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Problem mit Tochter des Partners - Bitte um Rat

Sonnenschein85
Zitat von Liebeleben:
@Schnuddel74 ich hab eben kein Drama veranstaltet. Die Thematik wurde auch im Nachgang besprochen. Ich bin maximal einmal pro Woche über Nacht da. ...

Wenn du nur einmal pro woche da bist, ja dann würde ich ihn auch bitten diese eine Nacht dann nur zu zweit zu schlafen. Ich finde den Vorschlag der hier gemacht wurde gut. Das er dann aufsteht wenn sie seine Nähe braucht, kurz bei ihr im Bett bleibt bis sie wieder schläft und dann wieder zu dir geht

x 2 #16


QueenA
@Liebeleben

Ich frage mich an der Stelle auch, wo die Empathie bleibt, gerade wenn man selbst Mutter ist. Das Bedürfnis nach Nähe bei einem Kind in so einer Situation ist ja erstmal nichts Ungewöhnliches.

Gleichzeitig finde ich auch den Titel schwierig gewählt. Wenn man sagt, man hat kein Problem mit der Tochter, es aber so zuspitzt, wirkt das widersprüchlich. Das deutet zumindest darauf hin, dass da vielleicht doch etwas mitschwingt.
Möglicherweise gibt es auch etwas Unterschwelliges, das im Alltag gar nicht so bewusst ist und dann genau in solchen intimen Situationen plötzlich hochkommt.

Als Mutter wäre ich ins Zimmer meiner Tochter und hätte mir dort die Zeit für sie genommen und danach ins Bett. Ich persönlich wäre jetzt auch nicht der Typ für liegen alle gemeinsam in einem Bett, ich wäre allerdings auch irritiert, wenn jemand dann nachts wegfährt. Das wirft für mich schon Fragen in Richtung Konfliktfähigkeit, Empathie und auch Stressresistenz auf.

x 5 #17


A


Problem mit Tochter des Partners - Bitte um Rat

x 3


L
@Hailey12 Kinderwunsch ist durch, meine Kinder sind schon groß, 16 und 18. Und ja, er ist wirklich toll als Vater und gibt sich extrem viel Mühe.
Ich hab auch tatsächlich wenig Probleme mit dem Mädel, sie kommt auch ganz oft mit uns mit wenn wir am Wochenende was machen - das passt alles für mich - aber im Bett möchte ich sie einfach nicht haben.

Die Lösung mit dem runtergehen finde ich gut, das werde ich anbringen

x 7 #18


Vajana
Huhu TE,
Keine leichte Situation,
auch wir leben Patchwork, auch hier ist u.a meine Teenie Tochter (12) die noch stark die Nähe sucht. Hier gibts auch Regeln und sie darf nicht immer.

Eure Situatuon ist echt schwierig. Ich weiss garnicht wie ich es gefunden hätte, wenn es hier so gekommen wäre. Ich wäre definitiv irritiert wenn mein Partner aufgestanden und gegangen wäre. Aber du sagst ja es war für dich unvorstellbar und Grenzüberschreitend.


Ich finde auch die Lösung am besten, dass er zu ihr runter geht. Aber da würde ich dann auch kein Drama machen, wenns öfter vorkommt oder er dann auch ab und an da übernachtet. Sie holt sich eben die Nähe die sie braucht. Ich würde nur als Mama klarstellen, dass es nicht immer sein kann.


Wichtig fände ich, dass du nochmal mit der Kleinen unverfänglich sprichst.


Ich würde zb mit ihr ein Eis essen gehen und es dann nochmal ansprechen etwa: "Hey Klara, das war ein schöner Tag, danke dafür. Wegen neulich: Es tut mir leid dass ich plötzlich gegangen bin. Aber das Bett ist mein Rückzugsort und den kann ich nur mit meinem Partner teilen sonst fühle ich mich unwohl. Dafür freue ich mich aber umso mehr, auch mal mit dir wie jetzt Eis essen zu gehen oder shoppen zu gehen. Nur Nachts hab ich gern mein Bereich für mich. Ich hoffe du verstehst mich da ich mag dich nämlich sehr gerne und wünsche mir dass wir weiter so toll miteinander auskommen Lachendes Gesicht "

x 2 #19


QueenA
Zitat von Liebeleben:
@HeavyDreamy Ich habe das auch besprochen, aber eben nicht mitten in der Nacht. Ich wollte da keine Diskussion vom Zaun brechen. Und nein, ich ...

