Zitat von Leben89:Drehten sich deine Gedanken auch ständig nur um sie? Was sie noch tun wollte/gerade macht.. Ihre Probleme.. Ihre Gedanken.. Der Verstand war total eingenommen von dieser Person.
Ich bin froh wieder auf mich selbst schauen zu können, die ständigen Gedanken an sie und die Abhängigkeit waren fürchterlich.
Ja es geht fast nur um S., um so die restliche, kaputte Beziehung auszublenden. Momentan informiere ich mich viel im amerikanischen Raum über das Thema, im deutschsprachigen gibt es für Betroffene kaum Unterstützung.
Zitat von Chris65: Dein einziger "Fehler" war, dass du nicht das Weite gesucht hast, als die ersten Anzeichen auftauchten. Diesen Fehler machen die meisten, weil kaum erkennbar ist, was hinter ihrer Maske steckt und man halt verliebt ist in diese Person. Du hast geliebt und vertraut, und du hast ihre perfekte Illusionsdarstellung geglaubt. Keiner , der das nicht selbst erlebt hat, kann auch nur annähernd verstehen, was da abgeht, wie man langsam zerbricht und letztlich keine Chance hat, der finalen Zerstörungswut zu entgehen.
Die Verantwortung, die Schuld liegt nicht bei dir, sondern bei der gestörten Person, denn sie weiss ganz genau, was sie anrichtet. Nur will sie niemals die Verantwortung dafür übernehmen.
Ich antworte mal auf beide Zitate kombiniert:
Diesen Fehler habe ich auch gemacht und der perfekten Illusionsdarstellung geglaubt. Zwischen mir und ihr war es "nur" eine sehr intensive Freundschaft, aus der noch eine F+ werden sollte. Denn wir beide wollten keine Beziehung, sondern das es immer locker und leicht zwischen uns ist. Sie schickte mir von Anfang an Songs über schmerzhafte Liebe, Sehnsucht und Zerrissenheit, wo ich mir schon dachte, dass da was nicht stimmt, aber ich war ja blind und dachte ich kann sehen... Nach einigen Wochen sagte sie mir, dass sie gedacht hätte, sie hätte genug Schutz, aber ich hätte sie komplett erobert! Ich bräuchte nichts mehr machen! Aber sie wolle keine Liebe! Das macht ihr Angst, genauso wie echte Wärme, die sie nicht regulieren könne. Sie kenne nur künstliche Wärme, also typisch Borderline, von Beziehung zu Beziehung und wenn es zu heiß wird, wird der Mann gewechselt... Und jetzt wäre ich da mit echter Wärme, sie hätte doch nur das eine Leben, große Angst und sie könne niemand fragen, nur ihr Herz, aber das sei nicht erreichbar. Sie entschied sich dafür, ihre Gefühle zuzulassen, mich auf mich weiter einzulassen... Ja, sie hatte es geschafft, das sich meine Gedanken 24/7 nur um sie drehen. So wie sie 24/7 an mich gedacht hat! Denn auch ich dachte als erstes an sie wenn ich aufwachte, schickte ihr eine Text-oder Sprachnachricht. Das machten wir immer abwechselnd, so dass dann morgens schon eine Nachricht von ihr da war oder später dann kam. Ich empfand es als wunderschön und es fühlte sich vertraut, verbunden und unfassbar nah an. Als sie mir dann Wochen später sagte, sie würde z.B. sowas nur machen, weil sie glaube, dass ich das gern hätte, sie fühle sich u.a. dadurch aber abhängig von mir, kam meine Verlustangst. Selbst als ich ihr dann sagte, dass sie sich nicht abhängig fühlen solle, verstand sie es nicht. Denn "in ihrer Welt" ist es wohl so, dass sie denkt, wenn sie das nicht macht, mag ich sie nicht mehr, was dann Verlustangst bei ihr hervoruft.
Sie wollte weniger Kontakt, "damit es spannender zwischen uns bleibt", wie sie sagte. Das befeuerte dann wiederrum meine, durch die Co-Abhängigkeit entstandende, Verlustangst, so dass wir dann alles so weiter laufen liesen wie immer. Dadurch wurde es zwischen uns dann immer intensiver, wir fühlten uns so eng verbunden und so nah wie nie zuvor. Und das bedeutete dann, dass sie innerlich hin- und hergerissen war, wie auch schon oft zuvor Streit provozierte, wo sie immer glücklich war, wenn ich sie "einfangen konnte", weil ihr diese Nähe dann wieder Angst machte. Sie versprach mir, dass wir so lange darüber reden, bis wir eine Lösung gefunden haben, die uns beiden gefällt! Sie war innerlich zerrissen und hat sich dann schlußendlich dafür entschieden alles zu beenden, noch bevor es richtig anfangen konnte, ohne mit mir wie versprochen zu reden...

