Hallo Avatar123,
Zitat von Avatar123: Wie konnte es passieren - obwohl real alles gut - sehr gut läuft?
Die Antwort auf diese Frage hast du dir im Grunde schon selbst gegeben:
Zitat von Avatar123: ich bin trotzdem anfällig für dieses Teenager-Verliebt sein!
Es geht dir gut, dein Leben läuft schön und friedlich vor sich hin wie deine Ehe, und wenn es dem Esel zu gut geht, geht er auf's Eis (sorry für die Wortwahl, ich hoffe du kennst das Sprichwort?). Es mag Menschen geben, bei denen das nicht so ausgeprägt vorkommt, aber ich halte es für ziemlich normal, dass man alle paar Jahre das (vielleicht auch ganz unterbewusste) Bedürfnis nach Verliebtheit entwickelt. Meiner Meinung nach hat das viel damit zu tun, dass die lebenslange Monogamie ein soziales, kein biologisches Konstrukt ist und dass der Mensch von Natur aus eher nichtmonogam, bzw. seriell monogam ist.
Manche Menschen gehen so einer Verliebtheit nach und gehen fremd, andere unterdrücken diese unerwünschten Gefühle weil sie sich an ihr Treueversprechen halten wollen, wieder andere trennen sich für neue Verliebtheiten von alten Partnern und noch andere sind langfristig hin- und her gerissen zwischen ihren verschiedenen Bedürfnissen.
Du hast einen Weg "gewählt", der die Verliebtheit auf scheinbar "ungefährliche" Weise ermöglicht - über Distanz, über Idealisierung, fern von Realität, auch wenn es letztlich doch in ein Treffen mündete. Da war viel Raum für deine Emotionen und deine Wünsche nach intensivem Fühlen und "Erleben". Mit jedem Schritt in die Realität machst du aber eben auch einen Schritt mehr in das echte Risiko, auf mehreren Ebenen (die Infragestellung deiner Ehe, aber auch die Frage, ob zwischen dir und deiner Avatarin etwas Belastbares oder doch nur heiße Luft enstehen kann), was dir anscheinend gerade erst so richtig klar wird und die Antwort auf diese Frage:
Zitat von Avatar123: Wie komme ich da raus?
kannst du dir bestimmt auch selbst geben.
Was denkst du, willst du denn wirklich da raus?