Zitat von alterweißermann: Aber warum sollte man einem Jugendlichen mit ADHS so vieles nachsehen, aber 5 Jahre später als jungem Erwachsenen dann nicht mehr? Und was bedeutet das für so ein Forum? Muss man dann wirklich in der Signatur schreiben ich habe ADHS, Autismus, Depression?
Hast du dich schon einmal wirklich mit dem Thema Nachteilsausgleich auseinandergesetzt? Du erwähnst es zwar, aber deine Argumentation zeigt, dass du offensichtlich nicht weißt, worum es dabei geht.
Ein Nachteilsausgleich dient ausschließlich dazu, Chancengleichheit bei nachweisbaren Beeinträchtigungen, etwa in Schule, Ausbildung oder Studium, herzustellen. Er bedeutet keine Sonderbehandlung und schon gar nicht, dass man sich schlechtes Verhalten schönredet oder entschuldigt.
Ein Nachteilsausgleich soll sicherstellen, dass Kinder mit einer Behinderung oder Lernbeeinträchtigung ihre Leistung unter fairen Bedingungen zeigen können.
Beispiele:Zusätzliche Zeit bei Klassenarbeiten (z. B. bei Legasthenie oder ADHS)
Technische Hilfsmittel wie Computer oder Vorleseprogramme
Alternative Prüfungsformen, z. B. mündlich statt schriftlich
Ruhiger Arbeitsplatz oder angepasste Aufgabenstellung
Autismus, ADHS oder andere neurologische Entwicklungsstörungen fallen nicht unter Persönlichkeitsstörungen, und sie haben nichts mit einem „Bällebad fürs Leben“ zu tun. Es geht um faire Rahmenbedingungen, nicht um Nachsicht oder Bonuspunkte.
Dein Vergleich ist daher inhaltlich völlig unpassend und verkennt, worum es beim Nachteilsausgleich tatsächlich geht.
Zitat von BernhardQXY: Häng dich bitte nicht an dieser Begrifflichkeiten auf.
Zitat von BernhardQXY: Auch wenn der Begriff nachteilsausgleich scharf belegt ist, so finde ich ihn trotzdem für Erwachsene gut geeignet.
Ich hänge mich nicht an Begrifflichkeiten auf. Ich schreibe Tatsachen. Denn: dieser Begriff passt nicht, Bernhard.
Zitat von BernhardQXY: Auch der Begriff Persönlichkeitsstörung ist in diesem speziellen Fall von mir benutzt worden, weil mir nix besseres einfiel.
Klar ist es, dass Autisten eingeschränkt sind, wenngleich das Spektrum sehr vielfältig ist.
Es ist und bleibt aber keine Persönlichkeitsstörung.
