Leonhard
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Zitat von marina1974:Ich würde ihr an deiner Stelle auch einen wirklich ausführlichen Brief schreiben und auch sehr deutlich auf deine Schmerzgrenze / bzw. das endgültige Aus hinweisen. Irgendwie scheint deine Frau den Ernst der Lage ja nicht zu 100% begriffen zu haben.
Freitag war nicht nur Valentins- sondern (ausgerechnet) auch unser Jahrestag. Die Fahrt nach München ließ fürs Reden genügend Zeit. Mein Geschenk fiel wegen der jüngsten Ereignisse (und nicht wegen der, von vor einem Jahr) eher nüchtern aus ("Der Fehler, der mein Leben veränderte" von Gina Bucher). Daran angeheftet waren Fragen, die sie in meinen Augen klären müsste (u.a., warum ihr Bedürfnis so groß ist, dass sie sich nicht an Abmachungen und Ratschläge halten kann). Als sie erwähnte, sie hätte (erneut) nicht angenommen, es würde mir soviel ausmachen habe ich ihr meinen #233 zu lesen gegeben, um ihr meine Gefühlslage zu verdeutlichen. Anschließend noch Eure Kommentare zur jüngsten Entwicklung; sie konnte sie gut nachvollziehen. Sie war den Rest des Tages noch beeindruckt, wie anders ihr Verhalten von Außen wahr genommen wird, obwohl sie mir ja nie weh tun möchte. Ich denke, diese "Packung" hat etwas angestoßen, das natürlich noch professionell aufgearbeitet werden muss (einen weiteren EMDR Termin hat sie nun für Anfang März ausgemacht).
Der nächste Punkt, ihr die schwierige Lage aufzuzeigen, folgte prompt. Sie hatte vor ein paar Wochen der Pflege der neuen Homepage zugestimmt. Nun kam eine Mail vom Ex-AP, dies würde auch in seinen Aufgabenbereich fallen und sie müssten die Teilnahme an Terminen (der Fortbildungen) "besser vorher absprechen
Es ist noch nicht ganz klar, welche Aufgaben genau auf sie zu kommen könnten. Sie hat jedoch der Leitung sofort klar gemacht, dass sie diese Aufgabe unter dieser Bedingung nicht angenommen hätte. Weiteres klärt sich erst ab Freitag.
Ihm hat sie ebenfalls klar geantwortet, dass exklusive Zweiersituationen weiterhin nicht angebracht sind und sie auch keine Anspielungen auf die Affärensituation möchte (seine Mail endete mit "das wars auch schon").
Wir hatten anschließend aber doch ein schönes Wochenende.
Zitat von 6rama9:Warum ist eigentlich ein Job-Wechsel vollkommen ausgeschlossen?
Berechtigte Einwände, ich versuche kurz unsere Motivation zu erläutern.
In unseren Arbeits-Zusammenhängen kann man leicht distanziert bleiben, sich kaum über den Weg laufen und sitzt nur alle paar Wochen im gleichen Meeting, mit ca. 25 anderen Personen.
Sie hat erst im Sommer 2019 dahin gewechselt und passt, meiner Meinung nach, dahin wie "Ar. auf Eimer".
Vergleichbare Arbeitsstellen lägen mind. 50km entfernt und ein Wechsel dorthin ist nicht leicht und würde wg. der zusätzlichen Fahrtzeiten das Familienleben beeinträchtigen.
Ein Wechsel auf eine unbefriedigendere Stelle wäre leicht möglich, doch die kann nur erfolgen wenn sie die Notwendigkeit dafür auch einsieht und es selbst initiiert. Würde ich sie dennoch zwingen, könnte das letztlich immer wieder zwischen uns stehen; das ist mein Dilemma. Sie muss selbst erkennen, ob und wie sehr sie gefährdet ist (das erwarte ich von ihren kommenden Sitzungen) und lernen, emphatisch zu handeln. Ich hoffe, sie realisiert es und bekommt es hin, bevor ich aufgebe.
Ist sie ein trockener Alki, der sich kontrollieren muss oder ist sie sogar abhängig und hat es noch gar nicht realisiert?
Die Affäre an sich wird unsere Ehe nicht mehr zerstören können, doch ihre dumme (sie findet das Wort immer noch passend) Aufarbeitung in den letzten 7,5 Monaten kann noch schaffen, was der Ex-AP mit seiner Mail erreichen wollte. Das hat sie nun auch schwarz auf weiß.
Sofa so not really good