@LiebesLeben

Ich finde es absolut richtig, dass du deine Grenzen ernst nimmst und du bist auch nicht dafür da, „Mama-Ersatz“ zu sein. Sie hat ja zwei lebendige Elternteile.

Gleichzeitig würde ich ein bisschen auf die Perspektive schauen: Ein 13-jähriges Kind in einer angespannten Familiensituation handelt nicht aus „Ich will, dass sich alles um mich dreht“, sondern aus einem Bedürfnis nach Sicherheit.
Grenzen sind wichtig, aber sie wirken am besten, wenn sie ruhig und klar von den Erwachsenen gesetzt werden, nicht in der akuten Situation oder durch Rückzug. Genau da ist vor allem der Vater gefragt. Was sagt er zu alldem?
Und ja: Kinder dürfen lernen, dass andere Menschen auch Bedürfnisse haben. Aber das passiert eher durch verlässliche, nachvollziehbare Regeln, nicht durch plötzliche Brüche in der Situation.

Alles Gute Dir / Euch!

x 5 #20


Blindfisch
Zitat von QueenA:
Genau da ist vor allem der Vater gefragt.

🎯

x 3 #21


FrauDrachin
Zitat von Liebeleben:
Vielleicht ist es tatsächlich eine Lösung, wenn er dann im Zweifel mal zu ihr runtergeht.
Zusammen mit mir im Bett will ich sie echt nicht haben, da ist meine Grenze einfach überschritten.

Verstehe ich total.
Wenn sich das für dich komisch anfühlt, dann solltest du das auch nicht machen.
Vielleicht siehst du es trotzdem ein klein weinig als Kompliment von beiden, dass sie dich offenbar komplett als Teil der Familie sehen, und nicht als Fremdkörper. Das ist doch etwas tolles.

Das einzige, was ich an deiner Stelle etwas versuchen würde einzubremsen ist die Heftigkeit der Reaktion, die ich hier bei dir spüre. Deswegen mitten in der Nacht heimfahren und das "sie ist doch schon 13 Fass" aufzumachen, kommt mir ein wenig drüber vor, und stelle ich mir wiederum für ihn verletzend vor. Versuch, jede verurteilung rauszunehmen und das Problem nicht größer zu machen als es sein muss.

Von der inneren Haltung her würde ich dir raten, ein "sie oder ich" zu vermeiden und auch in der Kommunikation mit ihm.
Ansonsten sind ja schon viele praktikable Lösungsvorschläge gefallen.
Er schläft mit ihr bei bedarf in ihrem Bett, du übernachtest nur an Kinderfreien Wochenenden, vielleicht ist sie ja sogar bereit, auf ihr Papabettprivileg zu verzichten wenn du da bist, oder du schläfst halt dann mal auf der Couch oder was auch immer.

x 2 #22


H
Es ist legitim, dass du das für dich nicht willst, daher ist es besser, du übernachtest nur an den kinderfreien Wochenenden dort, um das zu gewährleisten.

Denn es ist seine Wohnung, die darüberhinaus bei Anwesenheit auch Schutzraum für das Kind ist.
Daher ist die Aussage "ich will sie im Bett nicht haben" zwar richtig für dich, aber es entbehrt des Anspruchs an ihn und sein Kind, denn es ist nicht deine Wohnung und nicht dein Bett.

Alles Gute!

x 3 #23


M
Zitat von Liebeleben:
Nun zum eigentlichen Problem. Die Tochter ist noch relativ kindlich und schläft immer wieder bei ihrem Papa im Bett. Sie kuschelt gerne und er hat auch kein Problem damit, ihr die Nähe zu geben, die sie offensichtlich noch braucht.

Ich verstehe so gar nicht, was daran kindlich sein soll. Für mich stellt sich die Frage, wie lange ist dein Freund schon mit der Kindesmutter getrennt? Bist Du seine erste Freundin seit der Trennung von ihr?

