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Partnersuche im 21 Jahrhundert hoffnungslos?

K
Zitat von ysabell:
In diesen Kulturen gibt es Frauengemeinschaften/Männergemeinschaften, bei uns hocken Mann, Frau und ein Kind aufeinander, bis ihnen die Decke auf den Kopf fällt oder sie sich die Köpfe einschlagen.
Alles soll mit dem Partner geteilt werden...Männer übernehmen die Hausfrauenrolle, Frauen begleiten ihre Männer in den *beep* uvm. Und fast alle sehen so unglaublich angestrengt aus.


Ysabell, ich sehe das ganz ähnlich und tatsächlich so, wie Du sagst. Wenn ich mir Beziehungen heutzutage anschaue stelle ich fest, dass ganz viele Leute "alles" miteinander teilen und machen wollen. Das AMEFI-Konzept halt - Alles Mit Einem Für Immer. Das muss scheitern, das geht doch gar nicht. Die Frauen rennen mit zum Fußball - sorry, aber das war "früher" ein Ding für Männer und ihre Kumpels. Ich glaub, mein Vater hätte einen Infarkt gekriegt wenn meine Mutter mal gesagt hätte, dass sie mit in die Kneipe geht zum Fußball schauen geschockt genauso hätte meine Mutter Anfälle bekommen, wenn mein Vater sie zum Frauenabend begleitet hätte oder gar zur Gymnastik Mr. Green (ok, ich glaube, das wäre sogar ein Scheidungsgrund für sie gewesen).
Auch Shopping fand immer ohne meinen Vater statt. Wenn er Klamotten brauchte, ging er mit einer Liste zu seinem "Herrenschneider", legte dem vor, was er brauchte, und ließ sich "anziehen". Shoppingbummel war für Frauen, da hatten Männer nix zu suchen. Heute sehe ich ständig verzweifelte Männer, die in überfüllten Einkaufszentren ihren Frauen nachlaufen und Tüten schleppen. Dabei säßen die bestimmt lieber in der Kneipe und würden Fußball schauen zwinkern

Ich lebe im Ruhrgebiet, wir haben hier im Ort einen Vorort, der fast komplett in türkischer Hand ist Glücklich dort gibt es neben Döner- und Wettlokalen jede Menge Cafés. Diese Cafés, die man aus dem Urlaub kennt - nur Männer sind dort erlaubt, und die halten sich dort oft den ganzen Tag auf. Ich habe unsere türkische Nachbarin mal danach gefragt und was es damit eigentlich auf sich hat, und sie sagte: Na, wenn die Männer frei haben oder Urlaub oder gar später in Rente sind oder mal arbeitslos sind - dann müssen sie ins Café.
Ich ? Müssen?
Ja, sagte meine Nachbarin. Keine türkische Frau will ihren Mann zu Hause haben! Das Haus und die Küche sind das Reich der Frau, Männer wollen wir da nicht tagsüber. Die sitzen dann unter ihresgleichen im Café, reden, trinken, rauchen ... alles, was zu Hause nicht geht. Und die Frauen haben "ihre Ruhe".

Fand ich super Mr. Green und während die Männer unter sich im Café sitzen und männliche Energie tanken, haben die Frauen zu Hause Freundinnen, Nachbarinnen, Schwägerinnen .... zu Besuch und tanken weibliche Energie. Und abends treffen sich Mann und Frau wieder und können ihre Energien austauschen zwinkern

x 3 #2491


Polarstern72
@kaetzchen, die sind aber innerhalb der Familie hierarchisch strukturiert! Verträgt sich mit dem westlichen Familien Modell à la Alice Schwarzer und Co überhaupt nicht. daumen hoch

#2492


A


Partnersuche im 21 Jahrhundert hoffnungslos?

x 3


R
Diesen Symbiose-Anspruch in Beziehungen versteh' ich auch nicht. Jedenfalls nicht, wenn das Zusammensein lebendig bleiben soll. In meiner längsten Beziehung bisher haben wir uns viele Freiheiten gelassen und trotzdem war es sehr innig. Da habe ich eine ganze Weile dran geknackt, als das zu Ende ging, weil für viele diese Lebensart nicht so selbstverständlich ist.

