×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

167

Plötzliche Trennung nach ü20 J - ich bin fassungslos

J
@ZeitlosEcht
Ich danke dir sehr für deine Antwort . Es tut mir wirklich von Herzen leid, dass du gerade ebenfalls diesen Schmerz fühlen musst. Ich hatte bei dir schon etwas mitgelesen und habe den Eindruck, dass du auch gerade etwas in der Luft hängst. Habe ich das richtig verstanden, dass du auch nicht weißt, in welche Richtung es jetzt genau geht? Macht dir das nicht zu schaffen? Ich finde dieses Gefühl ganz fürchterlich und hätte gerne am liebsten sofort gewusst, in welche Richtung das Ganze geht. Einerseits heißt es Trennung und andererseits passt ganz viel, was er sagt, nicht dazu. Wie lange soll man sowas mitmachen? Man will ja einerseits niemanden unter Druck setzen, aber andererseits finde ich diesen Zustand für das Nervensystem nahezu unerträglich.

#76


Z
Ja @Juli007 du hast recht, dieser Zustand ist hart, ich habe immer dieses auf uns ab... Ich versuche mir nichts vorzumachen: Mein Frau kann nicht mehr und hat mir die Trennung angekündigt. Da gibt es nichts schönzureden @Juli007..

Aber ich habe dank diesem Forum einen wichtigen Punkt begriffen: Ich kann die Entscheidung meiner Frau nicht erzwingen, ohne alles noch schlimmer zu machen. Wenn ich sie jetzt unter Druck setze, damit ich meinen Frieden habe, treibe ich sie nur noch schneller weg. Eine Trennung ist immer schmerzhaft.

Ich mache das jetzt so:
Ich nutze die Zeit nicht zum Warten, sondern zur Arbeit an mir selbst (Ich habe mir die hier empfohlenen Bücher bestellt). Ich will verstehen, warum ich so geworden bin, wie ich bin – völlig unabhängig davon, ob wir zusammenbleiben oder nicht.

Da habe ich dem Therapeuten geschrieben:

Unsere Ziele für die Beratung wären:
* Eine funktionierende Kommunikationsebene aufzubauen, um die aktuelle Krise konstruktiv zu bewältigen (auch im Hinblick auf unsere Kinder).
* Gemeinsam herauszufinden, ob es noch eine Basis für unsere Zukunft als Paar gibt.
* Falls es eine Trennung gibt soll diese geordnet und friedlich ablaufen.

x 2 #77


A


Plötzliche Trennung nach ü20 J - ich bin fassungslos

x 3


Atomicblue
Guten Morgen liebe @Juli007

auch ich kann nachvollziehen was Du gerade durchmachst.

Und es klingt leider danach als ob dein Mann sich schon vor einer Weile innerlich getrennt hat. Als der Verlassene steht man da erst einmal gewaltig unter Schock.

Aber Klammern und auch argumentieren oder rätseln bringt leider nichts.
Meine Erfahrung war bisher die: je mehr man klammert und argumentiert und versucht zu rechtfertigen und wieder hinzubiegen, umso mehr mauert der andere.
(Oder wie meine Kollegin damals zu mir sagte, als ich nach Neujahr heulend im Büro saß: „Eher tanzt Dir Leatherface einen perfekten ästhetischen Schwanensee in der Münchner Staatsoper, als dass dein Mann da jetzt auch nur ein Stückchen drauf eingeht und nachgibt!“ (Seitdem hängt auch eine kleine solche Fotomontage an meinem Arbeitsplatz, unter die sie mit rosa Edding „Denk dran! “ geschrieben hat 🦢)

Aber wenn etwas wichtig ist liebe Juli, dann ist es die Distanz.
Denn Du brauchst auch Ruhe um eure Ehe mal gründlich zu reflektieren.
Denn mit der Zeit wird Dir im Idealfall klar werden, dass hier auch nicht alles rosig war.
Du hast sehr viel getragen und gestemmt und ihm damit den Rücken frei gehalten.
Ich habe das gleiche durch.
Und natürlich mutiert man dann nach und nach zur „Meckerziege“.

Was wünschst DU Dir denn von einer Partnerschaft?
Du hast auch ein Miteinander verdient, liebevolle Gesten und jemandem, der Dich hält.

Du darfst gerade auch zeigen dass es Dir nicht gut geht. Kinder sind nicht blöde, die haben feine Antennen.

