich in irgend einer Weise abhängig bin - wenn wir den Weg gemeinsam fortsetzen, dann nur weil ich es wirklich von ganzem Herzen möchte. Ich freue mich auf meine neue (eigene) Wohnung, den Frühling und dass meine Schultern inzwischen leichter werden. Der Prozess gestern und heute war gut und ich verspüre nicht mehr den unsäglichen Kloss in der Magengrube.
Ich bin froh, dass ich den Schritt gemacht habe und das Gespräch mit der AF gesucht habe.
