Soschwer
Mitglied
- Beiträge:
- 96
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 33
- Mitglied seit:
ich schreibe hier, um mir selber klarer zu werden, was in meiner vergangenen Beziehung so dermaßen schief gelaufen ist.
Vielleicht könnt ihr mir ein wenig beim Sortieren meiner Gedanken helfen - auch wenn ich hier nur einen sehr kleinen Einblick geben kann und selbst dieser durch meine Augen gefärbt ist.
Was mich am meisten schmerzt, ist die Befürchtung, dass ich mir seine innige Liebe selber leichtfertig verwirkt habe.
Es war eine dieser ganz großen Lieben mit intensiver Nähe und warmherzigen Zuwendung.
Das Ende ein großer Knall.
Für mich damals aus dem Nichts kommend. Für ihn angeblich ebenso.
Mittlerweile sehe ich etliche Anfänge vom Ende.
Die Trennung zwischen mir und meinem ehemaligen Partner erfolgte bereits vor 2 Jahren und noch immer vermisse ich ihn sehr und wünschte, wir könnten aufeinander zugehen und Missverständnisse und Verletzungen aus der Welt schaffen.
Ich weiß noch nicht einmal, ob ich unsere Liebe in den Sand gesetzt habe oder er.
Gedanklich kann ich beide Stränge als schlüssig betrachten.
Und was seine Sicht dazu mittlerweile ist, weiß ich nicht einmal, da er keinerlei Kontakt mit mir haben möchte ( - wie mit jeder seiner ehemaligen Partnerinnen und seiner Mutter, da er gegenüber dieser Frauen große Verbitterung empfindet).
Ich hätte so gerne bereits in der Beziehung Probleme zwischen uns mit ihm aufgearbeitet.
Doch er machte während eines Konflikts komplett dicht.
Da ich sehr schnell verzeihe und es sich für mich nicht um ganz große Themen handelte, sprach ich die Konflikte im Nachhinein nicht mehr an, selbst wenn ich in einem zugewandten Gespräch viel an eigenen Fehlern hätte zugeben können und wollen.
Irgendwann spürte ich, dass zwischen uns immer mehr Distanz aufkam und ich suchte eindringlich ein klärendes Gespräch - doch er verweigerte es mir immer wieder.
Ich kam in diesen Momenten nicht an ihn ran.
Sehr innige Zeit zwischen uns gab es dennoch noch immer, so dass ich auf unsere Liebe vertraute.
Offensichtlich haben all diese kleinen Verletzungen durch mich viel in ihm zerstört.
Jede dieser kleinen Verletzungen waren laut ihn eine kaum aushaltbare emotionale Katastrophe.
Kann ich eine Partnerschaft mit jemanden führen, der so vulnerabel ist und mauert anstatt zu reden?
Und dann ist da noch die andere Seite:
Ich habe ihn immer wieder kritisiert.
Immer wieder sehr gefordert.
Und er hat nur geschluckt.
War ich eine unerträgliche Partnerin?
Ich gefiel mir in diesen Momenten selber nicht - fühlte mich jedoch im Recht, wollte meine Gedanken und Gefühle offen ansprechen, wäre aber auch für Gegenargumente mehr als offen gewesen.
Oder für Kompromisse.
Doch selbst Vorschläge für diese kamen nur einseitig von mir. Und so verliefen sie sich meistens im Sande.
Im Endeffekt hab ich andauernd verbal auf ihn eingeprügelt, obwohl ich nur ein WIR wollte.
Eines seiner genannten Trennungsgründe:
Ich wolle reden, er nicht.
Ich verstehe es nicht.
Er ist intelligent und eloquent.
Und dennoch fühlt er sich einem Konflikt-Gespräch mit mir nicht gewachsen.
Obwohl genau dieses Gespräch das Problem auflösen könnte.
Von daher ist es kein Wunder, dass er auch jetzt nicht mit mir reden möchte.
Und ich wünsche mir noch immer ein versöhnlichen Austausch mit ihm.