Hier lief alles auch nicht perfekt das letzte halbe Jahr.
Meine Tochter war viel krank und mein Sohn war wegen der Trennung derart durch den Wind, dass es vor lauter Unkonzentriertheit in vielen Fächern nur so
die 5er hagelte.
Wir hatten nun Gespräche mit den Lehrern und auch Schulpsychologen und der allgemeine Tenor hieß:
wir sollen schauen dass die Trennung friedlich und respektvoll über die Bühne geht. Das ist das Allerwichtigste. Und auch hier wurde zu räumlicher Distanz geraten, damit sich beide Elternteile emotional sortieren können.
Und bei den Kindern: keinen Druck!
wir sollen schauen woran es lag, wenn aber die Gedanken gerade Salto schlagen, dann hilft auch Lernen in dem Moment nichts.
Im Worst Case wird bei beiden das Schuljahr wiederholt, dann starten sie im Herbst nochmal neu durch, aber sind dann wieder klarer im Kopf als vergangenen Herbst wo die Trennung noch frisch war. Und der Stoff sitzt fest.
Allerdings rate ich immer zu etwas psychologischer Hilfe und zum Dialog mit dem Klassenlehrer.
Als wir unsere Klassenlehrer informierten, konnte man deren Reaktion klar sehen. Einer sagte sogar „Okay also jetzt wundert mich das alles auch nicht mehr!“ (Unser Sohn sei nicht das erste Kind in seiner Schullaufbahn, der wegen einer Trennung gerade nachlässt)

Also Druck raus und dann läuft es eben mal nicht auf 100%
Und das gleiche gilt für Dich. dann ist die Wohnung mal nicht picobello. Oder die Wäsche oder der Garten.
Die Psychologin sagte dass Kinder später weniger an das wiederholte Schuljahr denken, aber umso mehr an die miese Stimmung im Elternhaus. Wir sollen als Eltern ein Team werden, das ist das A& O. Dann spielt ein verpatztes Schuljahr langfristig keine Rolle mehr.

und ich bin ehrlich ich habe die letzten Wochen als ich umgezogen bin, hier in „seinem“ Haus keinen zusätzlichen Finger mehr krumm gemacht. Grundordnung ja. Das versteht sich von selbst, dass die Küche sauber ist, das Katzenklo gemacht und mal alles durchgewischt.

Funfact: die Tage hatte er die Kinder und als ich abends aus dem Büro kam, beklagte er sich dass er den „ganzen Nachmittag“ mit der Bügelwäsche zu tun hatte. Und er hätte ja mal erwartet dass ich ihm helfe!(Meine Wäsche habe ich selbst gemacht und er ist die Woche dran mir den Kindern!)
Ich antwortete nur, dass ich das die letzten 15 Jahre immer alleine gemacht habe. Zack Ruhe. 😂
Sohn kommt zu mir: Englischvokabeln abhören. Und ob ich ihm Mathe erklären kann..Papa hatte keine Zeit wegen der Wäsche.

Für ihn weht da jetzt auch ein neuer Wind und das kann - je nach Modell - auch bei euch so werden. Und dann wird dein Mann auch erkennen WAS du all die Jahre alles geleistet hast. Und vielleicht auch etwas nachfühlen können, warum du oft eine „Meckerziege“ warst.

Tu Dir auch mal was Gutes die Tage. Gehe mit Freundinnen einen Kaffee trinken oder etwas Wellness oder mal ein schönes Bad.
Du brauchst das

x 8 #78


RoteTablette
Zitat von Juli007:
Einerseits heißt es Trennung und andererseits passt ganz viel, was er sagt, nicht dazu. Wie lange soll man sowas mitmachen?

Ich würde sagen, so lange, bis seine Handlungen und seine Worte übereinstimmen. So lange das nicht so ist, würde ich einfach... abwarten und versuchen, seine Aussagen und Handlungen nicht als endgültig anzusehen. Ich weiß, das ist schwer und braucht ein dickes Fell. Aber ich denke, mit dieser Einstellung tust du dir selbst auch einen Gefallen insofern, als du jetzt nicht auch noch konfus reagierst (schlimm genug, dass er das tut). Gib ihm Zeit., sich zu sortieren. Den Fallout dieser Episode könnt ihr, wenn er denn zurückkomt, auch später noch bearbeiten (und da würde ich an deiner Stelle, wenn er denn zurückkommt, ihm gehörig den Kopf waschen und die Zügel in der Beziehung mächtig anziehen).

x 2 #79


Scheol
@Juli007
Zitat:
Man will ja einerseits niemanden unter Druck setzen, aber andererseits finde ich diesen Zustand für das Nervensystem nahezu unerträglich.

Hast du die Übungen ausprobiert ?

x 1 #80


J
Guten Morgen,

ich möchte mich zunächst entschuldigen, dass ich die letzten Tage hier gar nicht geantwortet habe, obwohl ich jeder noch so kleinen Antwort so sehr dankbar bin.

