Zitat von Isely:Die grosse Frage ist immer
Kann man einen einmaligen Betrug verzeihen?
Ja wenn der Betrüger mich überzeugen kann , dass es ein Riesenfehler war und durch Taten das ganze unterstreichen kann.
Wenn er mich auffängt und sich sorgt.
Wenn er es schafft mich aus düsteren Gedanken zu holen,- mir hilft , so viel wie ich für mich beanspruche.
Der Focus liegt zu 100% auf den Betrogenen, der ist wie ein Schwerkranker, den gilt es gesund zu pflegen.
Das ist das was man erwarten darf.
Und das wäre das mindeste.
GENAU!
Dem kann ich nur zustimmen.
Es ist die Aufgabe des Betrügers, sich wieder vertrauenswürdig zu erweisen.
Nicht der Betrogene muss Ausreden für den Betrüger finden, sondern der Betrüger muss Stellung beziehen und Verantwortung übernehmen.
Das ist für den Betrüger unbequem und schwierig. Aber das ist nun mal der Preis.
Wenn ich hier so im Forum lese, entsteht bei mir der Eindruck, dass oft der erste Impuls der Betrogenen ist, Gründe auch bei sich zu suchen und panische Rettungsversuche zu unternehmen.
Nun, Gründe für den desolaten Zustand der Ehe kann der Betrogene sicherlich auch bei sich suchen. Daran waren i.d.R. beide beteiligt.
Aber eine Affäre zu beginnen beruht immer nur auf der Entscheidung des Betrügers. Es hätte IMMER auch andere Wege gegeben.
Wenn es dann aber geschehen ist, unterschätzen Betrogene oft die Auswirkungen auf sich selbst.
Das Satz: "ich verzeihe die Affäre" fällt oft viel zu schnell.
Denn ein solcher Akt des Verzeihens verlangt dem Betrogenen alles ab und braucht seine Zeit.
Es ist aber nur möglich, wenn der Betrüger mitzieht und mitgeht - durch das Tal der Tränen.
Es ist dann ein Kassensturz für beide. Alles kommt auf den Tisch.
Dabei geht es nicht mehr um das Erhalten der alten Beziehung. Diese wurde mit der Affäre beendet.
Es geht immer um einen Neustart.
Wichtigste Voraussetzung ist, dass noch Liebe und Begehren vorhanden sind und es ab sofort nur noch offen und ehrlich zugeht.