Liebe peppina und @all,
Narzissten - wie erkennen - ist ein weiteres gutes thema in diesem forum!
Ich möchte meine gedanken dazu hier mal zusammenfassen: In meinem näheren umfeld (auch arbeitstechnisch) habe ich 4 narzissten erkannt: der vater, der bruder, der chef und ein kollege. Und selbstverständlich jede menge empathen
Zu beginn erkennt man keinen unterschied, weil narzissten zunächst gekonnt schauspielern und einem eine trügerische welt vorspielen können.
Hier meine Feststellungen:
Empathen:
Du erzählst ihnen eine für dich belastende Situation. Du spürst, sie sind bei dir. Schauen dich an und nur du bist präsent.
Und noch während du erzählst, bekommen sie eine "mitfühlende Gesichtsentgleisung" - ähnlich, wie du es empfindest. Manchmal muss man nicht mal zuende erzählen, weil sie sofort mitbekommen, um was es geht. Sie "springen" in deine Worte rein und vollenden sie einfach mit dem, was du selbst empfindest.
Und das finde ich einen wesentlichen Aspekt! Sie fassen kurz und knapp zusammen, was dich da verletzt hat, zeigen damit Anteilnahme und Verbundenheit.
Beispiel: Mein Bruder, der Idiot, hatte die Berechtigung, das Gras auf meinem Grundstück zu mähen und für sich und seine Hühner zu ernten. Was ich schon vorher deutlich signalisiert hatte, war, dass ich auf meinem Grundstück keinen Hühnermist haben will.
Neulich erzählte er so nebenbei, dass er jetzt auf meinem Grundstück die Erde ausgehoben hat, um den Hühnermist dort zu vergraben. Der war noch beleidigt, als ich sagte, dass ich das nicht gut finde und er damit aufhören soll. Und dann kam noch eine Rechtfertigung: Hühnermist ist gut für die Erde...
Das habe ich den nächsten Tag meinem netten Arbeitskollegen erzählt. Ich musste nicht mal viel ausholen, und er meinte gleich: Wie jetzt, du hattest doch gesagt, du willst das nicht und er macht es trotzdem? Der respektiert dich überhaupt nicht. Das auch noch - neben dem Arbeitsstress...
Empathen nehmen Anteil an deinem Leben. Empathen merken sich die Zusammenhänge aus dem Leben des anderen. Empathen sind bei dir. Man ist gefühlt aufgehoben.
Anders als bei Narzissten:
Während man erzählt, beschäftigen sie sich oft nebenbei mit anderen Sachen. Schauen einen oft nicht an oder starren einen einfach an. Und dann kommts: Sie speisen einen ab mit Floskeln: Alles wird gut; ach naja, muss man mal drüber reden; lenken sofort ab vom Thema (interessiert sie nicht); geben kein Statement dazu...
Als ob man ins Leere spricht. Und sofort vergessen sie es wieder - war halt nicht wichtig für sie.
Oder - auch eine schöne Variante: unterbrechen einen dauernd oder werden sogar richtig "witzig", obwohl dem Erzählenden garnicht nach lachen zumute ist.
Ich finde, das Wesentlichste ist hier, dass Empathen in der Lage sind, deine noch nicht gesprochenen Sätze zu formulieren. Man braucht nicht zu sagen "das hat mich verletzt". Sie sprechen es selbst aus.
Bei Narzissten fehlt das, beziehungsweise reagieren sie oberflächlich und ohne tieferen Sinn.
LG Saxana