susannah
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ich habe seit sechs Monaten einen scheinbar wundervollen Mann an meiner Seite, in den ich wirklich sehr verliebt bin und der alles für mich tun würde.
Jetzt ist es so, dass er schon damals beim ersten Date erwähnte , er hat eine sehr schwierige Beziehung zu seiner Mutter. Hatte immer Angst vor ihr, Gewalt war an der Tagesordnung und Liebe hat er dort nie erfahren.
Das erschrak mich damals schon , aber wie man eben so denkt, man kann das ja alles besser machen , tzzzz!
Versuchen, das Trauma aufzuarbeiten hat er vor einigen Jahren schonmal mit therapeutischer Hilfe, mit mäßigem Erfolg wie ich feststelle.
Immer wieder gibt es Situationen in dieser sonst sehr schönen Partnerschaft, die ihn an seine Mutter erinnern, alles wieder hochkommt und ich dann die Schuldige und die Dumme bin und erstmal als Prellbock fungieren soll.
Das habe ich exakt einmal getan und ihm dann gesagt entweder er sucht sich Hilfe oder ich gehe. Also hat er sich sofort eine Therapeutin besorgt, die er privat zahlt um schneller einen Termin zu bekommen.
Das geht jetzt seit zwei / drei Monaten und ich weiß , dass ich da keine Wunderheilung erwarten kann. Es ist allerdings, Samstag ist es wegen Nichtigkeiten richtig eskaliert, dass er bis jetzt sich einfach nicht genug anstrengt und in dieser Opferposition verharrt und ich glaube auch ausruht. Frei nach dem Motto, mir wurde so weh getan, entweder du akzeptierst, dass ich mich so benehme oder du gehst.
Ich habe ihm also wieder gesagt, dass ich weder sein Rammbock, noch seine Mutter selbst noch seine Therapeutin bin und wirklich keine Lust habe, über jedes Wort vorher fünfmal nachzudenken.
Er würde sich bessern, die Therapie ernster nehmen, das umsetzen, was die Therapeutin ihm mitgibt, er tut das für mich.
Ich liebe ihn wirklich, und ich will das nicht aufgeben aber alles was bleibt ist ein flaues Gefühl und Angst vor dem nächsten Mal, wo ihn wieder was einholt .
Was würdet ihr mir da raten?