Weiss nicht, woran das liegt. Vielleicht weil sich in Wohlstands-Gesellschaften die sozialen Strukturen verkleinern und gleichzeitig Ansprüche und Bedürfnisse an den Partner steigen? unwissend

x 1 #2493


W
@*Ruby*

Kann dieser Symbioseanspruch nicht daher kommen, daß heutzutage auch die Eltern mit ihren Kindern eine Symbiose eingehen, also gar keine Eltern im eigentlichen Sinn mehr sind, sondern quasi die guten, etwas älteren Freunde und Spielgefährten des Nachwuchses, der dazu oft auch noch angehimmelt wird wie ein sakrosanktes Tabernakel?
Und in späteren Beziehungen tauchen dann dieselben Ansprüche auf, und wenn der Partner einmal auch nur den Hintern aus der Tür hält, wird das schon als ein Verlassenwerden und eine Ungeheuerlichkeit erlebt, die jede Liebe in Frage stellt und sogleich geahndet werden muß.
Man kennt halt, aufgrund dieses Symbiosewahns, nur noch diese Auf-Leben-und-Tod-Verbundenheit, die keine eigenen Persönlichkeitsgrenzen kennt und zuläßt und gleichsam zwanghaft alles teilen muß, selbst jenes, was Frauen und Männer (bzw. die jeweiligen Partner) gar nicht teilen können.
Und dann hängt man sich halt gegenseitig am Rockzipfel bis zum vollkommenen Überdruß. Was in der heutigen Zeit mit seinen vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten und - zwängen ja nur um so leichter und intensiver (und damit noch frustrierender und quälender) möglich ist.

Bedenkt man dann noch, daß - wie ich kürzlich gehört habe - die intravaginale Verweildauer durchschnittlich 6 Minuten beträgt, wenn sich einmal Zeit in diesem Ausmaß erübrigen läßt, vielleicht im Advent, dann läßt sich ja ungefähr vorstellen, was und wieviel die Leutchen heutzutage noch miteinander zu tun haben.
Ein Rausch der Sinne wird sich wohl kaum noch ausgehen, aber dafür ein Rausch der Überwachung.
Die omnipräsente Abwesenheit in gechipter Käfighaltung als das neue Beziehungsdesign, in der Begegnung schon fast das ist, was am meisten erschreckt.

x 2 #2494


Y
Zitat von Polarstern72:
Mehrere weibliche User hatten nach TheUnknown Eingangsposting, kritisch reagiert und auf die Art des Schreibens hingewiesen
Zitat: Warum finde ich keine ungebundene Frau für mich? Ich bin unterhaltsam, humorvoll, treu, kinder- und tierlieb, habe einen interessanten und aufregenden Job, ein paar Hobbies, lasse mich auch gerne auf neues ein und meine auch von mir, entwicklungsfähig zu sein. Altlasten sind erledigt, ich suche nicht auf Teufel komm raus und spreche auch nicht jede beliebige Frau an, lasse mir auch Zeit und weiß, was ich will und was nicht. Ich bin aber kompromissbereit und kann auch vieles in Gesprächen und anregenden Diskussionen erörtern. Von Berufswegen habe ich keine Kontakt- und Konfliktangst, ich kann sowohl Agieren wie auch Reagieren und bin stets bemüht, auf mein Gegenüber einzugehen.


Warum das als Profilbeschreibung abschrecken würden? Nein, abschrecken nicht. Das ist absolut super, aber in meinen Ohren klingt das nicht realistisch, hat ein wenig was von einem Bewerbungsschreiben. Niemand ist so perfekt wie in dieser Auflistung. Mich würde viel eher interessieren, welche Werte sind dem Mann wichtig, wofür steht er ein, was mag er und worüber kann er lachen. Nur zum Beispiel.

Ich habe auf den Internetplattformen nur Männer kennengelernt, die meistens älter waren, und bei näherer Bekanntschaft durch die Bank weg recht heftige gesundheitliche Probleme hatten. Ich bin immer noch recht erschüttert, wie viele Männer mit Anfang 50 schon so stark krank sind. Ich habe noch recht junge Kinder und ich würde mir schon einen Partner wünschen, der so einigermaßen fit ist, denn ich bin es auch, und mit uns mal eine Radtour machen kann und beim S nicht tot über mir zusammenbricht. Ich weiß, klingt echt böse, aber daran musste ich unweigerlich denken. Von der geistigen Vergreisung will ich nicht auch noch anfangen. Klar hat diese Sorte Mann es schwer, wenn sie dann noch jüngere Frauen daten wollen.

