Ricky
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Zitat von Random:
Erzieher und Erzieherin hat der angesehenste Berufsstand in der Gesellschaft zu werden.
Kein Banker oder sonstige Manager darf mehr verdienen als ein Erzieher.
Wesentliche Aufgabe des Erziehers ist, Empathie und mitgefühl zu fördern.
Menschen die später diese Fähigkeiten in nicht ausreichendem Maß zeigen, Übernehmen keine Führungsrolle in der Gesellschaft.
Wäre mein Plan
Und genau das passiert eben nicht. Daran stoßen sich die Gemüter nun auch schon seit den 1980er Jahren, aber wie viele den sozialen Berufsstand nicht respektieren, sieht man doch seit eh und je. Da ist der Ansatz von @Elerya auch falsch das Kind dann drei Jahre vom Staat finanziert mit nach Hause zu nehmen. Vielmehr müsste es so sein, dass der Erzieherberuf und allgemein soziale Berufe besser entlohnt werden, denn dann würden sich auch Leute wieder die Zeit nehmen dafür etwas zu tun. Doch meist ist es so, dass die Eltern sofort über den Erzieher meckern, sofern ihr Kind irgendein Problem hat, alle nichts wüssten außer ihnen selbst. Und dieses Denken ist das Erste was raus muss. Erzieher selbst müssten in der Ausbildung klareren psychischen Tests unterzogen werden, um direkt auszuloten, wer nur seine eigene verkorkste Kindheit übertragen sehen will, damit man an den ErzieherInnen auch nichts auszusetzen hat. Ich habe vier Jahre lang in einer Fachklinik mit einem Team von 17 ErzieherInnen gearbeitet, über 2 davon in der Leitungsposition, da hat sich so endlos viel offenbart. Und bei der Klinik wurden die verhältnismäßig gut bezahlt. Die meisten verdienen einen Fliegenschiss und genau deshalb kommen immer mehr ungelernte oder Migrationskräfte in die Positionen, weil kein anderer es mehr machen will. Kann ich auch verstehen. Ich z.B. habe die bessere Ausbildung, muss aufsichtstechnisch mehr leisten als die Lehrer, aber die verdienen hier teils das Doppelte von dem, was ich bekomme. Manche nennen es "studierte Armut". Ich beschwere mich nicht, aber das System dahingehend zu verändern und zu sensibilisieren, ist eben unfassbar schwer und müßig, denn gerade die, die in den Positionen verharren, wollen die ja auch nicht aufgeben.