Ja, warst du, denn:
Zitat:Eigentlich hab ich mir ja vorgenommen, authentisch zu sein, das würde bedeuten, dass ich zu meinen Gefühlen stehen sollte.
Ich stehe zu meinen Gefühlen indem ich sie da verbal kommuniziere, wo es warm empfangen wird.
Einfaches Beispiel:
Mit einer sehr engen, sehr guten Freundin (oder einer Thera beispielsweise) kann ich darüber sprechen, wenn mich in einer Beziehung konkret etwas nervt und ich mich im Austausch orientieren möchte, ob take it/ change it/ leave it das richtige wäre. Wie ich ggf. da rangehe.
Texte ich damit morgens die Bäckersfrau zu wäre das ja auch hochauthentisch, jedoch völlig daneben und zu meinem Nachteil. Sozial unangepasst creepy, ich mach mich schutzlos und vor aller Welt sage ich, ich bin zu blöde was im Alleingang im Interesse meiner Bedürfnisse zu regeln.
Würde kein Mensch je so bringen, oder?
Also ist Authentizität an sozialen Kontext und Rollen gebunden. Selektive Authentizität.
Bin ich absolut angenervt von etwas in der Beziehung und stehe auf dem Schlauch wie damit umgehen, dann ist rein taktisch gedacht mein Partner eine schlechtere Wahl zu befragen als die Bäckersfrau. Die würde mir vielleicht einen bestärkenden handfesten Tipp geben, weil sie es gut mit mir meint.
Mein Partner meint es vielleicht generell gut mit mir, aber in dieser konkreten Sache, wenn ich dann ihn frage "Sag du mir mal, wie soll ich mit es anstellen, dass du diese deine eingeschleifte Verhaltensweise sein lässt?", dann ist das so, als würde ich einen Sumpf trockenlegen wollen und dazu die Frösche fragen. Vermutlich würde ich zügig eingetankt bekommen, dass ich nörgele und nerve ODER es kommt "Tu dies, das, Ananas für mich, dann überlege ich mir vielleicht...".
Eine so schutzlose und defensive Herangehensweise führt dazu, dass ich mich in eine unterlegene Haltung begebe.
Wenn ich an eine Person gerate, die mich kraftvoll manipulieren kann (unbewusst oder bewusst -egal), werde ich ausnutzbar und iwann als "war ganz nützlich, aber irgendwie uninteressant die Pinie" aussortiert werden.
Ein Partner ist NIEMALS eine "Idealmutter", sondern verfolgt auch eigene Bedürfnisse, die meinen zuwider laufen können.
Was hahawi schreibt!
Mach dir klar, das was sie da einfordert ist _Sicherheit_ über dich.
Ich halte es für eine komplette Überforderung mit einer frischen Exaffäre befreundet zu sein.
Du siehst doch selbst, wie du emotional rumhirnst, was hat das mit einer Freundschaft zu tun?
Verweigere ihr die Sicherheit darüber, dass du noch viel mit ihr zu tun haben willst. Am besten ohne das auszusprechen, wechsel das Thema, bleib wage, mach nen Witz.
Im Prinzip ist das ganz schön rotzfrech sowas einzufordern nach der Vorgeschichte.
Es würdigt in keinster Weise dein Leiden.
Google dir bitte "Shi.ttests"
________
Deine eigene Verlustangst, mit der wirst du ganz alleine umgehen, ohne sie oder sonstwen. Deine Liebe abtrauern, das machst auch du mit dir und richtigen Freunden aus.
Früher oder später.
Du wirst erleben, was passiert nach dieser kleinen Episode, sie wird sehr sehr sehr wahrscheinlich eine Zeitlang schmollen und dann Shitt.ests in Reihe hinlegen.
Das ist so, wenn man verliebt ist und Macht verliert, also wieder etwas "verliebter" wird durch Entzug/Uneinschätzbarkeit des OdB.
Du kannst freier werden, wenn du den Punkt umsetzt und den Fokus gesund auf dich und bessere Beziehungen in deinem Leben legst.
Mich als Souffleuse wolltest du nicht, ich find das Verhalten von ihr so belämmert (Treffen am 6.6. ist so ein -unbewusstes- Manipulationsmanöver gewesen, da fiel sie bei mir in absolute Ungnade) ich würde dir ständig raten, in schallendes Gelächter auszubrechen.
Sorry, aber wenn ich sie doch net mag, ich steck halt auch in meiner Haut.