Es gibt Kinder, vor allem in diesem Alter, die entwickeln furchtbare Verlustängste, wenn ein/e neue/r Partner/in ins Leben eines Elternteils kommt. Einige rasten aus, andere versuchen den/die Partner/in aus der Beziehung zu ekeln. Und dann gibt es diese die bei Mama oder Papa schlafen wollen und sich dadurch ein Stück Stabilität zurück holen möchten.

Zitat von Liebeleben:
ich hab eben kein Drama veranstaltet.


Zitat von Liebeleben:
Ich bin dann relativ wortlos mitten in der Nacht aufgestanden, habe mich angezogen und bin nach Hause gefahren. Er hat zwar versucht mich aufzuhalten ich habe dann aber gemeint, sorry, das geht für mich nicht und bin gegangen.

Was ist das, wenn nicht ein Drama? Da hättest Du doch auf das Sofa gehen können und die Sache am Morgen klären, nicht? Aber loszugehen, sich vom Partner nicht aufhalten zu lassen, das ist für mich Drama at it's best. Ich verstehe, dass Du nicht im gleichen Bett schlafen möchtest, voll ok.

Dein Partner darf das natürlich beurteilen und finden wie er möchte, aber für mich wäre hier vermutlich das Ende der Beziehung gewesen. Nicht weil, weil Du nicht im selben Bett schlafen wolltest wie die Tochter, sondern weil ich den Eindruck bekäme, dass Du nicht verstehst wie wichtig mir das Vater-Sein ist und dass ich alles dieser Aufgabe hintenanstelle.

x 4 #24


Worrior
Ich finde es total daneben von der TE, innerhalb der Kennenlernphase (6 Monate), zu erwarten dass sie eine Art Mutterersatz einnimmt.
Das wäre, den leiblichen Eltern und dem Kind gegenüber, übergriffig.
Die TE hat meiner Meinung nach völlig richtig gehandelt.
Sie hat ein Recht auf Intimsphäre und diese sehe ich hier verletzt.
Sie hat das Feld geräumt, ohne Drama und Gedöhns und besteht zu Recht auf eine Klärung, wie bei künftigen Zusammenkünften verfahren wird.
Was der Vater getan hat war unverantwortlich, er steht in der Verantwortung dem Kind gegenüber, nicht die TE.

x 6 #25


S
Zitat von Liebeleben:
Ich möchte nicht mehr bei ihm übernachten, wenn seine Tochter wieder hochkommen könnte und das dann auch darf. Ich erwarte, dass er klare Grenzen setzt.

Grenzen setzt man Kindern, wenn es darum geht, dass sie nicht alles Materielle bekommen, was sie wollen, dass sie nicht den ganzen Tag fernsehen dürfen, dass sie Rücksicht und Regeln des sozialen Miteinanders lernen (z. B. höflich und hilfsbereit sein, andere Kinder nicht ärgern, ...), dass sie für ihre Gesundheit sorgen (z. B. Pflicht zum Zähneputzen, gesunde Ernährung, ...), etc.

Grenzen setzt man aber nicht, wenn es um Nähe, Liebe, Schutz, Sicherheit und Beruhigung emotionaler Nöte geht. Diese Dinge sollten für Kinder unbegrenzt sein. Du kannst kaum verlangen, dass er seine Tochter einfach wieder in ihr Bett zurückschickt, wenn sie offensichtlich gerade Nähe braucht. Du kannst ihn ja drum bitten, dass er beim nächsten Mal stattdessen zu ihr ins Bett kuscheln geht, aber mehr kannst du nicht verlangen, meiner Meinung nach.

Zitat von Worrior:
Was der Vater getan hat war unverantwortlich, er steht in der Verantwortung dem Kind gegenüber, nicht die TE.

Was an seinem Verhalten war denn bitte unverantwortlich? Dass er seiner Tochter die Nähe geben wollte, die sie in dem Moment offensichtlich gebraucht hat?

x 9 #26


M
Hallo @Liebeleben,

es ist vollkommen in Ordnung, wenn du mit ihr nicht in einem Bett liegen möchtest, allerdings haben dein Partner und seine Tochter genauso das recht, es für sich so zu leben, wenn sie es wollen. Das musst du ebenfalls respektieren, es ist ihr zu Hause und seine Erziehungsweise. Aus meiner Sicht sollte hier ein Kompromiss her, mit dem sich alle wohlfühlen, nicht nur du.