Ich versuche einfach mal die Ereignisse der letzten Tage zusammenzufassen. Es ist eine Kurzfassung. An jedem Tag hat sehr intensiver Austausch stattgefunden.

Mittwoch Abend habe ich in Gesprächen gemerkt, wie sehr er mit sicher selber Probleme hat, die er mir sehr genau erläutert hat. Hierbei wurde deutlich, dass meine Reaktion auf die Trennung ihn sehr überrascht hat. Er dachte ich wäre froh, endlich erlöst zu sein. Die Gespräche gingen insgesamt in eine schon sehr positive Richtung. Zumindest so positiv, dass ich sogar mit einem guten Gefühl ins Bett ging.

Tja, Donnerstag Morgen sah das anders aus und das hat mich sehr geschockt. Er möchte einfach ein neues Leben anfangen, nochmal neu starten, ohne die ganzen Dinge, die er mir und den Kindern angetan hat. Voller Überzeugung sagte er, dass er auch mit den Kindern ja nochmal komplett neu anfangen könnte. Dass dieser Neuanfang für unsere Kinder auf einem Drama aufbauen würde, scheint er überhaupt nicht zu checken, wie vieles andere auch nicht. Er wäre am liebsten einfach nur allein. Das war dann ein heftiger Dämpfer. Wir redeten trotzdem extrem viel und lange und wollten den Rest des Tages erstmal auf Abstand gehen. Ich ging eine große Runde mit den Hunden raus und fand ihn bei meiner Rückkehr zusammengekauert im dunklen Zimmer im Bett liegen, obwohl er eigentlich gar nicht mehr da sein wollte. Alles ganz komisch. Er fragte mich, ob ich am Abend mit ihm Essen gehen möchte, was ich bejahte. Schon auf dem Weg zum Restaurant suchte er immer wieder körperlich meine Nähe, was sich irgendwie so paradox anfühlte, nachdem er wenige Stunden vorher ja voller Inbrunst sein Leben neu beginnen wollte. Während dem Essen machte er die Trennung rückgängig. Entschuldigte sich mehrmals. Ich habe dazu erstmal nichts gesagt, denn dieses ambivalente Verhalten hat nicht nur unfassbar viel in mir ausgelöst, es machte auch irgendwie keinen Sinn. Diesen Standpunkt vertrat er auch bis in die Nacht und kam gestern Morgen sogar noch zu mir und fragte, ob der gestrige Abend für mich genauso schön gewesen wäre wie für ihn etc. Hört sich nicht hoffnungslos an, oder? Dachte ich erst auch. Das kippte dann aber erneut gestern Abend. Er verstehe es selber nicht. Er wäre sich seiner Gefühle so sicher und trotzdem wird er das Gefühl nicht los, dass er weglaufen müsste, einfach alles hinter sich lassen.

Was passiert eigentlich, wenn ich das auch möchte? Laufen dann beide einzeln davon und unsere Kinder regeln das dann alles alleine oder was 🤔 ? Alles unfassbar…..

Bei allem Verständnis für seine aktuelle Lage, ich empfinde es als einen absoluten Ego-Trip, Midlifecrisis whatever.

Seit unserem Gespräch gestern Abend ist mir bewusst geworden, dass das Verhalten ambivalent bleiben wird und es sich nicht lohnt, sich über eine Annäherung zu freuen, so lange dieser Wunsch alles hinter sich zu lassen, bei ihm existiert. Deshalb muss ich das jetzt abschließen. Nicht weil ich es mir nicht gewünscht hätte, aber dieses hin und her, macht mich mehr kaputt, als eine finale Entscheidung. Nicht nur emotional, auch körperlich befinde ich mich gerade im Ausnahmezustand. Ich wusste nicht, dass man mit so wenig Schlaf und Essen existieren kann. 3 Kilo sind runter und so sehe ich auch aus. In einer guten Woche habe ich eine Operation vor mir und habe Angst mit solchen schlechten Voraussetzungen danach nicht wieder auf die Beine zu kommen. Deshalb muss ich jetzt irgendwie Abstand finden, wenn ich auch keine Ahnung habe, wie mir das gelingen soll. Ich bin einfach am Ende…

Zitat von RoteTablette:
Ich würde sagen, so lange, bis seine Handlungen und seine Worte übereinstimmen.

Den Moment gab es zweimal und einen weiteren Moment dieser Art kann ich einfach nicht mehr ernst nehmen 😥 .

