Chaos2019
Gast
Morgen ist es 8 Wochen her, als mein Mann abends nachdem unsere Tochter (8) im Bett war, einfach sagte "Ich kann nicht mehr, ich trenne mich, ich ziehe aus" ohne Streit vorher oder sonstiges.
In dem Moment ging nur ein großes Loch auf und ich fiel nur noch rein.
Es war ein Dienstag und den Freitag hat er es unserer Tochter gesagt, die konnte es gar nicht fassen.
Er zog dann erstmal aus für ne Woche . kam von mir . hoffte wenn er Abstand hat, überlegt er es sich nochmal. ich hatte noch versucht zu arbeiten. Ging dann aber auch nicht mehr. dann bat ich ihn wieder nach Hause zu kommen für unsere Tochter, aber das ging nicht gut. Frühstück und Abendbrot heile Welt, er konnte normal über das alltägliche mit mir sprechen, abends wenn das Kind im Bett war, bombardierte ich ihn immer wieder mit dem WARUM. er schwieg. dann sagte ich ihm es ist doch besser wenn er wieder auszieht, ich würde sonst verrückt werden und man merkte ihm an er war erleichtert das ich es gesagt habe.
Ich bin seit dem zu nichts mehr fähig, ständig am grübeln , Unruhe, der Alltag mit unserer Tochter kaum möglich. einfachste Sachen wie mit ihr kuscheln und ihre Serien schauen fallen mir total schwer, es tut mir so weh. ich möchte für sie stark sein und kann es irgendwie nicht.
Mein Mann hat keine Andere. ich, meine Familie und Freunde gehen davon aus, das er(45) irgendwie festgefahren ist . Burnout, midlife. es verneint es und sagt nur "die Liebe zu mir ist eingefroren "
Seit dem ist er nur am machen, unseren Garten bewirtschaften (den er behalten will ), Wohnung für sich suchen, ich soll in der Wohnung bleiben mit allen Hab und Gut , er will nichts haben.
Ich kann nicht auf ihn treffen, jedesmal falle ich wieder in das Loch und glaube es ist nur ein Albtraum.
"Übergabe " von unserer Tochter muss immer ganz schnell gehen.
Wir 3 waren immer ein tolles Team, er war der Mann der sich um unsere Tochter wundervoll gekümmert hat und jeder hatte seine Aufgaben in unserer Familie. meine Bekannte war geschockt als sie von der Trennung gehört hat und sagte zu mir, wir waren immer eine Vorzeigefamilie für sie.
Wie lerne ich es zu akzeptieren das er mir keine Gründe nennen will oder Kann und wie gehe ich mit dem Schmerz um und bin trotzdem Stark für meine Tochter und finde zum Alltag zurück. ?