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Narzisstin? Bin ich schuld? Werd ich verrückt?

S
@PapaEmeritus
Danke für den Artikel. Dann bin ich wohl die Ausnahme, weil ich eins zu eins meine Kindheitsschmerzen in dieser Beziehung wieder erleben konnte und auch meine Kindheitsschutzmechanismen angesprungen sind.

#106


D
@Scheol
Naja als Kind war da mehr im argen.

Wie gesagt scheidung als ich so 6/7 war, vorher halt hilflos oft neben einer weinenden mutter gestanden die nicht mehr konnte und ich wollte so sehr helfen und dass es allen gut geht konnte aber nichts tun weil kind.

Nach der scheidung jedes zweite wochenende beim vater. der hat dann relativ am anfang vermutlich auch um die scheidung zu bewältigen in meiner anwesenheit massiv auf einem fest einen über den durst getrunken (kein Alk. ansonsten)

Mit 7 dann den sturzbetrunkenen vater durchs dorf heimgeführt und dann auf halbem weg pause auf einer bank gemacht wo er dann wegen der scheidung zu weinen anfing und sagte er will sich heut nacht an nen baum hängen.

Ihn dann weiter durchs dorf geschleppt und mit heidenangst schlafen gegangen dass er morgens nimmer da ist usw. das war schon alles nicht pralle.

Ich dachte nur eigentlich ich hätte bereits sehr viel da aufgearbeitet.

Scheint aber noch nicht zu reichen

#107


A


Narzisstin? Bin ich schuld? Werd ich verrückt?

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A
Zitat von PapaEmeritus:
Klingt interessant, ich recherchiere jetzt auch nicht lange, da es mir nicht um Streit, oder um das umherwerfen von Studien geht 😆. Es geht ...

Ach, aber ich hätte für dich Studien raussuchen sollen - und dann interessierts dich eh kaum? 😅

Bringt diese Diskussion dem TE was? Natürlich zieht man gewisse Typen von Menschen an. Meist weil man seine Kindheit wieder gut machen will. Weshalb auch viele geschlagene Frauen wieder bei Schlägertypen landen. Das ist hinlänglich bekannt, empirisch erwiesen und erforscht.

Und da wären wir neben den ganzen Studiengewäsch vielleicht wirklich an dem Punkt, der für den TE interessant wäre. Allerdings weiß er das ja eh bereits selbst und ist nichts Neues für ihn.

Ich denke, das Forum braucht er eher als Unterstützung, dass er nicht falsch damit lag, dass so eine Beziehung Gift für ihn war - und nicht seine Schuld, dass sie ihn permanent zur Schnecke machte. Außer, dass er zu lang und zu sehr daran festhalten wollte.

x 2 #108


Worrior
Ich weiß nicht ob das Vergleichbar ist aber ein Teil der Kriminologie ist die Viktimilogie.
Ersteres befasst sich mit der Bewggründen und dem Modus Operandi des Täters.
Die Viktimiloge mit dem Verhalten des Opfers.
Beides spielt auch in die forensische Psychiatrie mit rein.
Dort gibt es die Frage ob ein gewisses Verhalten spezifische Täter anzieht.

Ich glaube dass gewisse Personen die in ihrem Beziehungsverhalten toxisch sind, bewusst oder auch unbewusst eine Antenne für Personen haben die sie schädigen können.
Ich weiß aber nicht ob es Quellen gibt welche dies auf Beziehungsdynamiken übertragen können.

x 2 #109


S
Zitat von Scheol:
Um das bedürfniss um Harmonie zu stille

Harmonie bedeutet für ein Kind Sicherheit, besonders dann, wenn es auch das absolute Gegenteil erlebt hat und sich nicht sicher war, ob es den Tumult der Bezugspersonen auf Grund seiner Abhängigkeit überleben wird.

x 2 #110


GreenTara
Zitat von Doktorfix:
Ich dachte nur eigentlich ich hätte bereits sehr viel da aufgearbeitet.

In deinem Alltagsmodus waren diese Dinge halt nicht sehr präsent. Jetzt aber hat dich deine Vergangenheit eingeholt und hält dir einen Spiegel vor. Das bedeutet aber auch, dass diese Lasten nun reif sind, um verarbeitet zu werden.
Gerade mit solchen Erfahrungen ist es wichtig, behutsam mit sich selbst umzugehen. Es ist notwendig, dass du den Fokus auf dich selbst legst. Das bedeutet nicht, rücksichtslos zu anderen zu sein. Es bedeutet aber, sich vom Verhalten anderer zurückzuziehen, wenn sie dir nicht gut tun.

x 3 #111


A
@Worrior Am Ende der toxischen Gaußschen Normalverteilung, wo ich mich beruflich eher aufhielt, gibt’s zB bzgl Zwangsprost durch den Lover oder auch Menschenhandel sehr viel dazu - die sich auch auf „normalere toxische“ Beziehungsdynamiken beziehen, warum Opfer „aus Liebe“ in solches Giftbad reinrutschen und wie da die Prozesse ablaufen. Nur mal so als Beispiel, führt aber hier zu weit. Aber unterm Strich, dasselbe Muster in Grün, die Parameter sind nur andere.

x 1 #112


A
Zitat von GreenTara:
In deinem Alltagsmodus waren diese Dinge halt nicht sehr präsent. Jetzt aber hat dich deine Vergangenheit eingeholt und hält dir einen Spiegel vor. ...

Absolut! Und auf sich selbst endlich zu hören und sich zu vertrauen. Du sagest selbst: „Das ist Gift“, wusstest du schon sehr früh - wolltest dir nur selbst nicht glauben.

x 2 #113


S
Zitat von Arnika:
warum Opfer „aus Liebe“ in solches Giftbad reinrutschen

Vielleicht finden ja die Opfer den passenden Täter, weil sie sein Verhalten von ihren ehemaligen Bezugspersonen her kennen.

x 1 #114


A
Zitat von Sincerite:
Vielleicht finden ja die Opfer den passenden Täter, weil sie sein Verhalten von ihren ehemaligen Bezugspersonen her kennen.