Wenn dir die Nähe zu viel ist, lege dich einfach auf die Couch oder übernachte nicht mehr bei ihm. Man kann diese Themen auch ruhig am nächsten Tag bei Tageslicht ansprechen, ohne in der Nacht jemanden anzufahren. Du bist erwachsen, das Mädchen erst im Übergang und auch der Vater muss lernen, dass seine Tochter erwachsen wird. Da braucht es Geduld und Verständnis, keine Entscheidung zwischen Tochter oder Partnerin.

Ich persönlich verstehe auch nicht, was das mit dem Alter zu tun haben soll, denn wir Menschen brauchen ab und zu mehr oder weniger Nähe und manche sind auch nicht gerne alleine.

Ich bin längst erwachsen, gerade schwanger und habe mich zuletzt zu meiner Mutter auf die Couch gelegt, weil ich einfach müde und mir übel war. Auch bei meiner Oma habe ich öfters geschlafen als ihr Mann gestorben ist und die Nächte für sie am schwierigsten waren.

Was ich sagen will: deine Grenzen sind völlig ok, aber andere haben auch ihre. Sie wird ihre Gründe haben, warum sie die Nähe ihres Vaters sucht, genauso ist ihm ihre Nähe willkommen. Sie ist nicht 23, sondern erst dabei, erwachsen zu werden. Wenn du dich in diesen Dingen quer stellst, wird es zwischen euch beiden schwierig werden. Denn für deinen Partner und seine Tochter ist das einzig ein unangenehmer Machtkampf, wo du Unruhe reinbringst in ihre Strukturen. Dein Partner wird das Gefühl haben, du lehnst seine Tochter ab und als Mutter solltest du das Gefühl kennen, seinen Kindern immer einen sicheren Platz bieten zu wollen - ob rational oder nicht.

x 6 #27


L
@Mann1989 sie sind seit knapp zehn Jahren geschieden, und er hatte dazwischen vier Jahre eine feste Freundin.

Ich verstehe wohl, wie wichtig ihm das Vater sein ist und ich gehe da zum allergrößten Teil auch mit. Für dich wäre hier Ende der Beziehung gewesen - für mich vermutlich mit dir auch, da ich gar keine Grenzen bei dir haben dürfte beziehungsweise diese in keinster Weise respektiert/anerkannt würden.

x 2 #28


Worrior
Es würde mich interessieren was das Jugendamt dazu sagen würde wenn die leibliche Mutter melden würde dass ihr Exmann mit der neuen Lebensgefährtin, die er 6 Monate kennt und der pubertierenden Tochter, in einem Bett schläft?
Spätestens dann würden "Grenzen gesetzt" werden.

x 4 #29


HeavyDreamy
Zitat von Liebeleben:
Und nein, ich möchte kein Mama-Ersatz sein. Ich finde das auch nicht süß. Ich hab auch meine Bedürfnisse und Grenzen und auch die möchten respektiert werden. Und ich denke auch nicht, dass ich es für alle Ewigkeiten verkackt habe. Das Kind kann ruhig auch lernen, dass andere Menschen auch ihre Grenzen haben und sich nicht immer nur alles um ihre Bedürfnisse drehen kann. Ich finde wichtig, dass Kinder das lernen.

Oke. Kein Mama-Ersatz.

Oke, du findest das nicht süss.

Aber so als gute Freundin auch nicht?

Deine Grenzen sind wichtig, verstehe ich schon.

Trotzdem sind deine Worte hier ziemlich hart, wie ich finde.

Für mich klingen sie auch widersprüchlich, weil du schreibst, ihr kommt gut klar und dann schreibst du jetzt, es geht nicht nur um ihre Bedürfnisse.

Kinder lernen durch Liebe, aber nicht durch Ablehnung.

Hätte ich einen Freund und er hätte so reagiert, wäre einfach gegangen, wärs für mich das gewesen, zu Mal dein Freund ja noch versucht hat, dich aufzuhalten!? War dir irgendwie egal dann.

Ich finde, du hast da ziemlich egoistisch reagiert.

Sorry, dass ich da nichts anderes positives schreiben kann.

x 1 #30


A


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