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Philosophische Hilfe, Sinnieren und Wortspielereien

kuddel7591

kuddel7591

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Zitat von fe16:
Wodurch und warum vertraut man sich selbst aber nicht mehr ?
Vertrauen , zu sich selbst kann man aufbauen
Vertrauen zu anderen , das sollten sich die Menschen verdienen

Seine stärken erkennen , und dann drauf zugehen

Ja jeder Anfang ist ein Zauber
Jede Trennung eine Chance für einen Neuanfang


@fe16

die Notwendigkeit erkennen, dass ggf. ein Neuanfang erforderlich ist....ist das immer
gegeben? Neuanfang = brechen mit Gewohnheiten. Geht das "so einfach"? Verlust
von Etwas.... Abschied von Etwas....wie sieht das dann mit einem Neuanfang aus?
Wie ist es möglich, eine Notwendigkeit zu erkennen?
Simple Fragen....ich weiß. Deren Beantwortung ist ungleich schwieriger. Denn - es
bleibt nicht immer alles an einem selbst hängen, etwas verändern zu wollen, etwas
verändern zu können. Meist gehört ein Umfeld dazu...und das befürwortet NICHT in
jedem Fall eine Veränderung. "Veränderung" bedeutet auch - brechen mit Gewohnheiten.
Das macht nicht jeder im Umfeld mit....freiwillig schon mal gar nicht.

Vertrauen - das ist nicht immer per se vorhanden...auch nicht in sich selbst. Das Forum
zeigt es auf. Wer im Leben mal so richtig mit deftigen "Breitseiten" konfrontiert wurde - vor
allem durch menschliche "Breitseiten" - wir damit erst mal klarkommen müssen...und das
ist leider nicht immer gegeben, weil fehlendes Vertrauen (in sich selbst) ein sehr schwammiges
Gefühl vermitteln kann.

"Neuanfang"....wie weit soll der zurückreichen!? Ja...."zurück" habe ich geschrieben. Ab welchem
Zeitpunkt soll der Neuanfang beginnen? Vergangenes lässt sich nicht "ausknipsen", ist und
bleibt ein Teil des eigenen Lebens. Damit umzugehen - gehört das auch zu einem Neuanfang?
Ich sage - auf jeden Fall! Wenn Leben lehren soll, gehört das auf jeden Fall mit dazu, auch für
Vergangenes einen Platz zu schaffen - mit dem Schild dran: ich habe verstanden!

18.01.2019 11:07 • x 1 #811


Sabine

Sabine


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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt, und der uns hilft zu leben.

:eh:

18.01.2019 11:37 • #812


Joe33

Joe33

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Hi Ihr

Hier mal etwas zum philosophieren: Das Wort erwartet

Für mich erkläre ich es so: Er...wartet
Jemand der Erwartungen stellt, wartet darauf, das der Gegenüber seine Wünsche, Taten oder Anforderungen erfüllt.
Aber wie es im Wort bereits enthalten ist, wartet er darauf...
Ob die Erwartungen erfüllt werden, liegt aber in der Hand des Menschen, an den sie gestellt werden.

30.01.2019 16:07 • x 1 #813


Sabine

Sabine


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Und das Erwarten bringt das Enttäuschen mit sich. Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, zieht sich bei manchen Menschen der Boden unter ihren Füßen auf und wird für viele dann ein freier Fall.

Kann sehr heilsam sein. ;) Nur wenige wissen wirklich, diese Chance für sich selbst zu nutzen.

10.02.2019 00:48 • x 1 #814


kuddel7591

kuddel7591

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@

zunächst muss man wissen, die Erfahrungen machen, dass Erwartungen immer eine zweischneidige Sache werden/sein können. Erfüllte Erwartungen - da gibt es keine Enttäuschungen....wie die erfüllten Wünsche, die zu Weihnachten gehegt wurden/werden! ;-)

Nur - materiell enttäuschte Erwartungen sind ja nicht mal das problematische. Problematisch wird
es bei menschlichen Enttäuschungen, bei menschlichen Verletzungen, die Herz, Geist, Seele betreffen und Gefühle verletzt haben.