Sicher, das ist der Klassiker - oder aber auch gar nicht kennen, und deswegen die Gefahr total unterschätzen, und so dann immer tiefer abgleiten.

Ist in Wahrheit wie bei Dro.. Die einen wachsen in ihrem Umfeld auf damit - und die anderen sind zu behütet aufgewachsen und suchen deswegen vielleicht auch den Thrill. Da gibt’s mehrere Typen und unterschiedliche, auch gegensätzliche Faktoren, die das Risiko erhöhen. Führt aber auch da zu weit, aber nur eine schwerere Kindheit ist zu vereinfacht, das sagt oft noch nicht viel aus. Nicht selten ist sogar das Gegenteil der Fall, gerade da sind viele dann genau deswegen resilienter - erkennen sofort das bekannte Spiel, - und würden sich sowas nie gefallen lassen.

x 4 #115


PapaEmeritus
Zitat von Arnika:
Natürlich zieht man gewisse Typen von Menschen an. Meist weil man seine Kindheit wieder gut machen will. Weshalb auch viele geschlagene Frauen wieder bei Schlägertypen landen. Das ist hinlänglich bekannt, empirisch erwiesen und erforscht.

Man zieht diese Menschen nicht an, maximal verstärken sich Muster gegenseitig. Es ist auch nicht empirisch belegt, dass man seine „Kindheit wieder gut machen will“. Wie kommt man denn auf sowas?
Ich hab’s mir jetzt mal einfach gemacht, weil mich dieser pseudowissenschaftliche Unsinn nur noch nervt:

Was die Forschung tatsächlich zeigt
Es gibt Teilbefunde, die in diese Richtung hineininterpretiert werden, aber nicht exakt das bestätigen:
a) Repetition ohne „Heilungsziel“
In der Bindungs- und Schemaforschung sieht man:
Menschen landen häufiger in vertrauten Beziehungsmustern
auch wenn diese ungesund sind

Aber:
Zitat:das passiert nicht zuverlässig mit einem „Reparaturziel“

b) „Korrekturerfahrungen“ sind möglich – aber nicht automatisch
In Therapie und Entwicklungspsychologie kennt man:
sogenannte korrigierende Beziehungserfahrungen

Das bedeutet:
neue Erfahrungen können alte Muster verändern
aber das ist kein automatisch angestrebtes Verhalten im Alltag


c) Kein klarer Nachweis eines unbewussten „Reparaturplans“
Es gibt keinen robusten empirischen Beleg dafür, dass Menschen systematisch:
Zitat:„bewusst oder unbewusst gezielt alte Kindheitssituationen nachstellen, um sie zu reparieren“
Das ist eher ein psychoanalytisch geprägtes Deutungsmodell.

3. Wo die Idee herkommt
Diese Erklärung stammt aus einer Mischung von:
Psychoanalyse (Wiederholungszwang / „Reinszenierung“)
moderner Selbsthilfeliteratur
vereinfachter Schematherapie-Sprache

Dort wird aus komplexen Befunden eine narrative Kurzform gemacht:
Zitat:„Du suchst das, was du kennst, um es zu heilen.“

Schönen Abend noch.

#116


D
Es waren halt völlig unterschiedliche dynamiken in beiden beziehungen. Der ersten Frau bin ich über ein jahr nachgelaufen weil ich mich verliebt hatte. und hier habe ich erstmals die erfahrung gemacht dass da jemand mich wollte. da war nahezu alles anders am anfang. Ich hab ja erstmal gar nicht realisiert, dass sie geflirtet hat und mich mehr mochte als "nur" freundschaftlich.

Im nachhinein wurde mir dann von ihr gesagt, dass der "depristatus" den sie in whats app hatte und woraufhin ich fragte ob alles okay sei und sich das alles erst richtig entwickelt hat außer mir gar niemand sehen konnte...

Alles in allem will ich mir glaub ich nicht ganz eingestehen, dass ich nur... ja... geangelt wurde...

x 1 #117


A
Zitat von PapaEmeritus:
Man zieht diese Menschen nicht an, maximal verstärken sich Muster gegenseitig. Es ist auch nicht empirisch belegt, dass man seine „Kindheit wieder ...

Wie kommst du eigentlich darauf, dass du alle empirischen Studien dieser Welt kennst? 😅😂 Und das es „die Forschung“ gibt? Wissenschaft bedeutet, sich ewig um gegensätzliche Studienergebnisse zu streiten. Man kann sich annähern, ein paar Jahre später wird das, „was die Forschung“ zeigt wieder verworfen, weil „die Forschung“ auch was anderes zeigte und zeigt.

x 1 #118


PapaEmeritus
@Arnika

Zur Not KI befragen. Die kann dir Studien aufzeigen, Querverweise geben, Meta-Studien aufzeigen. Dieser pseudowissenschaftliche Unsinn ist mir zu billig. Schönen Abend noch.

#119


A
Zitat von PapaEmeritus:
@Arnika Zur Not KI befragen. Die kann dir Studien aufzeigen, Querverweise geben, Meta-Studien aufzeigen. Dieser pseudowissenschaftliche Unsinn ist ...

Nach über 10 Jahren in der empirischen Forschung muss ich nicht die KI bemühen, um zu wissen, was Forschung ist und wie der Hase läuft - und wie man richtig recherchiert. Und das die KI nicht mal einen kleinen Bruchteil erfasst - und der ist oft falsch 😅

#120


A


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