Mir wäre meine Altersklasse oder sogar ein wenig jünger lieb aus vorgenannten Gründen, aber da lässt sich ja wegen der "Biologie" nichts machen, dass die Frau nunmal mind 7 Jahre jünger sein MUSS. anbeten

Ich habe meine doch recht außergewöhnlichen Hobbys und Interessen deutlich raushängen lassen und trotzdem schrieben mich Männer an, die angaben, dass sie sich schöne kuschelige Abende vorm TV auf dem Sofa wünschen. Wenn sie mein Profil gelesen, sogar meine Profilfotos richtig angesehen hätten, hätte auch einer Amöbe klar sein müssen, dass das nicht passt. Mein Profil war im Gegensatz zu anderen Frauenprofilen aussagekräftig (hab geguckt zwinkern). Habe mir Mühe gegeben. Das Profil ist gelöscht und ich bin froh drum.

Mein Marktwert muss echt lausig sein, ich werde im real life nie angesprochen von Männern. Manchmal finde ich das schade. Ich dagegen war da gern mal aktiv geworden früher, aber ich habe auch gemerkt, dass mein Beuteschema ebenfalls lausig ist, also lass ich das.

x 2 #2495


Y
Zitat von whynot60:
@*Ruby*

Kann dieser Symbioseanspruch nicht daher kommen, daß heutzutage auch die Eltern mit ihren Kindern eine Symbiose eingehen, also gar keine Eltern im eigentlichen Sinn mehr sind, sondern quasi die guten, etwas älteren Freunde und Spielgefährten des Nachwuchses, der dazu oft auch noch angehimmelt wird wie ein sakrosanktes Tabernakel?
Und in späteren Beziehungen tauchen dann dieselben Ansprüche auf, und wenn der Partner einmal auch nur den Hintern aus der Tür hält, wird das schon als ein Verlassenwerden und eine Ungeheuerlichkeit erlebt, die jede Liebe in Frage stellt und sogleich geahndet werden muß.
Man kennt halt, aufgrund dieses Symbiosewahns, nur noch diese Auf-Leben-und-Tod-Verbundenheit, die keine eigenen Persönlichkeitsgrenzen kennt und zuläßt und gleichsam zwanghaft alles teilen muß, selbst jenes, was Frauen und Männer (bzw. die jeweiligen Partner) gar nicht teilen können.
Und dann hängt man sich halt gegenseitig am Rockzipfel bis zum vollkommenen Überdruß. Was in der heutigen Zeit mit seinen vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten und - zwängen ja nur um so leichter und intensiver (und damit noch frustrierender und quälender) möglich ist.

Bedenkt man dann noch, daß - wie ich kürzlich gehört habe - die intravaginale Verweildauer durchschnittlich 6 Minuten beträgt, wenn sich einmal Zeit in diesem Ausmaß erübrigen läßt, vielleicht im Advent, dann läßt sich ja ungefähr vorstellen, was und wieviel die Leutchen heutzutage noch miteinander zu tun haben.
Ein Rausch der Sinne wird sich wohl kaum noch ausgehen, aber dafür ein Rausch der Überwachung.
Die omnipräsente Abwesenheit in gechipter Käfighaltung als das neue Beziehungsdesign, in der Begegnung schon fast das ist, was am meisten erschreckt.


Ein grauenvolles Szenario für einen freiheitsliebenden Menschen wie mich.

Zitat von whynot60:
Bedenkt man dann noch, daß - wie ich kürzlich gehört habe - die intravaginale Verweildauer durchschnittlich 6 Minuten beträgt, ...


Nun, interessant ist doch erst, was man in den drei Stunden vor den 6 Minuten macht.

x 1 #2496


W
@Yonda

Also wenn der Mann schon in einem lebensbedrohlichen Zustand ist, wie bei Männern über 50 üblich, dann würde ich an Deiner Stelle beim S. ohnehin eine Position wählen, in der nichts über mir zusammenbrechen kann. Smile
Sonst hast Du am Ende neben einem toten Mann auch noch eine Hüftluxation. geschockt

Dieses von Dir angeführte Zitat soll eine Profilbeschreibung sein?
Also mich würde das sehr wohl augenblicklich abschrecken! Das hört sich ja tatsächlich an wie ein Bewerbungsschreiben, ein schlechtes noch dazu. Als hätte jemand ein Formular des Bundesamtes für Verfassungsschutz ausgefüllt.