Und wer Erwartungen hegt, sich der Folgen aber nicht (immer) bewusst ist, kann ein böses Erwachen erleben. Das muss aber erst mal ins Bewusstsein gelangen. Wer sich damit noch nie beschäftigt hat, noch nie davon betroffen war.....das Forum gibt Aufschluss darüber, wie die
gesamte Gesellschaft den Spiegel zeigt. Die Ellenbogen-Gesellschaft, die absolute Leistungs-Gesellschaft, die Konsum-Gesellschaft, die "Turbo"-Gesellschaft....und niemand kann sagen:
"Das waren die Anderen!" Wer bei allem "mitmacht" (bewusst oder unbewusst), beteiligt sich
daran.

Es sind NICHT "die Anderen"....es ist das fehlende Bewusstsein dafür, ob für einen selbst wirklich
immer all das erforderlich ist, was "die Gesellschaft" vorlebt/vorgibt. Das Wort NEIN - es kommt
kaum vor, um nicht "außen vor" zu bleiben. NIEMAND bleibt außen vor, der sich bewusst das aussucht, was ihr/ihm wirklich wichtig ist...

12.02.2019 23:47 • x 1 #815


Sabine

Sabine


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"Warum ich so schwierig bin - ich bin für Fortgeschrittene!"

Déjà-vu?

Könnte so langsam von mir sein. Irgendwie geht es mir immer besser und meinem Umfeld immer schlechter. Seit dem ich wieder zu Hause bin, nein, schon dort, sagte man mir, beschwerte sich gar BEIM Personal, dass es immer schlimmer mit mir wird.

Mir geht es innerlich so gut wie nie. Doch fehlt mir noch etwas Boden unter den Füßen. Doch der Boden wird mit jedem Schritt fester, jeder Schritt wird sicherer.

Früher fragte ich mich, wie man ohne großen Plan und Erwartungen überhaupt leben kann. Ich bin immer noch da. ;)

Es ist schwer anfangs schwer gewesen, ohne Erwartungen zu leben. Ich lernte zuvor nie, wie man ohne Erwartungen an mich oder andere überhaupt überleben kann.

Heute weiß ich gar nicht, warum wir uns das alle überhaupt angetan haben.

Es wird.

13.02.2019 02:47 • x 1 #816


kuddel7591

kuddel7591

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Zitat @sabine

Zitat:
Mir geht es innerlich so gut wie nie. Doch fehlt mir noch etwas Boden unter den Füßen.


Die beiden Sätze schreibst du "in einem /Atem)-Zug"...."so gut wie nie" geht es dir.... und "doch fehlt
mir noch etwas der Boden" unter den Füßen!

Von außen betrachtet, wirkt das anders...und weil wir HIER schon eine Weile schreiben..... ;-)

Gern liege ich mit meiner Meinung vollkommen daneben...und natürlich können beide Sätze
entsprechend interpretiert werden - aber....ändert das etwas am tatsächlichen Empfinden?
Die äußere Wahrnehmung von dem, was du da beschrieben hast - zumindest ein bisschen Diskrepanz gibt es da?

14.02.2019 13:20 • x 1 #817


Sabine

Sabine


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Nein Kuddel, gibt es nicht. Ich dachte immer glücklich sein ist wichtig. Jetzt weiß ivh, dass es innere Zufriedenheit ist. Der Boden, der mir fehlt, weil vieles eben neu ist, und auch, weil Selbstüberschätzung, wieder wieder den Lauf gegen die Wand ist. Vieles tue ich jetzt noch anders im Umgang mit Mann und Familie. Das, was ich meinte, dass mir etwas fehlt, war etwas, was ich nicht in mir sehen wollte. Ich suchte trotz meines Wissens, noch im Außen.

Es ist seltsam ruhig in mir geworden. Es fühlt sich wie folgt an: "Ich bin zufrieden."

Und ich denke, dass das das eigentliche Glück ist.

Das da noch Boden fehlt, ist nicht verkehrt. Lieber sich weiter hinterfragen, als selbstsicher wieder gegen eine Wand zu laufen?

Ich habe darauf so gar kein Bock mehr. ;)

Nee, mir geht es wirklich gut. :D Und nein, ich bin auch nicht auf einem Berg, um in das nächste Trännental zu rennen. Schön Bodenhaftung behalten. Lebt sich ruhiger.