Zitat von Atomicblue:
Für ihn weht da jetzt auch ein neuer Wind und das kann - je nach Modell - auch bei euch so werden.

Das liest sich schon etwas lustig, wie dein Ex da gerade in der Realität anzukommen scheint. 😁

Zitat von Atomicblue:
Tu Dir auch mal was Gutes die Tage

Das würde ich so gerne machen, aber mir fehlt einfach die Kraft. Ich will eigentlich nur noch schlafen. Ich hoffe so sehr, dass das besser wird.

Zitat von Scheol:
Hast du die Übungen ausprobiert ?

Das habe ich. Ganz lieben Dank, auch für deine persönliche Nachricht, auf die ich vor lauter lauter noch nicht reagieren konnte. Ich bin dir sehr dankbar für deine Unterstützung. Mit Atemübungen kann ich mir tatsächlich etwas helfen. Trotzdem gefällt mir diese körperliche Alarmbereitschaft überhaupt nicht. Allein wenn ich jetzt auf die Uhr gucke. Eigentlich kann ich ausschlafen und habe es wieder nur auf 3 Stunden Schlaf geschafft, weil mein Adrenalinspiegel so hoch ist.

x 1 #81


Scheol
@Juli007
Zitat:
Das habe ich. Ganz lieben Dank, auch für deine persönliche Nachricht, auf die ich vor lauter lauter noch nicht reagieren konnte. Ich bin dir sehr dankbar für deine Unterstützung. Mit Atemübungen kann ich mir tatsächlich etwas helfen. Trotzdem gefällt mir diese körperliche Alarmbereitschaft überhaupt nicht. Allein wenn ich jetzt auf die Uhr gucke. Eigentlich kann ich ausschlafen

Versuch diese Atemübung ca. 10 Minuten zu machen.

Bauchatmung ( Zwergfellatmung ) machen , durch die Nase ein, durch den Mund ausatmen !

Im Alltag kannst du versuche zu Summen.
Du kannst auch etwas Wasser in den Mund nehmen und gurgeln,

Wie war das abzittern ?

Was du auch probieren kannst ist Tapping / EFT / die Klopftechnik.


Zitat:
und habe es wieder nur auf 3 Stunden Schlaf geschafft, weil mein Adrenalinspiegel so hoch ist.

Ist das dein normales Schlafpensum seit Wochen ?

x 1 #82


J
Zitat von Scheol:
Ist das dein normales Schlafpensum seit Wochen


Nein, erst seit der akuten Situation, also seit Sonntag. Normalerweise schlafe ich so 6-7 Stunden.

#83


Scheol
Zitat von Juli007:
Nein, erst seit der akuten Situation, also seit Sonntag. Normalerweise schlafe ich so 6-7 Stunden.

Da pass mal auf das das nicht zu lange dauert.

bei so wenige Schlaf geht das sehr auf den Körper.

ich hatte damals nach meinem Unfall und sonstiges , nur noch 2-3 Stunden geschlafen.

mein Neffe der Diplom Psychologe ist , erklärte mir damals, das da eine Sache sozusagen Resetet werden kann, und das ich mit meinem Arzt reden soll wegen eines Schlafmittels, was ich einige Tage nehmen soll. Meist passiert das wenn ich mich richtig erinnere nach 3 / 5 / 7 Tagen.

Am 5 Tag schlief ich dann Knapp unter 6 Stunden wieder.

x 1 #84


J
@Scheol
Ich gebe mein Bestes. Mir hilft es immer sehr, wenn ich richtig herzhaft weine. Danach spüre ich, wie mein Nervensystem wieder etwas runter fährt. Hab heute zumindest festgestellt, dass ich Obst ganz gut runter kriege.

Übrigens für alle Interessierten:
Er ist gerade schon wieder eingeknickt. Will dass wir Lösungen finden etc. Das kann ich nicht für voll nehmen. Dieses hin und her. Es ist so zermürbend. Morgen denkt er wieder anders. Ich bin doch kein Spielzeug 😢

#85


S
Zitat von Juli007:
Von heute auf morgen hat er 22 Jahre Beziehung einfach so weggeworfen.



Da gibt es safe eine Neue.

#86


Scheol
Zitat von Juli007:
@Scheol Ich gebe mein Bestes. Mir hilft es immer sehr, wenn ich richtig herzhaft weine. Danach spüre ich, wie mein Nervensystem wieder etwas runter fährt. Hab heute zumindest festgestellt, dass ich Obst ganz gut runter kriege. Übrigens für alle Interessierten: Er ist gerade schon wieder eingeknickt. Will dass wir ...

Dann würde ich ihm das auch so sagen das du kein Spielzeug bist.

