Doktorfix
Mitglied
- Beiträge:
- 145
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 167
- Mitglied seit:
Ich befinde mich gerade in der Scheidung.
Ich möchte hier gleich damit beginnen, dass die Verfehlung und der Vertrauensbruch, der letztendlich die Trennung zur Folge hatte von mir ausging und auch heftig war.
Allerdings sind mir in den letzten 2 Monaten nach der Trennung so unfassbar viele Dinge aufgefallen, dass ich darüber gerne reden würde.
– Der extrem intensive Start. Ich konnte nichts falsch machen, alles was ich sagte und tat wurde verherrlicht, jede Charaktereigenschaft in den Himmel gelobt. Ich wurde bewundert und geliebt wie nie zuvor.Kleinigkeiten "ich hab bei einem mann noch nie so eine saubere Wohnung gesehen" "Hach ein Mann der echt seine Wäsche zusammenlegt" usw.
– Heirat war für mich kein Thema, da ich hier ein gebranntes Kind durch eine vorherige Verlobung war und das wusste sie. Sie hatte bereits zwei Partnern einen Antrag abgelehnt und wollte auch nie heiraten. Allerdings machte sie mir nach einem Jahr einen Antrag.
War das eine Verschiebung meiner Grenzen? Ich habe mehr aus Verlustangst und Liebe zugesagt und es war natürlich die ultimative Aufwertung. Die Frau die nie heiraten wollte und andere abgelehnt hatte wollte mich. Das muss doch die Eine sein
– Ich mag sowohl Computer wie auch das sportliche Schießen.
Sie sagte sie wollte nie einen Gamer/IT begeisterten und nie jemanden mit Waffen, das wäre für sie ein no-go, aber ich bin ja so einzigartig und toll, dass sie für mich ihre prinzipien über bord wirft.
– Dann kamen die ersten Streits. Ich hatte zwei stunden die Terasse gekärchert (Man kann sich vorstellen, wieviel Wasser dabei verloren ging) und als ich danach 20 Minuten unter der Dusche stand entstand ein riesen Streit warum ich soviel Wasser mit Duschen verschwende, das würde schließlich alles Geld kosten. Da habe ich mich zum ersten Mal wertlos gefühlt. Bereits in diesem Streit stand die Trennung als androhung im Raum und fortan auch in jedem weiteren Streit. Scheiudungsandrophungen, tun als hätte man den Ring im Klo runtergespült, Mich 2 Stunden lang auffordern Freunde zu fragen ob ich dort schlafen kann, weil ich raus soll und als ich es dann getan hab wurde ich geschlagen und ich habe sie verletzt weil ich scheinbar nicht mal durm kämpfe.
– Auf Fragen wie „Bist du überhaupt noch mit irgendwas an mir zufrieden“ antwort „Im Moment nicht“ erhalten.
– Auf Aussagen „Ich habe das Gefühl, du liebst mich, aber du magst nichts von dem was mich ausmacht oder was ich mag“ die Antwort erhalten „Ja könnte man so sagen“
– Nichts was ich tat war genug, nichts hat gereicht, Ich habe nur noch versucht mich zu optimieren.
– Aufgepasst was ich sage, aufgepasst was ich tue, Hobbys und Freundschaften nicht mehr gepflegt.
– Immer im Alarm immer in der Verlustangst gefangen
– Freude an allem verloren. Am Gaming, am Musizieren, an Unternehmungen
– Ständig erschöpft, müde.
– Ich war über die Jahre immer ihr Fels. Ob Schulterbruch, Hüftprothesen, der Kampf ums Haus mit ihrem Ex, ich war immer da stand immer an ihrer Seite.
– Es wurde trotzdem schlimmer. Die Intimität ließ nach „Du hast zugenommen und ich finde dich unattraktiv“ (wir reden hier in den schlimmsten Zeiten maximum über 95kg)
„Wenn du nicht abnimmst will ich ne offene Beziehung“
– Nur Abwertungen. „Du machst nichts im Haushalt“ „Ich denke ja immer für uns beide“ „Du kannst gar nicht müde sein deine Arbeit macht dir ja Freude“
– Gemeinsame Freunde die nach der Trennung mit uns beiden Sprachen sagen „Ich hab sie mal gefragt wer welche Aufgaben im Haushalt hatte. Du hattest ja viel mehr. Sie konnte mir eigentlich gar nicht sagen was sie wirklich für Aufgaben übernommen hat“
– Körperliche Arbeiten waren eh für mich allein aufgrund ihrer körperlichen Beeinträchtigung.
– Ich wurde still, passiv, freudlos, konnte mich selbst nicht mehr fühlen. Mein Kopf sagte „Das ist Gift“ Alles andere sagte „Du musst dir mehr Mühe geben dann wird es wie am Anfang“ Also noch mehr an mir gearbeitet, arbeitszeit verkürzt , mehr Fitnessstudio, kaum noch privat am PC, versucht auf alles zu achten um Streit zu vermeiden.
- Ihre ersten Sorgen bei der Trennung war "Oh Gott all unsere Freunde behalten bestimmt dich und ich hab niemanden mehr" und "würdest du mir schriftlich geben dass du hier am kredit weiter mitbezahlst"
– Nun 2 Tage nach der Trennung war sie beim Anwalt, droht mir mit Härtefallscheidung, wenn ich nicht auf alles verzichte. Ich hätte sie traumatisiert. (Ja der Mist den ich gebaut habe als ich mich am Boden und Wertlos gefühlt habe und irgendwie bestätigung gesucht habe war heftig das will ich nicht bestreiten (weder körperliche gewalt noch psychische gewalt an ihr oder dergleichen))
Und ich bin nur ein Wrack, dass nicht weiter weiß und nciht aufhören kann sich zu verurteilen und sie zu lieben…
Ich fühle mich völlig zerstört.
Und wenn die Indizien stimmen, hat sie ganze 3 Wochen gebraucht um mit einem unserer „Freunde“ zusammenzukommen. Oder sie inszeniert es jedenfalls so.
Sie will nurnoch über den Anwalt kommunizieren.
Ich weiß nicht weiter
Bin bereits parallel bei zwei Profis in behandlung aber ich suche dringend Menschen zum Austausch weil ich regelmäßig denke ich hab einfach alles falsch gemacht. und ich habe mich doch für diesen menschen entschieden und der für mich also in guten wie in schlechten zeiten. und ich war in allen schlechten da. und jetzt ist durch mich mal ne schlechte zeit entstanden und direkt anwalt scheidung etc.
Ich hoffe ich finde hier einen Austausch.
Man findet massenhaft videos und ich habe auch einige wenige Freunde aber is ist was anderes wenn man es nicht erlebt hat.
Danke fürs Lesen.