Vielleicht würde es etwas helfen, wenn Du Deines - noch dazu, wie Du sagst, lausigen - Beuteschemas ganz verlustig werden würdest.
Man mag es zwar nicht für möglich halten, aber manchmal tummeln sich auch außerhalb des eigenen Beuteschemas ganz interessante Menschen.

Und was Dein Profil betrifft: Ja, Amöben hätten daraus auch die richtigen Schlüsse gezogen. Aber ich nehme an, Du hattest Dein Profil auf einer Seite eingestellt, in dem etwas anderes als Amöben unterwegs ist.

PS: Gibt es das noch - die 3 Stunden davor? Und das ist auch etwas Interessantes, mehr als TV gucken oder den Teppich ausklopfen?

#2497


J
Zitat von whynot60:
.., und wenn der Partner einmal auch nur den Hintern aus der Tür hält, wird das schon als ein Verlassenwerden und eine Ungeheuerlichkeit erlebt,

Moin, Du hast es mal wieder geschafft. Ich bin rückfällig geworden und musste mich alsgleich registrieren. weinen

#2498


Y
Zitat:
Kann dieser Symbioseanspruch nicht daher kommen, daß heutzutage auch die Eltern mit ihren Kindern eine Symbiose eingehen, also gar keine Eltern im eigentlichen Sinn mehr sind, sondern quasi die guten, etwas älteren Freunde und Spielgefährten des Nachwuchses, der dazu oft auch noch angehimmelt wird wie ein sakrosanktes Tabernakel?
Und in späteren Beziehungen tauchen dann dieselben Ansprüche auf, und wenn der Partner einmal auch nur den Hintern aus der Tür hält, wird das schon als ein Verlassenwerden und eine Ungeheuerlichkeit erlebt, die jede Liebe in Frage stellt und sogleich geahndet werden muß.
Man kennt halt, aufgrund dieses Symbiosewahns, nur noch diese Auf-Leben-und-Tod-Verbundenheit, die keine eigenen Persönlichkeitsgrenzen kennt und zuläßt und gleichsam zwanghaft alles teilen muß, selbst jenes, was Frauen und Männer (bzw. die jeweiligen Partner) gar nicht teilen können.
Und dann hängt man sich halt gegenseitig am Rockzipfel bis zum vollkommenen Überdruß. Was in der heutigen Zeit mit seinen vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten und - zwängen ja nur um so leichter und intensiver (und damit noch frustrierender und quälender) möglich ist.

.....
Ein Rausch der Sinne wird sich wohl kaum noch ausgehen, aber dafür ein Rausch der Überwachung.
Die omnipräsente Abwesenheit in gechipter Käfighaltung als das neue Beziehungsdesign, in der Begegnung schon fast das ist, was am meisten erschreckt.


Haha! Gut beschrieben! Glücklich
Ich glaube eher nicht, dass es mit den symbiotschen Elternbeziehungen zu tun hat, weiß es aber natürlich nicht. Kann es nicht daran liegen, dass viele soziale Strukturen weggebrochen sind und man sich daher aneinander klammert? Überall Einzelkämpfer.
Wenn ich liebe und eine Beziehung habe, bin ich auch ganz schön anhänglich und kenne das auch von Zuhause. Habe mich wie ne Klette an meinen Bruder gehängt. Aber dennoch brauche ich meine Freiheiten und mir graut vor dem gläsernen Partner. Ich muss nicht jede Fantasie, jede Sms, jeden Männergedanken kennen Glücklich Das würde mir wohl doch die Lebensfreude etwas schrumpfen lassen grinsen zwinkern

Zitat:
@ ysabell: in deinen oberen Beitrag schreibst du fast schwärmerisch von einem arabischen Fest und fragst ob wir hier im Westen wirklich so viel freier sind. Diese anderen Kulturen haben andere Vorstellung der Erziehung. Es ist noch nicht so lange her, da gab es auch in Deutschland, nach Geschlechtern getrennte Schulen, etwa 100 Jahre zurück. Die 68 Generation hat diese alten Werte abgeschafft und gesellschaftlich ein neues Zeitalter im Westen eingeläutet. Das Ergebnis ist das was du siehst, in positiver wie auch in negativer Hinsicht aber Frei sind wir alle sicher nicht. Wir sind alle irgendwo Getriebene!


