Zitat von Random:Ach Urmel,
viele Männer haben das ja instinktiv - weil der Papa das klar gemacht hat und/oder von anderen Männern gelernt - drauf.
Die gamen auch nicht rum, sondern sind authentisch.
Viele, die hier völlig überrascht brutalst abgezockt werden und die Welt nicht mehr verstehen, hatten falsche Lehrer und fangen mit 35 ganz von vorn an.
Jo, und wie viele Männer dieser Generation wurde schon nicht mehr im zwei-Eltern-Haushalt groß gezogen? Etc. pp. Da hat sich definitiv in den letzten drei Generationen etwas geändert, und das schlägt sich in allen Bereichen nieder.
@Keto hat das ja in seiner letzten Beziehung (und, wenn ich richtig verstanden hatte, auch die davor) erlebt, wie er da "ausgezogen" wurde (aber eben nicht auf die gute Art..). Er war nur eben Mitte/Ende 20, als ihm das passiert ist - vielleicht auch ein Glück - denn dadurch hat er den Vorteil, noch schnell und effektiv lernen zu können. Keto, hoffe es ist okay, dass ich das als Beispiel gerade mal angebe.
Mein Eindruck war da - und auch bei einigen anderen (jungen) Männern hier im Forum, dass sie zwar innerlich noch ein Wissen haben, dass ihre eigene Männlichkeit betrifft, ihnen dies aber erfolgreich "aberzogen" wurde, sodass eine Unsicherheit entsteht, ob diese überhaupt gelebt werden kann und darf; Woraus wiederum dann jedes kleine Prinzesschen die Idee zieht, sie könnte so einem Mann auf der Nase rumtanzen und ihn dann entsorgen, wenn der Motorrad-Typ vorbeikommt.
Und das liegt nicht an mangelnder Authentizität seitens der Männer - denn, wie Urmel ja auch schon schrieb: auch die liebevolle, zugewandte, zärtliche Seite ist ja authentisch und echt - sondern der Unausgeglichenheit, die zwischen den Partnern und vor allem auch im männlichen Partner selber!, entsteht. Und klar ist es einfach, als attraktive Frau Ende 20 zu sagen: Man(n) muss doch nur authentisch sein (gobbel gobbel, @Ricky

), aber mal ernsthaft: Ich will meinen Mann doch auch heiß finden, ich will seine Grenzen spüren, damit wir einander respektvoll und zugewandt behandeln können, damit ich ihn _erkennen kann, und all das kann man ja aber nicht mal im Ansatz haben, wenn die Beziehungsanbahnung schon nicht klappt, bzw. die Aufrechterhaltung durch mangelnde Anziehung nicht da ist, und, vielleicht am wichtigsten
wenn der Mann sich ja durch die Erziehung einen Teil seines Ichs nicht zu leben erlaubt. Da geht jeder potentiellen Partner ja quasi schon der halbe Partner verloren.
Edit - Nachtrag an @Kaetzchen Mein Freund hat gerade auf Rückfrage noch empfohlen Real Social Dynamics zu lesen. Das hat aus anthropotechnischer Sicht sehr interessante, aber auch ziemlich edgy Ansätze. Würde vielleicht sowieso empfehlen, dass du dich nicht zu sehr mit der sehr eingeschweißten und eindimensionalen PU-Community auseinandersetzt, sondern vielleicht eher was zum Thema Anthropotechniken liest. PU versucht, das gleiche Ziel zu verfolgen - also: "improvement of self" - scheitert aber in der Umsetzung in vielen Bereichen meiner Meinung nach kläglich.