Zitat von Kaetzchen:@ricky, was soll daran Stuss sein, wenn man seine Freiheit behalten und derzeit keine Beziehung eingehen möchte? Versteh ich nicht.
Ganz einfach. Dieses "Ich lebe jetzt für mich, nicht für andere" bedeutet automatisch, man hätte sich seinerzeit selbst irgendwie verkauft, um für andere da zu sein. Blödsinn ist das. Wenn man mit etwas nicht d'accord geht, dann lässt man und vor allem Frau die Finger davon. Das ist das Geraderücken um für seinen Sche*ß eben nicht verantwortlich sein zu müssen. Dass man in einer Gesellschaft ohnehin niemals "frei" ist, brauche ich ja nicht zu erwähnen. Wenn man sich entschieden hat allein zu leben, weil es aus - verständlichen - Gründen nicht mehr geht, ist es eine Sache, aber nicht mit solchen megaalbernen Sätzen, die nur dazu da sind, das eigene Gewissen zu beruhigen.
Zitat: Natürlich gibt man in einer Beziehung Freiheit auf. Das hat ja nichts damit zu tun, dass man sich in der Beziehung seine Freiheiten nimmt, aber zur Liebe gehört eine gewisse Form von Abhängigkeit, und zu einer Beziehung gehören Kompromisse. Beides hab ich nicht, wenn ich alleine bin.
Richtig. Und deshalb schrieb ich ja auch, dass zu viele Frauen, die nämlich exakt so denken: "Temporäre Liebschaften" viel mehr Unheil anrichten, als der Kerl, der konkret sagt: Nur S.. Da frage ich mich dann: Wer ist hier wirklich das A*schloch?
Zitat:Und gerade Frauen möchten nach einer langen Ehe mit Kindern (!) ihre Freiheit genießen. Denn was man als Mutter an Freiheiten auch schon für die Kinder aufgibt, können sich die meisten Männer wahrscheinlich nicht mal vorstellen.
Opferrolle. Als wenn die Männer nichts aufgeben müssten. Sich nicht kümmern müssten etc. pp. Der Druck des Mannes liegt da auf einem ganz anderen Tableau. Geld verdienen etc. pp. ist nämlich auch nicht mit "Juhuu, ich hab frei" gleichzusetzen, ganz im Gegenteil. Diese Opferrolle der Frau ist es nämlich, die dazu führt, das alles irgendwie immer in die Binsen gibt und dann sitzt man da: "Die doofen, doofen A*schlöcher..."
Zitat: Ich mache das ja auch jetzt noch, aber ich mache es für meine Tochter natürlich gern, weil ich sie über alles liebe. Es ist für mich aber derzeit noch unvorstellbar, dass ich auch noch einen Teil meiner Freiheit für einen Mann aufgeben sollte. Nö.
Ja, stimmt. Ich will n Kind haben, aber meine Freiheit in der Beziehung will ich nicht opfern. Dann holt man sich anonym ne Samenspende. Wege gibt's ja genügend heutzutage, wenn man nicht dazu fähig ist mit einer anderen Person zusammen zu leben. Allein am "Affäre etc. genügt Frauen doch nicht", aber dann die Einstellung "Ich gebe keine Freiheit für Männer auf" haben, ist ja an sich schon ein so krasser Widerspruch, das ich nur mitm Kopf schütteln kann. Deine Tochter existiert nur aufgrund eines Mannes.
Zitat:Wann sich das wieder ändert? Keine Ahnung. Wenn ich genug Freiheit für mich hatte, vielleicht. Oder wenn mein Wunsch nach mehr Sicherheit wieder stärker wird. Wenn meine Tochter aus dem Haus ist und ich die "Einschränkungen", die ich für sie in Kauf nehme, nicht mehr habe (das für mich wahrscheinlichste Szenario).
Bisschen egozentrisch, aber hey...
Zitat:Und was die Selbstverliebtheit angeht - den Bogen krieg ich immer noch nicht hin. Es hat ja nichts damit zu tun, dass ich jemanden für "nicht gut genug" für mich halte oder gar mich für was Besseres. Es gibt eben Menschen, die mich geistig anregen, inspirieren, bei denen ich das Gefühl habe, sie verstehen mich, und es gibt Menschen, bei denen ist das nicht der Fall. Die langweilen mich oder stressen mich oder ich verstehe sie nicht und so weiter. Ich bin aber an näheren Kontakten mit Menschen aus der letzten Kategorie nicht interessiert, weder für eine Beziehung noch für eine Bekanntschaft oder Freundschaft oder sonst etwas. Für mich steht die geistige Verbindung ganz vorne, vor allem. Und wenn die da ist, schau ich weiter, was sich daraus entwickeln könnte.
Das ist grundlegend immer die Basis. Nur mit der Prämisse "Ich hab keine Zeit für nen Mann etc." ist die Wahrscheinlichkeit etliches emotional schon überzubewerten, auszuklammern usw. usw. und eben "von oben herab" zu beurteilen unfassbar hoch. Ich wundere mich auch, dass das nicht nachzuvollziehen ist. Aber nun gut...