ich fand es wirklich schön aber nein, geschwärmt habe ich nicht. Der Nachteil ist, dass man in ein festes soziales Korsett eingeschnürt ist und das wäre wohl nichts für mich, da ich es nicht gewohnt bin. Ich finde es nur etwas erschreckend, wirklich alles mit seinem Partner teilen zu wollen...Kätzchen und Whynötchen-Katerchen haben das ganz toll beschrieben.
Und vielleicht sahen diese arabischen Frauen zwischen etwa 20. und 60. alle so schön und weich aus (waren übrigens nicht verschleiert) weil sie geistig mehr in ihrer Welt bleiben und sich nicht ständig mit der männlichen herum plagen bzw. versuchen, in bestimmten Bereichen selbst wie ein Mann zu agieren, so z.B. se,xuell.

#2499


Ema
Zitat von ysabell:
Ich muss nicht jede Fantasie, jede Sms, jeden Männergedanken kennen Glücklich



Oh... nee, bloß nicht!
geschockt

x 1 #2500


K
Zitat von ysabell:
Ich muss nicht jede Fantasie, jede Sms, jeden Männergedanken kennen Glücklich


Dann fang bloß nie eine Affäre an, denn da erfährst Du unter Umständen Dinge, von denen Du nie etwas wissen wolltest Mr. Green

x 2 #2501


Ricky
Zitat von Kaetzchen:
Dann fang bloß nie eine Affäre an, denn da erfährst Du unter Umständen Dinge, von denen Du nie etwas wissen wolltest Mr. Green


Dem kann ich nur zustimmen. Was ich da von Frauen gehört habe... alles Schweine. Mr. Green

x 1 #2502


Y
Zitat:
Oh... nee, bloß nicht!
geschockt

grinsen

Zitat:
Dann fang bloß nie eine Affäre an, denn da erfährst Du unter Umständen Dinge, von denen Du nie etwas wissen wolltest Mr. Green

Glücklich
Naja, ich weiß sowieso schon zu viel. Manches hätte ich vielleicht. lieber nicht gewusst, ist aber auch kein Drama. Ich bin so ein Typ, der oft hört "Eigentlich rede ich nicht drüber aber..."

Zitat:
Dem kann ich nur zustimmen. Was ich da von Frauen gehört habe... alles Schweine. Mr. Green


neh, um die Schweineexistenz geht es mir gar nicht. Aber man muss gewisse Dinge nicht durch ein Gespräch ins Zentrum rücken. Ich weiß um gewisse Dinge, muss es aber nicht ständig hören, schon gar nicht von meinem Liebsten. Es gibt so viele spannende Themen, man kann an einem Menschen ebenso viel entdecken, da muss ich nicht immer auf solchen Schmerzthemen herum reiten.
In einem anderem Thread las ich von einem Mann, der seine Frau seit Jahren nicht mehr begehrte. Nun hat sie eine Affaire und er will nun alles haargenau wissen. Dass es höllisch schmerzt, verstehe ich, dennoch frage ich mich, ob es sonst nichts an der Partnerin gibt, das man erkunden könnte....
Mein Ex hat mir mal unaufgefordert und begeistert von einer Prost. erzählt, zu der er hin und wieder ging, als er mit seiner Ex zusammen war. Er ist deswegen gewiss kein Schweinchen für mich aber als er es erzählte, dachte ich- oh bitte nicht. Was gibt mir das jetzt, außer ein paar Bilder, die mich nicht gerade beflügeln.
Das ist das eine...Das andere beschrieb Kätzchen in ihrem Beitrag. Es gibt einfach viele kleine Dinge, die sich unter Frauen oder unter Männern besser machen lassen- wie bei den Frauen eben das Shoppen oder nächtelange Quasselleien über Gefühle....Und ich möchte auch bitte nicht mit meinem Partner mit einem B. Fußball gucken oder sonstwas tun. Das sind jetzt Klischees aber mir fällt gerade nichts besseres ein.
Einge Leute brechen ja schon zusammen wenn der Partner Por. schaut. Für einige besteht die Lösung dann darin, es gemeinsam zu tun oder gemeinsam in den Partnerwechsler zu gehen. Ich frage mich, ob das aus einer gemeinsamen Lust heraus geschieht, oder weil man bis in den letzten Winkel der Intimssphäre des Partners mit eindringen will. Er soll nicht mal mehr ohne einen eine kleine Phantasie haben. Vielleicht kann man bald Gedanken und Traumüberwachungsgeräte kaufen, eine Art Saugnapf, den man am Kopf anbringt und von dem die Gedanken und Traumbilder direkt aufs Smarthone geleitet werden. Gilt ein Gedanke nicht einem selbst, leutet das Phone rot auf und eine Sirene geht an. Notfall!

