Danke liebe Föhni! Das ist ja echt lieb!
@verliebtverliebt
Zitat:oh das tut mir leid. Wie geht es Dir denn inzwischen? Ist Stärkung in Sicht? Eine Aussicht?
danke, schon wieder viel besser. Bei mir läuft Trauer oft wie ein heftiges Gewitter ab. Gestern war`s echt übel, ich konnte einfach nicht aufhören zu heulen. Fand es aber auch gut weil ich schon merkte, dass sich zu viel aufgestaut hatte. Kennst Du das? Ich fühle mich dann so unentspannt.
Ich habe gestern Ostern mit meiner Mutter gefeiert, versucht, meine Traurigkeit etwas zu verbergen aber sie platzte gleich vor Sorge, als sie mich sah und dachte wohl, es gehe bergab mit mir; ich sagte ihr aber, es sei nur ein Moment und kein Abstieg

- Und habe ihr dann einen Smoothie gemacht- den sie widerlich fand

Sie "Was ist das für ein widerliches Zeug! Mach Deiner Mutter lieber einen Kaffee"
Ich habe mich tapfer gehalten aber als auch wir einen Osterpaziergang machten, klappte ich echt zusammen und habe mich wie ein Kind in ihren Schoss gelegt und sie gebeten, mich zu kraulen (eigentlich Neddileins Job). Die Leute blieben stehen und sagten, dass sie auch gekrault werden wollen

Najaaaa und danach flugs ins Bett. Habe dann auch tatsächlich von in irrer Geschwindigkeit daher fliegenden Gewitterwolken geträumt.
Und heute natürlich gleich eine Sorgen-Sms von Muttern "Geht es dir besser?..."

Meine Mutter ist echt in jeder Hinsicht durch und durch Weibchen
Zitat:Ich gebe dir einen Tropfen aus meinem Zauberfläschen ab. Sind noch drei drin.
sowas entzückt mich ja

Danke schön!

Mal gucken wie er wirkt.....Nachher stärkt es den Vampir in mir und ich muss Neddilein wieder an den Hals fallen

Dabei fällt mir ein- vielleicht war ich auch nur so entkräftet weil ich zu lange nicht von ihm getrunken habe?
Ich schicke Dir das Zauberhündchen Petitcrue aus Tristan und Isolde. Es schimmert bunt und trägt an seinem Hals ein Glöckchen, das jeden Liebesschmerz verbannt
Zitat:Aber vor solchen Zusammenbrüchen fürchte ich mich, weil ich das Gefühl habe, dass sie ziemlich gefährlich werden können und ich von irgendetwas besetzt werde, was ich nicht steuern kann.
ja, ich denke, die fürchtet jeder, oder? Kontrollverlust und man weiß nicht, was geschieht...Meistens geht es einem nach einem Zusammenbruch aber viel besser. Ich habe mich früher auch immer davor gedrückt, irgendwann aber habe ich mich voll reinfallen lassen. Natürlich tut es in diesem Moment sehr weh aber es ist gar nicht so unerträglich, wie ich zuvor immer annahm. Und vor allem- es hört von ganz alleine wieder auf. Wie bei Kindern, die einen heftigen Heulkrampf bekommen...und dann ist es irgendwann wieder gut.
Aber gestern fühle ich mich seit langem auch mal wieder entwaffnet und schutzlos und dachte- Hui! Was kommt jetzt? War wohl doch nichts mit der inneren Stärke. Ist aber Quatsch....
Zitat:Und er ist ja noch nicht ganz ausgezogen, sondern hat über Ostern zwei Nächte woanders verbracht. Das Kopfkino ging los, und es hat mich wahnsinnig gemacht. Obwohl ich ihm alles gönne und ich mich für ihn freue, wenn er action und Spaß hat. Es macht mich so traurig, weil ich mich aus seinem Leben ausgegrenzt fühle. Und ich weiß nicht, wie es wird, wenn er entgültig weg ist. Ich bin schon extrem abhängig, was mir sonst in dem Ausmaß nicht bewusst ist.
wie geht er denn damit um? Ist er nicht auch traurig? Sprecht ihr darüber? Und erzählst Du von Deinen Gefühlen?
Bist Du wirklich extrem abhängig? Oder fühlt es sich jetzt beim Abschiednehmen nur so an?
Ich habe gestern gedacht, dass wir wenn wir lieben und uns auf einen Menschen einlassen...eine Geschichte mit ihm haben...immer auch abhängig machen. Wir sind halt Bindungstierchen und es tut höllisch weh wenn eine Bindung zerbricht.
Ich habe gestern so stark gefühlt, wie sehr ich an den wenigen Menschen die ich liebe hänge. Distanz, Krisen, all das ist okay aber wenn ich jemanden verliere, zu dem ich eine innige Bindung habe, fühle ich mich wie ein Hund, der sich auf`s Grab vom verstorbenen Herrchen legt und dort nicht mehr wegzubekommen ist.
Im Alltag bin ich ganz und gar keine Klette, fühle mich wenig abhängig von anderen...Aber wenn ich einen wirklich geliebten Menschen verliere, klappe ich zusammen und trauere sehr lange.
Zitat:Jedenfalls frage ich mich, ob es tatsächlich verlorene Tage gibt, oder ob sie sein müssen. Es ist nur so schade, wenn man einen schönen Tag so hinwirft.
meinst Du den gestrigen Tag? Ich empfinde solche Tage ganz und gar nicht als verloren. Wieso sollte man immer fröhlich sein? Gerade frage ich mich, ob das nicht auch ein wenig so ein Zeitgeist-Phänomen ist: alle immer happy, alles easy und leicht?
Okay, wenn man monatelang depressiv ist (ist ja was anderes als Trauer) und nichts mehr gebacken bekommt, das kann echt verlorene Zeit sein (kenne ich von früher ja leider zur Genüge). Aber sonst? Hat man den Tag denn hingeworfen weil man traurig war?