Zitat von Micha83: So wie früher schon mal beschrieben: Als wäre ich 7 Jahre lang ihr Psychotherapeut gewesen, der sie aus ihrem Mauseloch holte und der nun ausgedient hat.
Ich kann das leider sehr gut nachvollziehen...

Das ist eine ganz üble Situation, und sehr hart zu ertragen.
Das Einzige, was da hilft (meiner Ansicht nach).... Bei sich selbst hinschauen. Warum wollte man den anderen therapieren? Ihm "helfen"..? Was ist da bei einem selbst los, dass man sich einen Partner gesucht hat, für den man meinte, Therapeut spielen zu müssen..? (Ich sage das nicht arrogant von oben herab, ich spreche da leider aus eigener Erfahrung - und ich kann wirklich nur sagen... es ist gut, da näher hinzusehen...)
Natürlich wird man zu dem Schluss kommen, dass man dem anderen ja "nur helfen" wollte, nur wollte, "dass der andere glücklich wird".
Aber... wir sind eben trotzdem nicht die Therapeuten unserer Partner und sollten es vor Allem auch gar nicht sein, und wenn es so gelaufen ist, dann ist bereits etwas falsch gelaufen.
So gut alles gemeint war: wenn man als nicht-Therapeut einen anderen ungefragt therapiert übertritt man viele Grenzen, auch wenn das in der allerbesten Absicht geschieht!
Die Beziehung ist dann nicht mehr auf Augenhöhe und der Andere spürt das deutlich.
Es wäre wichtig daran zu arbeiten, dass es beim nächsten Mal anders läuft, man sich eine Beziehung auf Augenhöhe sucht, bei der man nicht Mami, Papi oder Therapeut spielen muss... da stehen die Erfolgschancen mE. deutlich besser.
Was deine Freundin mit dem anderen Typen abgezogen hat ist heftig, aber leider auch nicht ungewöhnlich, wenn sich ein Partner fremdverliebt... ich wünsche dir ganz viel Kraft, die Sache loszulassen und zu verarbeiten.
Eine andere Frau wird zu schätzen wissen, was du ihr zu geben hast.