15.02.2019 01:50 • #818


kuddel7591

kuddel7591

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Zitat @sabine

Zitat:
Das da noch Boden fehlt, ist nicht verkehrt. Lieber sich weiter hinterfragen, als selbstsicher wieder gegen eine Wand zu laufen?


@

"Sich lieber weiter hinterfragen....!" ....und sich selbst ggf. dabei "in Frage" stellen? Du bekommst
auf das "dich weiter hinterfragen" nicht immer schlüssige, plausible Antworten! Das ist unmöglich.
Irgendwann ist es vorbei....und dann MUSS die IST-Situation als solche ausreichen.

Sich selbst ständig zu hinterfragen - da sind auch Selbstzweifel mit im Gepäck. Damit könnte einhergehen, dass du ggf. Teile deines eigenes Lebenswerks in Frage stellst. Nee....denn du
hast etwas geschaffen, hast etwas geschafft, hast etwas erreicht...

...und darauf kannst du mächtig stolz sein, egal was Andere denken, sagen, machen. Auf das
Erreichte aufzubauen....darum geht es und sich NICHT ständig und immer wieder zu hinterfragen,
auf das es eh keine Antworten (mehr) gibt.

Beispiel - ein Wolkenkratzer steht vor dir. Du willst zu Fuß bis auf die obere Aussichts-Plattform besteigen. Dort ist ein Cafe´.... im 68. Stockwerk ist auch eine Aussichts-Plattform - mit Cafe´.
Die hast du zu Fuß erreicht. Du bist total fertig, groggy, platt....gehst in der Cafe´. Du willst aber
ganz nach oben. Du merkst nach einer Weile, dass das körperlich, wie mental nicht mehr geht.
Du steckst dir zwar ein Ziel....ganz nach oben in den 98. Stock zu kommen. Doch jeder weitere
Versuch...nach einigen Tagen, Wochen, Monaten endet immer wieder im 68. Stock. Manchmal kommst du nicht mal bis dorthin....
....was bleibt dir dann? Der 68. Stock mit dem AUCH schönen Cafe´ ist dein für DICH erreichbares Maximum. Was bedeutet das? Mit dem für DICH erreichbaren Maximum umgehen zu lernen.
Die Überlegungen, warum du es nicht bis zur Dachplattform schaffst, werden dich immer begleiten, obwohl dir DEIN Limit immer wieder knallhart aufgezeigt wird? Was bleibt dann.... richtig - einen Umgang damit zu finden, dass im 68. Stock für dich Schluss ist, du den IST-Zustand annimmst, weil du keine Antworten bekommst, warum es nicht für den 98. Stock klappt.

Ehrgeiz zu haben....das ehrt! Aber...falscher Ehrgeiz nutzt gar nichts. Warum nicht - weil falscher Ehrgeiz eher zerreißt, als dass er nutzt. Noch ein Beispiel - in einem Seminar war die Rede davon, auf einen naheliegenden Berg mit einem Gipfelkreuz zu wandern. Die Strecke nicht so lang.... aber recht steil. Ich "sollte" mit, weil ortskundig. Es ging meinerseits aber nicht. Körperlich wie mental war ich nicht dazu in der Lage....hörte aber später das Schwärmen von denen, die oben waren. Mein Ehrgeiz war geweckt....und es dauerte 2 Jahre, bis ich soweit war, zum Gipfelkreuz zu gehen - auf einem anderen Weg....weiter, flacher, urwüchsig. Als ich am Kreuz stand...

Vielleicht ist irgendwann der Zeitpunkt, an dem DU Fragen stellst...und du evtl. auch Antworten findest. Mit der jeweiligen IST-Situation umgehen zu lernen - das ist das schwierigste dabei. Und nein - es sind NICHT immer "Andere", die dir da helfen können. Oft ist es einfach nur die Zeit, die
dir Antworten gibt. Und der Faktor "Zeit" besagt immer, dass das mit einem Prozess einhergeht,
der meist NICHT in 2 Tagen, 2 Wochen, 2 Monaten beendet ist...sondern erst mal "nur" den Prozess in Gang bringt...und nein - du wirst nicht immer Antworten bekommen - DAS ist Leben.

15.02.2019 10:16 • #819




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