Vortexa
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ich bin neu hier und quäle mich schon seit mehreren Wochen mit Trennungsschmerz. Nachdem meine Handvoll Freunde und meine Eltern momentan schon etwas überfordert von meinem Schmerz sind und ich es absolut nicht schaffe loszulassen bzw. meine Trauer zu überwinden, wollte ich mich gerne mit euch austauschen, bzw. mit euch Erfahrungen teilen und Meinungen/Tipps einholen. Sorry, falls der Beitrag sehr detailliert ist, aber ich empfinde das Schreiben auch gerade sehr therapeutisch.
Zu unserer Liebesgeschichte: Wir (ich 34, er 29) haben uns vor Februar 2019 (ich weiß, das ist kurz, aber die Zeit war wirklich sehr sehr intensiv und tief) auf einer Datingplattform kennengelernt und es hat SOFORT geknallt. Nach wenigen Monaten war für mich klar, dass ich ihn liebe und auch er meinte, dass ich die erste Person sei, für die er je so eine Liebe empfinden konnte und dass ich ihn komplett ins Positive verändert hatte, weil er zuvor ein Herz aus Stein hatte und keine Emotionen fühlen konnte. (Er hatte vor mr zwar 7 Jahre eine Freundin, aber laut ihm hat er in den letzten 1 1/2 Jahren mehr Zeit mit mir verbracht als jemals mit ihr und er hätte sie nie geliebt,. ) Wir haben uns total aufeinander eingelassen (vielleicht zu sehr bis hin zur Selbstaufgabe), Er hat mir sogar Zugriffe auf unsere Mail Accounts, Social Media Accounts etc. übertrragen (was uns in der Trennungphase zum Verhängnis wurde) Weil er aus seiner Wohnung geworfen wurde, sind wir auch bereits nach einem halben Jahr bereits zusammengezogen.
Leider bin ich psychisch in Drucksituationen nicht die Stabilste (ein altes Muster an dem ich aber durch die Trennnung getriggered endlich abeite, bin sogar in Psychotherapie!) und hab durch eine Beförderung am Anfang des Jahres und Corona ziemlich viele Zeiten mit persönlichem Drama/Zukunftsängsten/Anspannungszuständen etc. gehabt, die eigentlich bis jetzt andauern. Das beinhaltet viele Äußerungen meiner Ängste unter Tränen und kleine Drama Shows, (leider) kaum 6, da ich mich psychisch ständig angespannt und schlecht gefühlt hab, Rückzug von Freunden, Aktivitäten etc. Sprich: Ich war nicht mehr die Person, in die er sich eigentlich verliebt hatte.
Das Schlimme: Ich wusste. dass das alles nicht optimal war und habe ihn auch immer wieder aktiv auf diese Themen angesprochen. Er beteuerte aber immer, dass er mich sehr liebe und dass er für mich da ist und dass er weiß, dass ich gerade eine schwierige Zeit habe und das versteht. Leider hat mich das in Sicherheit gewägt. eigentlich kam es dann leider zum nächsten Step.
Zur Trennungsgeschichte: Vor ziemlich genau 2 Monaten (3 Wochen nach unserem schönsten gemeinsamen Urlaub, der so richtig harmonisch war) nahm das Drama seinen Anfang. Mein Freund war spontan allein mit Arbeitskollegen bis 5 Uhr morgens aus (hatte mich aber gefragt, ob ich dazu kommen will und er wollte eigentlich nur auf einen Drink bleiben). Das ist auch das erste Mal passiert und per se nichts Schlimmes. Schlimm war allerdings, dass er beim nach Hause kommen und morgens danach andere Geschichten Teilnehmer/Ort etc. über das Saufgelage erzählte (aufgrund Corona gab es eigentlich keine Lokale die zu dieser Uhrzeit noch offen hatten und er verheimlichte mir die neue hübsche Mitarbeiterin (er ist ihr Chef), die am Tag nach unserer Urlaubsrückkehr gestartet hat und von der er total begeistert war). Unser allererster Streit passierte an diesem morgen danach und von nun an war mein Vertrauen angeknackst und die gesamte restliche Woche verlief angespannt und er stets gereizt bis es zu unserem allerersten großen, lauten und emotionalen Streit am Wochenende kam.
Am nächsten Tag war er wie ausgewechselt. Als hätte jemand einen Schalter in ihm umgelegt. Sein Blick, seine Worte, sein Gehabe mir gegenüber waren zu 180 Grad gedreht.