Sie schickte mir eine lange Textnachricht, wo sie u.a. erklärte, dass sie Angst habe sich selbst zu verlieren, sich nicht stark genug fühle, gegen diese Ängste anzukämpfen. Für mich brach meine Welt zusammen.
Das ist jetzt 9 Wochen her und damit länger vorbei, als es "gehalten" hat. Die ersten Tage und Wochen war ich psychisch total am Ende. Habe nur geweint, konnte die Welt nicht mehr verstehen. Es fühlte sich an, als wäre nicht nur mein Herz gebrochen, sondern auch ein Teil meiner Seele mit ihr verschwunden. Denn nicht alles war gespiegelt, sondern wir hatten auch sehr viel gemeinsam, hatten gemeinsame Interessen, Ziele, Wünsche und Bedürfnisse! Wir hatten zuerst noch Kontakt, aber da ich es nicht verstanden habe, was passiert ist, ich ja wirklich geglaubt hatte, dass wir drüber reden wie sie versprach, gab es Streit und sie schickte mir eine zweite Abschiedsnachricht (16 Minuten Sprachnachricht, wo sie mir keine Schuld gibt, sie selbst auch keine Schuld in sich sieht...

, sie darum bat das ich sie loslassen soll, sie uns loslassen möchte, sie sich für mein Geben bedankt, alles was ich ihr gegeben habe, sie wisse dass sie nie wieder einen Mann wie mich kennenlernen würde, es gut sein kann dass sie ihre Entscheidung eines Tages bereue, usw.). 5 Tage später schickte ich ihr eine Nachricht, worauf sie zwei Tage später sich erneut von mir verabschiedete mit einer Nachricht, die gaslightning und doublebind Sätze enthielt. Wir hatten trotzdem noch ein paar Tage Kontakt, dann antwortete sie nicht mehr auf meine Nachrichten, löschte mich aber nicht!
Ich fing an über ihr Verhalten so recherchieren und landete ziemlich schnell bei Borderline, weil ihre Muster, ihre Erzählungen wegen der schlechten Kindheit, das nie allein sein können früher, die Idealisierung von mir, ihr Streit provozieren, ihr Wechsel von heiß zu kalt von der einen Sekunde zur Anderen, ihre Stimmungsschwankungen, etc. alles auf Borderline passte. Wochenlang habe ich in diversen Foren, Blogs, Homepages und Büchern gelesen, um es zu verstehen. In dieser Zeit hatten wir keinen Kontakt mehr, aber ich dachte wirklich, dass wenn ich sie verstehe, wir eine Chance hätten, da wir ja so gesehen kein Paar waren. Ich wollte ihr nicht nachlaufen, was ich ihr auch gesagt hatte! Irgendwo hoffte ich drauf, dass sie anfängt mich richtig zu vermissen. Aber selbst wenn, dann war mir klar, dass sie niemals den ersten Schritt machen würde, weil es ihr Stolz nicht erlaubt. Dies hatte sie mir gesagt, als sie es zum ersten mal beendet hatte und ich den ersten Schritt machte. Ich meldete mich selbst da nicht, wo sie kurz vor Weihnachten erstmal ihr Profilfoto bei WA änderte und schrieb auch nichts zu Weihnachten. So gesehen war es komplett sinnlos eine Kontaktsperre zu machen. Ich war so weit, dass ich ihr eine Nachricht geschrieben hatte, die ich ihr schicken wollte. Als ich es machen wollte, verzögerte es sich um einen Tag und am nächsten Tag war ihr Profilfoto bei WA weg, sie hatte mich gelöscht! Einen Tag später schickte ich ihr trotzdem die Nachricht und bekam knapp 24 Stunden später eine Antwort von ihr. Auf meinen Text ging sie gar nicht ein, bedankte sich nur dafür und wünschte mir auch alles Gute... Darauf hab ich dann nicht mehr geantwortet, aber 2x versucht sie anzurufen in den folgenden Tagen. Aber sie ging nicht dran. Das sagt dann alles, auch wenn sie ihr Telefon oft auf lautlos stellt... Das Einzige was ich mich frage ist, warum behält man noch eine Nummer über mehrere Wochen?
Wer also niemals mit einer Borderlinerin intensiven Kontakt hatte, in welcher Form auch immer, der kann es niemals nachvollziehen, wie man sich fühlt, wenn dieser Kontakt vorbei ist. In meinem Fall weiß sie ganz genau was sie mir angetan hat, schließlich hat sie das unzähligen Männern vor mir schon angetan, sie will aber die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Immerhin ist sie seit 2 Jahren auf dem Standpunkt angelangt, dass sie keine Beziehung mehr will, "weil sie alles schon erlebt hat". Deswegen wollte sie mit mir ja auch die F+ und als sie merkte, dass sie selbst das nicht hinbekommt, weil ich anders bin, wir zuviel gemeinsam haben, und sie zu "mehr" nicht fähig ist, war sie weg. Die einzigen Fehler bei mir sehe ich darin, dass ich zu wenige Fragen gestellt habe über sie, ich auf ihre letzte Provokation eingegangen bin, woraus sich dann das zweite Ende ergab, sie sich somit ihre selbsterfüllende Prophezeiung erfüllen konnte (klappt eh nicht mit uns etc.) und ich keinen Plan B hatte für den worst case, der dann auch eingetreten ist.
Mir gehts inzwischen einigermaßen besser, aber diese Erfahrung hat trotzdem sehr tiefe Narben auf meiner Seele und meinem Herz hinterlassen. Insgeheim hoffe ich, dass sie irgendwann merkt, dass sie einen Fehler gemacht hat. Denn wenn ich wirklich der erste Mann gewesen bin, der sie tief berührt hat, weil ich anders bin, sie verstanden habe, was die Männer vorher nicht konnten, dann wird sie eines Tages

und sich die Zeit zurück wünschen.