Liliana6
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Was du schreibst, inspiriert mich und erinnert mich an mich selbst zu Zeitpunkten, als ich mit mir im Reinen war. Wo ich wieder hin will. Weg von der Abhängigkeit der (teils eingebildeten) Meinung anderer über mich.
Ich spüre Motivation, wenn ich sehe, du erkennst dich wieder, warst also auch so gefangen wie ich und jetzt bist du du selbst.
Mein größter Impuls ist Lebensmut und Hoffnung. Die kann ich bei euch hier vertiefen und stärken.
Zitat:weil du zu nett und zu verständnisvoll bist, du könntest ja auch zu ihm sagen, hast du noch alle Tassen im Schrank? Schau zu das du Land gewinnst.
Innerlich wollte ich das sooo gerne rauslassen. Weil ich so empfunden habe. Getraut habe ich es mich nur selten. Wenn ich so darüber nachdenke, dann aber eigentlich erfolgreich. Aber innerlich mein Bild, was er von mir hat (was nur ich glaube, dass es so ist) und ich mir aufgebaut habe, damit zu zerstören, fällt mir unglaublich schwer.
Anerzogen. Ich weiß. Ich freue mich schon auf die Therapie, denn ich bin nicht nur begeisterungsfähig und lernwillig, sondern offen und bereit für Reflektion und Veränderung.
Zitat:Schau genau - was bietest du
nicht böse sein - ich schreib das ganz allgemein und nicht auf dich bezogen
du bietest keine Grenzen, keine Ecken, keine Kanten, keine Reibungspunkte. Sie wird ihm wohl Paroli bieten, ihn anstacheln. fordern, Frauen. die man(n) erobern muss, auch wenn sie noch so blöde sind, wiegt der Preis der Eroberung mehr, als die Frau zuhause, die ich ohne Eroberung jederzeit haben könnte
ja - du bist nicht sie. Gut, aber sie ist auch nur Arme, Beine, Hupen und Sex. Die Grundvoraussetzung also gleich, was also bietet sie mehr?
Reibungspunkte.
Anreize - Männer jagen gern, erlegen Wild.
Die Jungfrau, die man dem Drachen abjagen muss, wesentlich reizvoller ist, auch wenn ihre Zähne krumm und schief.
Ich bin nicht böse, im Gegenteil - du beschreibst mich haarklein und das weiß ich. Ich habe nie gelernt die (vermuteten) Reaktionen auf Ecken und Kanten oder bestehen auf meinen Grenzen auszutesten. Aus Angst, sie nicht aushalten zu können und wegen einer Kleinigkeit etwa Wertvolles aufs Spiel zu setzen und zu verlieren.
Ich bin bewusst in die Zeit zurück gegangen und habe festgestellt:
Als die Affäre mit besagter 1,5-Jahresaffäre, der Bekannten von uns, begann, war ich mit mir und meinem Leben nicht unzufrieden, aber es war auch nicht erfrischend. Eingespielt würde ich es nennen.
Ich habe nicht diese Faszination und den Ehrgeiz für den Sport entwickelt, wie mein Mann. Die Affäre aber schon. Mein Mann hat zugegeben, dass er den Blick für alles Andere verloren hatte. Und in ihr eine Art Verbündete gefunden hat. Der Rest ist Geschichte.
Er sagte mir : Ihre anfänglich interessanten Ecken und Kanten, die Reibungspunkte, haben ihn aber mehr und mehr genervt. Ihr Art passte ihm nicht mehr, er kürzte die Treffen. Er fragt sich selbst, warum er trotzdem noch hingefahren ist. Jedenfalls lernte er kurz, bevor er mit ihr Schluss machte, seine 2. Affäre kennen. Eine kleine, bedürftige und vernachlässigte Arbeitslose (selbst mit Mann und Kind, von denen sie sich überfordert fühlte). Sie hat in ihm das Gegenteil ausgelöst als Affäre Nr. 1 - mit ihr musste er sich nicht messen, sondern konnte sie betüdeln.
Sie sah in ihm den langersehnten Zuhörer, den verständnisvollen Papa (sie war 25 Jahre jünger als er) und er fühlte sich regelrecht gebauchpinselt. Nun, er verliebte sich in sie (das tat mir am meisten weh), konnte Affäre 1 damit problemlos loslassen und sich dem nächsten Kapitel widmen.
Ich hatte ihm Ecken und Kanten nicht geboten, als er sie brauchte (da war ich zu lieb wie du sagst).
In meiner Entwicklung habe ich in der Zeit aber vieles an und in mir verändern können - aus eigenem Willen und Wunsch und war selbständiger, klammert nie an ihm, brauchte ihn nicht.
Das passte dann wohl nicht zu seinen neuen Bedürfnissen. Meine eigenen waren mir in der Zeit übrigens wichtiger, als er, das muss ich zu meiner Schande eingestehen. Denn obwohl ich nicht wusste, was hinter meinem Rücken lief, hörte ich für mich auf mein Bauchgefühl und kümmerte mich ausgiebig um mich selbst.
Zitat:Ich wollte wieder werden, was ich vor ihm war.
Fröhlich, glücklich, nett, fidel, kommunikativ, frech, bunt, wild, der springende Punkt, das i-Tüpfelchen. Nicht für Andere - nur für mich. Ich muss weder Karl-Heinz noch Uschi gefallen - ich muss mich mögen.
Dieser Satz hat mich immer öfter begleitet. Danke dafür. Das gibt mir Mut zu mir selbst zu stehen, wenn ich mich dann mal akzeptiere, wie ich nunmal bin (oder gemacht wurde).
Diesen Wunsch habe ich ganz oft verspürt. Besonders, wenn ich wütend und missgünstig auf ihn war.
Wenn es zwischen uns aber einige Wochen harmonisch und sehr liebevoll lief, schlingerte ich rückwirkend gesehen wieder in mein altes, gewohntes Muster.
Das zu erkennen - und dann zu verändern - darum bin ich hier.