Zu allem Überdruss flog er nun auch auf einen Business Trip für 1 Woche. Während dieser Zeit war seine Kommunikation auf ein Minimum, so als würden wir uns kaum kennen. Keine liebevollen Worte, kein Einbinden in den Alltag etc. so wie wir es noch bis zum großen Streit gewohnt waren. Zu allem Überdruss konnte ich meine Finger nicht von seinen Mails lassen und habe gesehen, dass er in der Streitwoche ein Uber von der neuen Mitarbeiterin zu uns nach Hause genommen hat. Klarerweise Vertrauenbruch von mir, aber auch von ihm! Er meinte, dass er sie nur nach Hause begleitet hätte, weil sie so unsicher im neuen Job ist und es Streits in ihrem Team gab, die er entkräften wollte.
Wie auch immer: Bei seiner Rückkehr meinte er, es wäre ihm sehr schlecht gegangen die letzten Tage, aber er habe das Gefühl er habe sich selbst verloren in den letzten Monaten und ich bin nicht mehr die Frau, die er so inpirierend fand und er liebe mich nicht mehr. Er wolle jetzt gerade absolute keine Beziehung (mit keiner! Und will sich jetzt ganz auch sich selbst und seine Entwicklung konzentrieren) Dennoch hatten wir am nächsten Tag 6. Als ich am nächsten Morgen meinte, dass das doch ein gutes Zeichen wäre, meinte er nur: "Siehst du, genau davor hatte ich Angst, dass du da jetzt zuviel hineininterpretierst." Die nächten Tage kam er immer erst nach Hause, wenn ich schon geschlafen hatte, was am Ende zu einer hochemotionalen Konfrontation meinerseits und schlussendlich dazu führte, dass er mit mir Schluss machte.
Seitdem ist alles Chaos: So ganz ist er sich nicht sicher, ob er mich ganz aufgeben will, denke ich. Er wollte zwar nicht ausziehen, hat sich aber immer wieder externe Orte zum Übernachten gesucht und war teilweise tagelang nicht zu Hause bzw. hat sich nur frische Wäsche geholt und war mir gegenüber sehr vage, wann/wie er zu Hause anzufinden sein würde. In den wenigen Tagen, an denen er zu Hause war kam es leider immer nur zu Diskussionen bzw. hochemotionalen (meinerseits) Streits, die ihn laut seiner Aussage noch weiter von mir wegschoben. Letzte Woche erzählte er mir dann, dass ihn die Entscheidung quäle, ob er jetzt wirklich allein sein wolle oder nicht. Ein paar Tage später jedoch die Aussage, er habe im Internet recherchiert und es wäre mir ggü. unfair, wenn er nicht auszieht. Also wolle er ausziehen. Da das doch sehr final ist, habe ich ihn auf die Alternative ein paar Monate eine möblierte Ferienwohnung in unserer Stadt zu nehmen, angesprochen. Statt sich eine Wohnung für ein paar Wochen zu nehmen, hat er sich vorerst eine für 5 Tage genommen. Gestern wollte er eigentlich nach Hause kommen, hat aber kurzfristig am Abend gemeint, er käme doch erst übermorgen. Ich will aber endlich einen Abschluss zu diesem Thema und bin selbst zu dem Schluss gekommen, dass auch ich nur heilen kann, wenn er auszieht. Habe ihn deshalb um ein Telefonat heute Abend gebeten.
Zum Thema Next: Diese Mitarbeiterin scheint in der kurzen Zeit eine sehr große Rolle bei ihm eingenommen zu haben. Er hängt, wenn er da ist ständig auf WA (mit ihr?!), und in der letzten Woche haben sich auf Social Media auf ihrem und seinem Profil ein paar Indizien dazu gezeigt, dass sie viel Zeit miteinander verbringen. Er ist nun mit ihrer besten Freundin auf SoMe befreundet. Auch sie steigt plötzlich in einer Ferienwohnung ab und postet Bilder spät nachts und morgens. Es sieht also nicht gut aus.
Wenn ich ihn darauf anspreche, streitet er alles ab und sagt, dass da nichts läuft. Ich wünschte ich könnte ihm trauen (und eigentlich passt auch gar nicht zu ihm, dass er so lügen würde), aber er hat in den letzten Wochen bereits öfter geflunkert. Das tut sehr sehr weh. sich in einem Menschen so getäuscht zu haben.