x 2 #2503


K
Zitat von ysabell:
Es gibt einfach viele kleine Dinge, die sich unter Frauen oder unter Männern besser machen lassen- wie bei den Frauen eben das Shoppen oder nächtelange Quasselleien über Gefühle....Und ich möchte auch bitte nicht mit meinem Partner mit einem B. Fußball gucken oder sonstwas tun. Das sind jetzt Klischees aber mir fällt gerade nichts besseres ein.
Einge Leute brechen ja schon zusammen wenn der Partner Por. schaut. Für einige besteht die Lösung dann darin, es gemeinsam zu tun oder gemeinsam in den Club für Pärchen zu gehen. Ich frage mich, ob das aus einer gemeinsamen Lust heraus geschieht, oder weil man bis in den letzten Winkel der Intimssphäre des Partners mit eindringen will. Er soll nicht mal mehr ohne einen eine kleine Phantasie haben. Vielleicht kann man bald Gedanken und Traumüberwachungsgeräte kaufen, eine Art Saugnapf, den man am Kopf anbringt und von dem die Gedanken und Traumbilder direkt aufs Smarthone geleitet werden. Gilt ein Gedanke nicht einem selbst, leutet das Phone rot auf und eine Sirene geht an. Notfall!


Ich kenn einen (der kennt einen der ... usw Mr. Green ) dessen Frau hat keine Lust mehr auf S., verbietet (!) ihm aber auch das O.nanieren, weil das für sie das Gleiche wäre wie fremdgehen. Und Po. darf er natürlich schon mal gleich gar nicht schauen, dann gibt's aber Dampf. Was ist das?! Kontrolle? (Ist auch irgendwie "klar", dass so ein Mann dann fremdgeht ... das würde ich schon aus Trotz machen)

Von einer Bekannten (Psychologin und Paartherapeutin) hörte ich kürzlich, dass immer mehr Beziehungen Abhängigkeitsbeziehungen sind/werden. Woran liegt das? Daran, dass wir durch die viele Arbeit, ständiges Umziehen, kleinere Familien, anonymeres Wohnen .... immer weniger (zu wenige?) Sozialkontakte haben und dann der Partner all unsere sozialen Bedürfnisse ganz alleine befriedigen soll?

In meiner Kindheit (ich bin auf dem Land aufgewachsen) sah es so aus - tagsüber war bei uns immer "Besuch" von irgendwelchen Nachbarinnen. Abends auch, da saßen die Damen oft bei der einen oder anderen mit Sekt und Erdnussflips zusammen und haben gequatscht, wir Kinder erfuhren noch, wo Mama am Abend ist (falls was ist, dann hätten wir rübergehen sollen). Die Männer, auch mein Vater, waren abends eigentlich immer unterwegs. In der Eckkneipe (gab es früher - ja, an jeder Ecke halt, gerade hier im Ruhrgebiet, heute gibt es kaum noch welche), im Sportverein, Schützenverein, Gesangsverein ... und sonst hatte mein Vater noch seinen "Handwerkerkeller" Glücklich

Ich kenne heute keine einzige Mutter, die ihr 6jähriges Kind z.B. abends allein gelassen hätte, um bei der Nachbarin zu sitzen und ein Glas Wein zu trinken. Undenkbar! Skandal! Vernachlässigung! Und Babysitter - ja, wer eine Oma vor Ort hat, hat Glück (so wie wir früher, wenn Mutter mal nicht bei Nachbarn in der Straße war, dann kam Oma und saß auf dem Sofa und hat bei uns ferngesehen).
Wer nicht, lässt sich mindestens von irgendwelchen Horrormeldungen über gewalttätige Babysitter abschrecken und gluckt lieber bei den Kindern zu Hause. Und der Mann gluckt mit, weil er aus schlechtem Gewissen heraus ja nicht ausgehen und sich vergnügen will, während die Frau auf die Kinder aufpassen "muss". Also hockt man nebeneinander gelangweilt auf dem Sofa, obwohl der Mann lieber zum Sport gehen würde und die Frau lieber mit ihrer Freundin quatschen würde. Schon doof. Alternativ unternimmt man noch Dinge, aber eben lieber getrennt. Solche Fälle kenne ich auch viele, wo jeder abends seiner Wege geht, immer schön abwechselnd, damit halt einer bei den Kindern bleiben kann.