#87


hotte
Zitat von Juli007:
@Scheol Ich gebe mein Bestes. Mir hilft es immer sehr, wenn ich richtig herzhaft weine. Danach spüre ich, wie mein Nervensystem wieder etwas runter fährt. Hab heute zumindest festgestellt, dass ich Obst ganz gut runter kriege. Übrigens für alle Interessierten: Er ist gerade schon wieder eingeknickt. Will dass wir ...

Ich möchte jetzt niemanden in Schutz nehmen aber ich glaube das er selbst nicht weiß was er gerade will. Du hast selbst geschrieben das er Probleme mit sich selbst hat. In seiner Gedankenwelt ist alles anders, er glaubt das er euch einen gefallen tut etc.
Ja, midlifecrisis oder wasauchimmer kann da mit reinspielen aber was die Ursache ist, ist in diese Fall erstmal egal weil ich lernen müsst mit dem was da passiert klar zu kommen (auf die eine oder andere weise).

Dummerweise zeigt deine Antwort auch wie sehr du aktuell auf dem Zahnfleisch gehst und das du keinerlei Kraft mehr aufbringen kannst um Verständnis für deine Mann aufzubringen. Ich glaube nicht das er mit dir spielen möchte aber bei dir scheint es so anzukommen. Ich war selbst schon in Situationen wo ich nicht wusste was ich eigentlich will und diese Schwankungen sind relativ normal wenn man nur einen begrenzten Zugang zu seiner Gefühlswelt hat.

Ich glaube ihr sollte beide gerade wirklich etwas Abstand (auf Zeit!) suchen OHNE irgendwelche Entscheidungen zu treffen. Wenn es deinem Mann so schlecht geht das er zusammengekauert auf dem Bett liegt, könnte auch eine Stationäre Therapie in Frage kommen. Die muss er aber selbst wollen (solange er keine Gefahr für sich und andere ist)!

Bitte vergiss nicht, Männer haben in der Regel einen komplett anderen Zugang (wenn überhaupt) zu ihren Gefühlen. Das ist in meinen Augen einer der Hauptgründe für Missverständnisse zwischen den Geschlechtern. Nichts desto trotz ist es wichtig das du nun auch auf die achtest und eigene Grenzen setzt. Versuch bitte alles was er gerade macht so zu sehen als wenn jemand der total hilflos ist nach jedem Strohhalm greift der sich ihm bietet und das sein kopf gerade ziemlich viele gut aussehende Strohhalme produziert.

x 1 #88


hotte
Zitat von Scheol:
Dann würde ich ihm das auch so sagen das du kein Spielzeug bist.

Ich verstehe was du sagen möchtest und denke das es wichtig ist eigene empfindungen zu kommunizieren, aber die Aussage "Spielzeug" beinhaltet doch schon eine persönliche Wertung. Wenn die TE nun ihrem Mann mitteilt das sich vorkommt als wenn er mit ihr spielen würde, könnte dies in meinen Augen eine weitere Wunde aufreissen da ich davon ausgehen das dies nicht die Intention ist. Er macht sich ja augenscheinlich bereits vorwürfe....

Glaubst du wirklich das dies die beste Option ist?

#89


Sretsnovicx
@Liebeleben man muss sich nicht vom Partner trennen um zu erkennen, dass man sich selbst und sein Glück auf so Prio 1 setzt. Sich selbst vernachlässigen und wenn man erkennt selbst verantwortlich zu sein, automatisch darin zu sehen, dass alles besser ohne Partner ist?

Man stelle sich vor, das würden frustrierte unglückliche Partner zuerst erkennen und den Partner vorerst außen vorlassen wenn man an sich selbst arbeitet oder es sein lässt.

Klassiker, endlich kommt man in den Schwung und dann ist der Partner schuld weil sich vorher selbst und die Partnerschaft beiderseitig zu kurz kam.

Alles positive verbindest du jetzt mit nicht zusammenverbrachter Paarzeit, alles positive jetzt an der Veränderung ohne Mann.

Fitnessstudio ist da ein top Beispiel. Kein Sport, Home Office, kaum Erlebnisse und sobald ich mich trenne, fange ich an wieder selbst an mir zu arbeiten statt dem Partner für die eigene Vernachlässigung die Schuld zuzuschieben. Plötzlich ist es auch leicht alleinerziehend zu sein, keine Unterstützung mehr zu erhalten und merkt dass man ja ohnehin keine gebraucht hat, weil man mehr leistet wenn man nicht frustriert ist und sich eingräbt.

Wie in der Beziehung. Von nichts kommt nichts.

#90


A


x 4