KommunikationWen tritt man gegenüber? Wen hat man vor sich?
Die Kommunikation ist heute mehr verwaschen. Man will etwas sagen und weiß nicht wie. Man macht sich Gedanken, wie etwas ankommt. Viele halten sich sehr in der Erwartungshaltung und denken, so wie ich es formuliere muss es der Gegenüber ja verstehen. Ist das so? Eher nicht, weil wir von uns selbst ausgehen.
Was will ich damit sagen? Wir versuchen mehr zu umschreiben, als Klartext zu sprechen / schreiben. Weil man Angst hat, falsch wahrgenommen zu werden, verpacken wir es, um im guten Ton zu bleiben.
Dabei macht der Ton die Musik. Also in welchem Ton sage ich etwas. In welchem Gefühl meint man selbst.
Klartext, ruhig, knapp und auf den Punkt.
Der Gegenüber entscheidet für sich, ob er nachfragt, weil er eigentlich nicht in unseren Kopf kann. Es geht dann um die Interpretation dessen. Besser wäre es, er würde nachfragen. Ob er es macht
Kritik ist immer positiv. Auch hier macht der Ton die Musik. Agro oder ruhig. Was will ich erreichen? Je leiser man spricht, je lauter wird man gehört. Je lauter man spricht, prallt es auf einer Mauer.
Zitat von kuddel7591:Manchmal ist es gut, "Erklärungen" für Geschehenes zu finden/zu bekommen.
Allerdings - sind alle Erklärungen immer hilfreich? Ist es hilfreich, immer alles
verstehen zu wollen - auch sich selbst immer verstehen zu wollen? Ist das
überhaupt möglich? Ist das sinnvoll?
Gerade Wahrheiten - vor allem die eigenen - näher zu kommen, sich den Fakten
und Tatsachen zu stellen...ich denke, dass das unerlässlich ist. Aber - geht damit
immer ein "Verstehen" einher? Kann ein Mensch ALLES verstehen? Will ein Mensch
immer alles verstehen? Muss ein Mensch immer alles zu verstehen versuchen?
Es gibt dazu eine schöne Metapher. Hat dir das Leben eine Frage erklärt, steht es mit einer neuen Frage in der Tür.
Wir kommen in uns nur voran, wenn wir uns unsere Fragen beantworten und unsere Wahrheit finden. Fragt man nicht mehr, bleibt man stehen. Oder
Unsere Antworten, unsere Erklärungen, lassen uns in uns wachsen. Wir können an uns vorbei laufen versuchen, es vergessen lassen, und doch holt es uns um die Ecke wieder ein.
Es bringt uns also weiter, wenn wir erkennen, warum etwas war, wie es war. Damit werden wir in uns zufriedener. Wir wissen, was wir nicht mehr ändern können. Wir lernen daraus, was wir anders machen können.
Die innere Unruhe hat man nur so lange, wie man selbst nicht zu leben weiß. Weiß man zu leben, hat man schon viel losgelassen. Wenn wir nicht mehr nach Antworten, Erklärungen suchen (müssen), sind wir da, wo wir hin wollen.
Meine Meinung
