22 Jahre sind eine lange Zeit. Ja, vermutlich lebt er nicht mehr - die Ungewissheit muß schrecklich sein. Aber, sollte es anders sein: Wäre es ernsthaft eine Option für Dich, einen Mann wieder aufzunehmen, der Dich vor so langer Zeit wortlos verlassen hat? Hast Du „Hoffnung“ auf eine Amnesie, die plötzlich vorbei ist?
Zitat von Maryjane99: Eine Scheidung hat rechtliche Konsequenzen (z.b. verliere ich das Recht auf akteneinsicht bei der Polizei)
Wird der Fall denn überhaupt noch verfolgt, so als Cold Case? Und hätte nicht Dein/Euer Kind weiterhin das Recht auf Akteneinsicht?
Zitat von Maryjane99: ich habe es nicht übers herz gebracht ihn official für tot erklären zu lassen obwohl es leider wahrscheinlich ist das er nicht mehr lebt. Ich möchte weiterleben und auch mit meinem Partner an meiner Seite aber er weiß dass mein Mann immer ein Teil meines lebens sein wird.
Dass Du ihn nicht für tot erklären magst, verstehe ich einerseits. Andererseits wäre es für mich - an Stelle Deines neuen Partners - wohl auch ein Zeichen dafür, dass Du noch sehr in und mit der Vergangenheit lebst. Darüber hinaus (solltest Du in Deutschland leben) hast Du natürlich auch lange auf Witwen- und Waisenrente verzichtet.
Dass Dein Mann immer ein Teil Deines Lebens bleiben wird, ist ja okay. Aber natürlich ist es schwierig für einen neuen Partner, wenn er noch so eine Priorität für Dich hat.
Zitat von Maryjane99: und es bedeutet für mich dass ich ihn nicht mehr liebe.
Wenn Dein Mann damals verstorben und Du dadurch automatisch zur Witwe geworden wärst - dann wäre doch auch sehr viel Liebe da, die Dich ein Leben lang begleitet?
Wäre ich ein neuer Partner, würde es für mich einen Unterschied machen, ob eine Liebe nicht mehr gelebt werden konnte und ich deshalb eine neue, andere, nächste Liebe bin. Oder ob ich nur eine Platzhalterfunktion habe.
Wenn Du den einen nicht loslassen magst, dann musst Du vielleicht den anderen ziehen lassen. Manche Entscheidungen sind halt nicht einfach