Ich glaube, dass zu viele Beziehungen heutzutage an zu viel Nähe scheitern. Vor allem daran, dass diese Nähe eben gar keine echte Nähe mehr ist, sondern nur noch eine räumliche, oft erzwungene. Und die ist dann noch schlimmer als echte Distanz, die ja wiederum eine Beziehung auch sehr beflügeln kann, wenn man ab und zu das Seil strafft und sich "trennt" (wenn auch nur für ein paar Stunden/Tage), um danach mit neuen Eindrücken, Erlebnissen, Gesprächsthemen wieder echte Nähe zu schaffen.

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Y
Zitat:
Von einer Bekannten (Psychologin und Paartherapeutin) hörte ich kürzlich, dass immer mehr Beziehungen Abhängigkeitsbeziehungen sind/werden. Woran liegt das? Daran, dass wir durch die viele Arbeit, ständiges Umziehen, kleinere Familien, anonymeres Wohnen .... immer weniger (zu wenige?) Sozialkontakte haben und dann der Partner all unsere sozialen Bedürfnisse ganz alleine befriedigen soll?


ja, das ist meine Vermutung. Vor allem zu wenig innige Kontakte. Höre ich oft von Leuten. Und geht dann der Partner, hat man nichtmal mehr jemandem, mit dem man reden kann.
Zitat:
In meiner Kindheit (ich bin auf dem Land aufgewachsen) sah es so aus - tagsüber war bei uns immer "Besuch" von irgendwelchen Nachbarinnen. Abends auch, da saßen die Damen oft bei der einen oder anderen mit Sekt und Erdnussflips zusammen und haben gequatscht, wir Kinder erfuhren noch, wo Mama am Abend ist (falls was ist, dann hätten wir rübergehen sollen). Die Männer, auch mein Vater, waren abends eigentlich immer unterwegs. In der Eckkneipe (gab es früher - ja, an jeder Ecke halt, gerade hier im Ruhrgebiet, heute gibt es kaum noch welche), im Sportverein, Schützenverein, Gesangsverein ... und sonst hatte mein Vater noch seinen "Handwerkerkeller" Glücklich


Smile

Bei mir sehr ähnlich. Die Wohnungen standen auch immer offen und wir Kinder düsten nicht nur im Haus, sondern in der ganzen Straße durch die Wohnungen. Und Kneipen gabs auch. Ich bin ständig, manchmal auch im Pyjama, zu den Nachbarsfamilien gedackelt oder sie zu uns. Und Gäste waren auch immer da. Die Leute waren sehr offen damals. Mit einem Nachbarn für die Schule gelernt, bei einer Freundin übernachtet oder alle trafen sich draußen, oft auch die Eltern dabei...

Zitat:
Ich glaube, dass zu viele Beziehungen heutzutage an zu viel Nähe scheitern. Vor allem daran, dass diese Nähe eben gar keine echte Nähe mehr ist, sondern nur noch eine räumliche, oft erzwungene. Und die ist dann noch schlimmer als echte Distanz, die ja wiederum eine Beziehung auch sehr beflügeln kann, wenn man ab und zu das Seil strafft und sich "trennt" (wenn auch nur für ein paar Stunden/Tage), um danach mit neuen Eindrücken, Erlebnissen, Gesprächsthemen wieder echte Nähe zu schaffen.


Das vermute ich auch. Neulich hörte ich von 30.! Jährigen Männern, wie die so mit ihrer Familie leben. Ich fiel fast in Ohnmacht. Es klang echt wie eine Zwangsjacke. Einer sagte, er "muss" Mittags immer um Punkt x Uhr Zuhause auftauchen, da kenne seine Frau kein Pardon und Abends, auch am Wochenende treffe er keine Freunde mehr weil seine Frau... geschockt Alles strengstens geregelt. Hilfe! Das sonderbare war, dass es mir so schien, als fänden diese blutjungen Männer darin irgend einen Genuss. Denn sie haben sih allesamt solch kontrollierende Frauen ausgesucht, gefallen sich zwar drin, ein wenig herum zu mosern aber ich hörte heraus, dass es sich nach ihrem Verständnis so gehört wenn man eine Familie hat Augen rollen

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