Zitat von Arev87:Darum hab ich mich ja auch getrennt 🫤. Aber ja.... manchmal glaube ich wirklich dass ich zu tolerant bin was sowas betrifft bzw dass ich mich weiter auf Menschen einlasse wo andere schon längst die Reißleine ziehen würden. Und als wir uns kennengelernt haben hat er schon sehr offen über schwierige Kindheit ...
Ich kenne das sehr gut.
Aber tatsächlich ist ab einem gewissen Alter die entscheidende Frage ob jemand Verantwortung für sein Päckchen übernimmt und vor allem Verantwortung FÜR SEIN EIGENES VERHALTEN ALS FREIER ERWACHSENER MENSCH
😜 Und noch was: Krisenteams in Notfallsituationen gehen immer zuerst dorthin wo NICHT geschrien wird.
Dasselbe gilt auch für "schwierige Kindheiten". Die, welche diese als Schutzschild vor sich hertragen um die Umgebung zu manipulieren sind selten die, welche wirklich tiefe Narben tragen!
Ich spreche auch aus Erfahrung. Ich habe bereits als Kleinkind jede denkbare Form (wirklich jede!) von Missbrauch in der Ursprungsfamilie erlebt. Und bin daraufhin erstmal 20 Jahre emotional verstummt. Dann hab ich seit weiteren 20 Jahren dran gearbeitet und mich regelmässig durch unzählige Schmerzschichten und Erkenntnisse zum Teil mit zum Teil ohne Hilfe durchgeackert. Kein einziges Mal hab ich diese Vergangenheit missbraucht um schlechtes Verhalten gegen Nahestehende zu rechtfertigen! Und es gibt viele solche Menschen wie mich. Auch wenn ich natürlich nicht fehlerlos bin. Aber ich habe diese Traumata nie missbraucht um jemand zu übervorteilen oder Verantwortung abzuschieben. Denn es ist ja MEINE Vergangenheit und MEINE Aufgabe den Dreck aufzuräumen, auch wenn ich ihn grossteils nicht verursacht habe. Und es ist MEINE Verantwortung wie ich HEUTE mit Menschen umgehen möchte.
Und es gibt die, die ihre Vergangenheit zum manipulieren vornehmlich empathischer Menschen benutzen.
Nimm Dich davor in acht! GERADE wenn Du im sozialen Bereich arbeitest.
Gerade letzthin hatte ich wieder einen Klienten im Job der sich dermaßen als opfer der Umstände verkauft hat.
Als ich nachher die Fakten recherchierte bzgl seiner Biographie stellte sich heraus, er hatte eine durchgehend gewalttätige Vergangenheit inklusive mehrjähriger Haftstrafen! Das hat er mir unterschlagen, das entnahm ich später den Unterlagen...hätte ich nur unser Gespräch zum Maßstab gemacht hätte ich ihn als hilfsbedürftiges hypersensibles Opfer unsensibler Menschen einordnen können, als das er sich unter Weglassung relevanter Fakten verkauf hat. das als kleines Beispiel: Verhalten und Fakten sprechen lassen (zB wie jemand seine Mutter behandelt oder über die "paranoide durchgeknallte" Ex spricht!) und nicht auf das Geseire über die kindheit reinfallen um Dich emotional erpressen zu lassen wenn DEINE Grenzen überschritten werden.